"Auf die letzte folgt heute die allerletzte Sitzung", schmunzelte Bürgermeister Thomas Meiler am Freitag. Im Rathaus hatte er wenige Tage vor dem Jahreswechsel noch eine Zusammenkunft anberaumt. Nach einer guten halben Stunde hatte der Gemeinderat alles abgearbeitet, vor allem die Senkung der Wasser- und Abwassergebühren.
Aber zuvor gab es einen Sachstandsbericht zum Steinbruch am Wurmstein. Das Thema sorgt für kontroverse Diskussionen und Irritationen gesorgt (wir berichteten). Meiler fasste zusammen: "Ich möchte in aller Deutlichkeit sagen, dass es im Zusammenhang mit der Gedenkstättenarbeit und Firmeninteressen keineswegs um ein 'entweder-oder' geht." Uns liegt beides am Herzen, und wir wollen eine Koexistenz." Zu Flossenbürg gehöre die KZ-Gedenkstätte, wichtig seien aber auch die Unternehmen.
Das für 2024 angekündigte Ende des Granitabbaus am Wurmstein-Steinbruch bewege die Gemüter. Meiler monierte, dass die Gemeinde nicht einbezogen und gehört worden sei: "Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, obwohl es gegenteilige Zusicherungen gab." In den zurückliegenden Tagen fanden Gespräche mit Mandatsträgern statt, und im Frühjahr werde ein weiterer wichtiger Termin anstehen. "Der Sachverhalt bewegt mich sehr, und ich hoffe nach wie vor auf einen guten Ausgang im Interesse der Gedenkstättenarbeit und des ganzen Ortes."
Die neuen, zum 1. Januar in Kraft tretenden Sätze gaben Anlass für das Treffen. Bislang fielen pro Kubikmeter Wasser 2,25 Euro an. Beim Kanal waren es 4,74 Euro. Ab 2019 sinken die Beträge auf 1,83 beziehungsweise 4,42 Euro. Insgesamt entspricht das einer Minderung um 74 Cent beziehungsweise 10,6 Prozent. Beim Wasser sind zusätzlich sieben Prozent Steuer zu berücksichtigen. Errechnet wurden die Sätze von einem Fachbüro aus Würzburg. Der Experte hatte zusammen mit Vorstand Tanja Schwanitz vor wenigen Tagen die Kalkulationen im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens erläutert.
Das Gremium gab grünes Licht für die ausgearbeitete Gebührenhöhe. Allerdings hätte der Gemeinderat noch ein Vetorecht gehabt. Das übte er am Freitag nicht aus. Der Bürgermeister und Vorsitzende des Verwaltungsrates brachte vor den 25 Zuhörern einige wichtige Aspekte zur Sprache: "Da ist ein Puffer nach oben eingebaut. Er soll künftige große Sprünge verhindern. Und billiger wird nur selten etwas."
Meiler verwies im Weiteren auf eine Reihe bewältigter beziehungsweise anstehender Aufgaben. Der Bogen spannte sich von der UV-Anlage zur Verhinderung von Keimen, über den Druckminderer in Altenhammer, bis hin zu vielen gewechselten Schiebern. Mit einer Kamera befahren wurde das gesamte Kanalnetz: "Da gibt es in Zukunft einiges zu sanieren. Nicht zu vergessen, und daran hat uns der trockene Sommer erinnert, auf eine Notversorgung für das Wasser." Glücklich schätzen könne sich der Ort über die extrem hohe Wasserqualität.













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