15.11.2020 - 10:33 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Flossenbürg: Mammutaufgabe namens Plattenberg

Am oberen und unteren Plattenberg müssten dringend die Straßen saniert werden. Eine mehrere Millionen teure Mammutaufgabe, die sich die Gemeinde derzeit jedoch nicht leisten kann. Schon gar nicht ohne Straßenausbaubeiträge.

Mehrere Millionen Euro dürfte die Sanierung der Straßen am oberen und unteren Plattenberg kosten; ohne Straßenausbaubeiträge ist das von der Gemeinde derzeit nicht zu stemmen.
von Gabi EichlProfil

750.000 Euro verplant die Gemeinde dennoch für den Plattenberg in der Liste derjenigen Maßnahmen, für die sie in den kommenden vier Jahren Städtebaufördermittel beantragen will. Diese 750.000 Euro sind zwar viel zu wenig, wie Christina Rosner (CSU) anmerkt, das sei aber nur ein Ansatz für diese „größte Herausforderung der Kommune“, sagt Bürgermeister Thomas Meiler. Er rechne mit mehreren Millionen Euro für die Sanierung, denn die Topographie sei dort extrem schwierig, der Bodendenkmalschutz werde ein gewichtiges Wort mitsprechen wollen.

Hoffen auf einen Ersatz für Strabs

Für eine Sanierung unter diesen Umständen werde man sicher eine Spezialfirma brauchen. Die Stützmauern dürften zum Beispiel laut Bodendenkmalschutz nicht angefasst werden, müssten zwingend erhalten bleiben. Mit Eigenmitteln sei diese Maßnahme keinesfalls zu stemmen; er hoffe deshalb weiterhin, dass der Staat sich nach dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge etwas einfallen lasse, wie Kommunen wie Flossenbürg auch weiterhin noch einen Straßenbau finanzieren könnten. Städtebaufördermittel reichten da bei weitem nicht aus.

Weiterer Bericht aus der Sitzung des Flossenbürger Gemeinderats

Flossenbürg

Ferienbetreuung noch unklar

Die Ferienbetreuung der Schulkinder, die der Kindergarten wegen hoher Auslastung nicht mehr übernimmt, war schon in der Oktober-Sitzung diskutiert worden (die Oberpfalz-Medien berichteten). Holger Bannert und Pamela Wünsche (beide SPD) haben nach Gesprächen mit dem Elternbeirat in Erfahrung gebracht, dass konkreter Bedarf für fünf bis sechs Schüler bestehe. Von dem Angebot der Firma Learning Campus, das die Gemeinde mit 65 Euro pro Kind unterstützen will, seien die Eltern wenig angetan, da Learning Campus nur eine Betreuung während der Sommerferien anbiete. Der Elternbeirat will nun ein Konzept für 2021 erarbeiten.

Auch die Eltern sind gefordert

Die FWG-Sprecherin Birgit Neumann sagt, sie sei wiederholt angesprochen worden, warum die Betreuung nicht wie früher auf ehrenamtlicher Basis möglich sei. Das sei aber nicht mehr zu leisten, erklärt sie. Und Meiler fügt an, hier seien auch die Eltern gefordert: „Da muss sich jetzt jeder ein bisschen engagieren.“

Smartboards und Leih-Notebooks

Die Sanierung der Grundschule ist so weit abgeschlossen, dass die Schüler ihre neuen Klassenzimmer beziehen konnten. Durchwegs Zustimmung im Gemeinderat gab es für die Anschaffung von zwei Smartboards als freiwillige Leistung der Gemeinde. In der Turnhalle werden zusätzlich noch die Lampen durch ballwurfsichere LED-Leuchten ersetzt. Für eventuelles Home-Schooling hat die Gemeinde aus einem Förderprogramm drei Notebooks zum Ausleihen für sozial schwächere Familien angeschafft, wohlwissend, wie Meiler sagt, dass es schwierig werde, nur drei Geräte gerecht zu verteilen.

Glasfaser: Weiße Flecken erkunden

Auf dem Weg hin zu einer Erschließung des gesamten Gemeindegebietes mit Glasfaser nimmt die Gemeinde erneut das Bundesförderprogramm in Anspruch, das ihr zu hundert Prozent eine Erkundung noch verbliebener grauer und weißer Flecken mit mangelhafter Versorgung bezahlt. Die Erforschung dieser Teilräume übernimmt wieder die Firma IKT. Meiler spricht von einer „zukunftsweisenden Investition“.

Keine Bürgerversammlung

Wie in anderen Gemeinden findet wegen der Corona-Pandemie heuer keine Bürgerversammlung statt; diese soll im kommenden Jahr aber so frühzeitig wie möglich nachgeholt werden. Den Volkstrauertag werden Bürgermeister und Pfarrer allein begehen, der Adventsmarkt ist abgesagt, die Verabschiedung der ausgeschiedenen Gemeinderäte wird erneut verschoben.

Kiosk-Kauf ist abgeschlossen

Wie Meiler informiert, sei der Kauf des Kiosk-Platzes durch die Gemeinde über die Bühne gegangen; nun könne man sich Gedanken über eine Neugestaltung machen.

Radon: Warnung für Hausbesitzer

Eine Warnung hat Meiler ganz zum Schluss für Hausbesitzer und Hausbauer: Die Gemeinde sei darauf hingewiesen worden, dass im Gemeindegebiet erhöhte Werte des gesundheitsgefährdenden radioaktiven Gases Radon nachweisbar seien. Wer ein neues Haus baue, solle eine Bodenabdichtung erwägen. Die Besitzer älterer Häuser ohne dichte Bodenplatte sollten sich beraten lassen.

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