17.08.2018 - 09:06 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Angriff auf Feuerwehrleute

Die Feuerwehrmänner löschen erst ein Feuer im Flossenbürger Wald. Dann müssen sie sich selbst retten: Ein Motorradfahrer missachtet ein Sperre und hält genau auf sie zu.

Nur die Felsen sind noch heil. Ansonsten ist die Böschung auf einer Länge von rund 100 Metern nach dem Brand kohlrabenschwarz.
von Bernhard NeumannProfil

Das ging gerade noch einmal gut. Und das trifft nicht nur auf den Brand zu, der Feuerwehren aus Flossenbürg, Floß und Hohenthan auf den Plan rief. In letzter Minute verhinderten sie einen ausgedehnten Waldbrand - und sahen sich dabei dem "Angriff" eines Motorradfahrers ausgesetzt.

Wie die Polizei berichtet, hatte ein 39-jähriger Autofahrer aus Flossenbürg gegen 17.30 Uhr Flammen neben der Staatsstraße zur Silberhütte bemerkt und telefonisch Alarm geschlagen. Etwa einen halben Meter unterhalb der Hütte brannte die Böschung auf einer Länge von rund 100 Metern. Das Übergreifen auf den Hochwald konnten die 30 Aktiven gerade noch abwenden. Mit Wasser und Schaum gingen die Helfer gegen die verbliebenen Glutnester vor. Kreisbrandrat Marco Saller und Kreisbrandinspektor Martin List zeigten sich beeindruckt, das aus Griesbach angerückte Rote Kreuz musste nicht eingreifen.

An der Brandstelle forschten Beamte der Polizeiinspektionen Neustadt und Tirschenreuth vergeblich nach der Brandursache. Und trotzdem gab es Arbeit für die Gesetzeshüter: Die Feuerwehr zeigte einen Motorradfahrer an, der die Straßensperrung kurz vor der Silberhütte missachtet hatte und vorsätzlich auf die Helfer losgefahren war. Nur mit einem Sprung konnten sie den Zusammenstoß verhindern. Der Fahrer versuchte, sein Kennzeichen mit der Hand abzudecken. Doch das gelang ihm nicht. Die Polizei kennt mittlerweile die Nummer.

Laut Polizeibericht verbrannten etwa 50 Quadratmeter Waldboden und Sträucher. Schaden: rund 1000 Euro. Den Vorfall nehmen die Gesetzeshüter zum Anlass, eindringlich zu warnen: Aufgrund der Trockenheit sei "besondere Vorsicht im Umgang mit offenem Feuer geboten".

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