28.09.2018 - 14:42 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Baggern fürs Skifahren

Der Skihang am Wurmstein gleicht derzeit einer Großbaustelle. Für die Mitglieder des Fördervereins ein Grund zur Freude: Endlich wird die langersehnte Beschneiungsanlage gebaut.

Am Wurmstein wird derzeit gebaggert und gegraben. Der Förderverein Skilift baut eine Beschneiungsanlage.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Wo sich sonst Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, gräbt sich eine Baggerschaufeln in den Untergrund. Im Bereich rechts der Liftschneise entsteht der Graben, in dem sämtliche Leitungen, die für eine Beschneiung notwendig sind, verlegt werden. "Da muss Wasser, Strom, Pressluft und die Steuerleitung rein", erklärt Fördervereinsvorsitzender Karlheinz Grundler. Die Leitung werden frostsicher verlegt, das heißt, es muss tief genug hineingegraben werden. "Es gibt hier sehr viel Granit und wir haben mit mehr Widerstand gerecht", informiert der Vorsitzende. "Doch eigentlich hat es ganz gut funktioniert."

Zusätzlich zum Graben entstehen drei Entnahmeschächte. Vier bis fünf Schneilanzen sollen dann für den nötigen Schnee an den relevanten Stellen sorgen. Am Wurmstein gibt es drei Problemstellen. "Im unteren Stück, am Weg in der Mittel und ganz oben, wo es den Schnee immer wegschiebt", sagt Grundler.

Doch damit nicht genug. Damit immer genügend Wasser durch die Leitungen fließt, benötigt der Förderverein auch einen Beschneiungsteich, der unten neben der Talstation angelegt wird. Hinzu kommt ein Pumpenhaus.

Die reinen Materialkosten schätzt der Vorsitzende auf 100 000 Euro. "Wir machen viel in Eigenleistung", lobt er das Engagement der Fördervereinsmitglieder. Dazu gehören Bäume fällen, Wurzelstöcke ausgraben, die Gräben wieder füllen. "Auch die Tiefbauarbeiten haben wir teilweise selbst gemacht", erzählt Grundler.

32 000 Euro bekommt der Verein aus dem Leadertopf, der Rest muss er selbst schultern und dafür auch einen Kredit aufnehmen. Der Förderverein verspricht einiges sich von der Maßnahme. "Wir hoffen, dass wir so die Skisaison von bisher 2 bis 3 Wochen auf 4 bis 6 Wochen verlängern können", gibt sich der Vorsitzende zuversichtlich. Noch dauern die Arbeiten an. "Doch bis der erste Schnee fällt, sind wir fertig", verspricht Grundler.

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