Flossenbürg
11.02.2025 - 11:26 Uhr
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Altbürgermeistertitel für Johann Kick: Flossenbürger SPD-Gemeinderat fordert mehr Wertschätzung

Einmal mehr ist die Ernennung von Johann Kick zum Altbürgermeister Thema im Gemeinderat Flossenbürg. Roman Schell (SPD) fordert mehr Wertschätzung für den ehemaligen Bürgermeister.

Im Flossenbürger Rathaus saß bis 2015 Johann Kick auf dem Chefsessel. Jetzt erhält er laut Gemeinderatsbeschluss den Titel Altbürgermeister. Symbolbild: pi
Im Flossenbürger Rathaus saß bis 2015 Johann Kick auf dem Chefsessel. Jetzt erhält er laut Gemeinderatsbeschluss den Titel Altbürgermeister.

In der Januar-Sitzung des Gemeinderats Flossenbürg war der Antrag der SPD, Johann Kick (SPD) zum Altbürgermeister zu ernennen, umstritten. Schließlich hat das Gremium die Verleihung des Ehrentitels beschlossen, jedoch mit einer Gegenstimme von Christina Rosner (CSU). In der Sitzung am vergangenen Freitag kam dieses Thema erneut auf den Tisch.

Roman Schell (SPD) kritisierte, dass er in Rosners Stellungnahme am 10. Januar keine sachlichen Begründungen für ihre Ablehnung zur Ernennung von Johann Kick zum Altbürgermeister festgestellt habe. „Da waren nur persönliche Argumente angebracht“, sagte Schell und sprach von einer persönlichen Abrechnung Rosners mit Kick. „Außerdem entsprachen einige Behauptungen nicht der Wahrheit“, fügte Schell hinzu. Die von ihm zitierte „öffentliche Abrechnung“ habe dem Ansehen des Gemeinderats und der Gemeinde geschadet.

Deshalb appellierte Schell für mehr Wertschätzung und Anerkennung der Leistungen des ehemaligen Bürgermeisters Kick. Weitere Äußerungen gab es zu dem Thema nicht mehr. „In einer öffentlichen Sitzung darf jeder sagen, was er will“, antwortete Bürgermeister Thomas Meiler Roman Schell, „so lange es nicht beleidigend ist oder er gegen Rechtsnormen verstößt“. Damit setzte der Rathauschef den Schlusspunkt unter die Angelegenheit.

Rückblick: Christina Rosner hatte in der Januar-Sitzung gegen die Verleihung des Ehrentitels an Kick gestimmt. In ihrer Begründung hatte sie auf die damals schlechte Finanzlage der Gemeinde hingewiesen und von einem Fehlverhalten Kicks gesprochen. Zudem hatte sie ihre Ablehnung mit Kicks Fernbleiben von den Feierlichkeiten zum 1075-jährigen Bestehen der Gemeinde begründet. „Es zeigt, dass einer mit der Gemeinde und den Menschen nichts zu tun haben will“, hatte Rosner in der Januar-Sitzung verlauten lassen, aber zugleich betont: „Ich schätze ihn als Mensch, trenne aber zwischen Person und Amt.“

Johann Kick (SPD) ist seit 2015 nicht mehr im Amt. Er war von 2002 an Rathauschef in Flossenbürg und auf eigenen Antrag hin aus schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen von seiner Tätigkeit entbunden worden. Im Kreistag behielt Kick seinen Sitz bis 2020, Ende der Legislaturperiode.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Kick sei 2015 auch aus dem Kreistag ausgeschieden. Das ist nicht richtig.

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