19.05.2020 - 10:49 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Förderung auch für "Überraschungen"

Bei der Sanierung von Schule und Turnhalle ist es zu unliebsamen Überraschungen gekommen, die die Kosten laut Bürgermeister Thomas Meiler um gut 200.000 Euro erhöhen. Die gute Nachricht: Auch diese Kosten werden gefördert.

von Gabi EichlProfil

Die Sanierung sei weit fortgeschritten, aber durch die Corona-Krise sei einiges ins Stocken geraten, erläutert Meiler dem Gemeinderat, ohne im öffentlichen Sitzungsteil Details zu nennen. Beispiele nennt der Bürgermeister jedoch, um zu erklären, warum ein Nachtrag in der Finanzierung notwendig werde. Die Wasserzuleitungen habe man ursprünglich nicht erneuern wollen; es habe sich aber gezeigt, dass eine Grundleitung komplett im Fundament einbetoniert gewesen sei. Der Architekt habe dringend geraten, diese Leitung zu erneuern, da diese im Schadensfall immense neue Sanierungskosten verursache. Thema Elektrik: Beim Entfernen der Decke sei aufgefallen, dass verschiedene Kabel dringend erneuert werden müssten. Dazu kämen weitere Kleinigkeiten wie ein Wassereintritt. Diese Überraschungen schlügen mit etwa 215.000 Euro zu Buche. Aber die Regierung der Oberpfalz habe bereits grünes Licht gegeben für eine Bezuschussung auch dieser zusätzlichen Summen. Für die Gemeinde beschränkten sich damit die Mehrkosten auf rund 25.000 Euro.

Mit weiteren Überraschungen sei kaum mehr zu rechnen, sagt Meiler. Und in dem Nachtrag sei keine „Spielerei“ enthalten. Der Gemeinderat stimmt dem Nachtrag einstimmig zu. Meiler versichert: „Wer mich kennt, der weiß auch, dass ich keine Ausgabe machen würde, die nicht auch unbedingt notwendig ist.“

Kirchweih in kleiner Form?

Die Flossenbürger Kirchweih in der bisherigen Form ist Corona-bedingt abgesagt. Meiler bringt im Gemeinderat die Variante ins Spiel, dass man einige wenige Stände aufbauen lasse, um die beliebte Veranstaltung nicht komplett zu streichen. Die Fraktionen sollen sich darüber Gedanken machen.

Die Elternbeiträge für die Mittagsbetreuung in der Grundschule, die wegen der Pandemie nicht stattfinden kann, werden für die Monate April bis Juni auf einstimmigen Beschluss hin nicht erhoben oder erstattet.

Als eine „Geste der Gemeinde“ bekommen Bauherren nach einer Überarbeitung der Förderrichtlinie des Baukindergeldes künftig 1000 Euro je Kind. Die Gemeinderäte Alexander Sailer (FWG) und Hans-Peter Gruber (SPD) haben die bisherigen Richtlinien neu gefasst. Demnach soll die Förderung nur einmalig gewährt werden, die Kinder müssen jünger als 18 Jahre sein und die Förderung soll auch für den Neubau oder Kauf von selbstgenutzten Eigentumswohnungen gelten.

Sein Einvernehmen hat der Gemeinderat den vorliegenden Bauanträgen erteilt. Das war einmal der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage auf FlSt.-Nr. 703/25 (Kapellenberg), einmal der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage auf dem FlSt.-Nr. 125/2 (In der Paint).

Für den Neubau des Mehrfamilienhauses in der Birkenstraße 9 (die Oberpfalzmedien berichteten) hat der Gemeinderat verschiedene Gewerke vergeben. Demnach übernimmt die Baumeisterarbeiten die H. Kreuzer GmbH aus Störnstein, die Gerüstbauarbeiten die Seitz Gerüstbau GmbH aus Pilsach, die Holzbauarbeiten die Riedl Holzbau GmbH & Co.KG aus Waldthurn, das Gewerk Heizung-Lüftung-Sanitär die Ertl GmbH aus Waldthurn, die Elektroinstallation die Elektrotechnik Kellner GmbH aus Wiesau.

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