09.03.2020 - 14:06 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Deftige Brotzeiten und Sprüche beim Flossenbürger Starkbierfest

Über ein volles Haus freute sich CSU-Vorsitzende Christina Rosner zum Starkbierfest der CSU im Theresienheim.

CSU-Bürgermeisterkandidat Armin Betz (Zweiter von links) aus Floß überreicht ein „Beer to go“ aus dem Brauhaus Floss an Bruder Barnabas alias Markus Pentner (Zweiter von rechts). Mit dabei sind Bürgermeister Thomas Meiler (links) und CSU-Vorsitzende Christina Rosner.
von Autor CROProfil

Für die zum Starkbier passende Musik sorgten die „D‘Goashax'n“, eine bunt zusammengewürfelte Band mit Casten Dirks, Christian Stahl, Georg Säckl und Herbert Kraus. Auch einige Flosser Christsoziale schauten vorbei. Die JU und FU Flossenbürg sorgte für die Bewirtung der Gäste mit warmem Leberkäse, Lachssemmeln sowie Brezen und Käse.

Zum Höhepunkt des Abends nahm Bruder Barnabas alias Markus Pentner Politiker auf unterschiedlichen Ebenen und lokale Ereignisse in seiner Fastenansprache aufs Korn. Die kurzzeitige Wahl eines FDP-Mannes zum Ministerpräsidenten in Thüringen hätte trotz Rücktritt binnen eines Tages die Parteivorsitzende AKK zur Ankündigung ihres eigenen Rücktritts bewogen. Mit einem Augenzwinkern meinte Bruder Barnabas, dass dies heute nicht mehr so tragisch sei, denn es sei ja eh schon Me(ä)rz. Aber ob Merz im April Parteivorsitzender werde oder einer der anderen Bewerber, würde letztendlich vom CSU-Vorsitzenden Markus Söder bestimmt.

Auch die Nachbarn aus der Gemeinde Waldkirch erhielten Anerkennung von Barnabas, für ihr geschicktes Vorgehen im Zusammenhang mit den Sucharbeiten aufgrund „konkreter“ Hinweise zu dem 42 Jahre zurückliegenden Kriminalfall Monika Frischholz. So konnten die Waldkirchner ihren vergrabenen Schrott der letzten Jahrzehnte, staatlich finanziert, entsorgen lassen. Die durch die umfangreichen Ausgrabungen hinterlassenen Löcher, hätten jetzt die Idee eines Golfplatzes auf der „Planer Höhe“ entstehen lassen.

Immer wieder erfolgten kleine Sticheleien zur Qualität des Biers aus dem Flosser Brauhaus, was mit einem Raunen der Gäste aus Floß beantwortet wurde. Schließlich kamen auch die Flossenbürger selbst dran. Die hätten es ja geschafft, dass der sogenannte Hexit länger dauerte als der Brexit. Schließlich ließ es sich Barnabas nicht nehmen, die Wahlprospekte der drei Parteien mit ihren Vorschlagslisten zur Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl zu analysieren.

Durch Ihren Auftritt im Gemeinderat erinnerten die Freien Wähler eher an Szenen eines Luis-de-Funes-Films. „Ja“, „Nein“ und „Ooooh“ böten die volle Meinungsvielfalt innerhalb der Fraktion von zwei Gemeinderäten. Die SPD oute sich durch ihren Slogan, dass Sie nur „mitmachen“ und nicht selbst machen wolle. Die CSU bilde auf Seite eins lieber die Burg als ihren Spitzenkandidaten ab, was wohl damit zusammenhänge, dass Bürgermeister Thomas Meiler in seiner nur fünfjährigen Amtszeit so viele graue Haare bekommen habe, die auch durch geschickte Nachbearbeitung nicht wegzukriegen seien. Die sehr gelungene, humorvolle und spitze Fastenrede, mit authentischer Mimik vorgetragen, wurde mit stehendem Applaus des Publikums belohnt.

Die schon im Vorjahr begonnene Liebe zum Bier aus Floß nahm Armin Betz auf und überreichte dem Bruder Barnabas eine Kostprobe in der passenden „Beer to Go“-Bügelflasche.

Bis nach Mitternacht spielten die „Big Band“ der „D`Goashax´n“ noch manchen „Kirwahit“ bei dem das Publikum lautstark einstimmte. Damit war für eingeschworene Starkbierfans noch lange nicht Schluss. Erst in den frühen Morgenstunden verließen die letzten Salvatorfreunde das Theresienheim.

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