05.05.2019 - 10:43 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Gebündelte Kräfte und Ideen für die Jugend

Die Gemeinde und die katholische Kirchenstiftung sanieren gemeinsam das Theresienheim. Dadurch bekommt die Jugend wieder einen Treffpunkt.

In allen Details erläutert Architekt Rudolf Meissner ( rechts, über den Plan beugend) den Jugendlichen die geplante Sanierungsmaßnahme des Theresienheims und der Jugendräume.
von Autor CROProfil

Bevor die Planungen und die Auftragsvergabe der geplanten Sanierung der Jugendräume im Theresienheim abgeschlossen werden, luden die katholische Kirchenstiftung - vertreten durch Kirchenverwalter Josef Völkl und Pfarrer Gierl - und Bürgermeister Thomas Meiler, die Jugend ein, um dein Meinungsbild der eigentlichen Nutzer der Sanierung zu erhalten.

Architekt Rudolf Meissner betonte, dass die Anregungen sehr wichtig seien, weil trotz aller Anstrengung, die Kosten niedrig zu halten, der Bedarf der jungen Generation im Vordergrund stehen müsse. Vor allem die Feuchtigkeit in den unteren Räumen, die jahrelang ein Treff für die Jugendlichen im Dorf waren, haben die Nutzung in dem vor 90 Jahren erbauten Granitgebäude, unmöglich gemacht. In einem speziellen Verfahren werden die Wände abschnittsweise schräg nach unten angebohrt, die Bohrlöcher erhitzt, die dann mit Paraffin ausgespritzt werden.

Letzteres fungiert als Sperre gegen die aufsteigende Feuchtigkeit. Neben der Erneuerung der Küche und der sanitären Einrichtungen werden die Jugendräume durch bodentiefe Fenster hell gestaltet und bekommen einen Zugang ins Freie, wo sich ein Freisitz anschließt. Hier kam der Vorschlag Steckdosen und Beleuchtung des Freisitzes großzügig auszulegen, damit neben der Ladung der Handyakkus auch ein Elektrogrill angeschlossen werden kann. "Die farbliche Gestaltung in den Räumen sollt ihr ruhig selbst machen", sagte Meissner mit einem Augenzwinkern an die Flossenbürger Jugend. Um staatliche Mittel der Städtebauförderung zu erhalten, erhält die Gemeinde ein 25-jähriges alleiniges Nutzungsrecht an den Jugendräumen. Durch diesen Synergieeffekt kann auch eine neue umweltfreundliche Pelletheizung eingebaut und das Erdgeschoss barrierefrei gestaltet werden. Die Heizung versorgt über eine Fernleitung auch noch das im gemeindlichen Besitz befindende Wohngebäude Flosser Straße 6.

"Alleine hätte die katholische Kirchenstiftung das nie gestemmt", betonte Kirchenpfleger Völkl. Der Gemeinde war es ein besonderes Anliegen, wieder einen Treffpunkt für die Jugend zu bekommen, weshalb Bürgermeister Meiler das Engagement der Gemeinde einbrachte und somit das knapp 1 Million Euro teure Vorhaben gemeinsam bewältigt werden kann. Manfred Schwanitz, Vorsitzender des Jugendgremiums, war begeistert. Wenn alles nach Plan läuft ist die Sanierung im Herbst abgeschlossen.

Die bestehenden Fenster werden durch helle bodentiefe Fensterelemente und Türen ersetzt. Damit ist auch die Nutzung des neu gestalteten Freisitzes möglich.

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