28.08.2018 - 11:57 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Immer der Supernase nach

Der Steinbruch beim Wurmstein ist das ideale Übungsgelände für Schnüffler. Unter nahezu optimalen Bedingungen üben die Rettungshundestaffel Bayerischer Jura dort mit ihren Freunden von der Staffel "Teamdogs" aus Thüringen.

Alljährlich treffen sich die Rettungshundestaffeln Bayerischer Jura und die Teamdogs aus Thüringen in Flossenbürg zum Erfahrungsaustausch und Üben.
von DTRProfil

(dtr) Immer wieder nutzen die Hundespezialisten das Gelände, das ihnen zu Trainingszwecken von den Bayerischen Staatsforsten unter Zuständigkeit von Revierleiter Oswald Hamann kostenlos zur Verfügung gestellt wird. „Wir sichern hier den ruhigen und ungestörten Ablauf der Ausbildung, die Hauptarbeit leisten die Trainer und Tiere“, erklärt der Förster. Der Steinbruch am Wurmstein werde häufiger für die Simulation wirklichkeitsnaher Szenarien verwendet. „Die realistischen Bedingungen auf Grund der unterschiedlichen Terrain-Beschaffenheit machen das Gelände so interessant“, erklären Ludwig Jakob und Eda Lutter von der Rettungshundestaffel Bayerischer Jura.

Vom steinigen Gelände über Freiflächen bis zu Wäldern sei hier alles gegeben. Gerade das unwegsame Gelände schule die Trittsicherheit von Hundeführer und Tier. Egal, welche Rasse, alle Teams können hier trainieren: „Geeignet sind alle Tiere vom Schäferhund über Jagdhund bis zu neuen Rassen“, meint der zweite Vorsitzende der Hundestaffel Bayerische Jura, Jakob. Wichtig sei der Charakter des Tieres. Nicht der Helferinstinkt treibe die Hunde an, sondern der Spiel- und Fresstrieb.

Gerade passende Gebäude für die Trümmersuche seien schwer zu finden. „Oft sind sie baufällig und somit für Übungszwecke ungeeignet“, so Lutter. Der Steinbruch simuliert ähnliche Bedingungen wie bei Unglücken mit Schutt und Geröll. „Die Flächensuchhunde können sich frei bewegen, unterschiedliche Umgebungen erkunden und je nach Tier mit Bellen oder mit stillen Anzeigen dem Trainer den Fund ankündigen.“ Auch die Personenspürhunde-Mantrailing, die an der Leine geführt werden, leiten nach Aufnahme einer Geruchsprobe die Teams zum Zielobjekt.

Die Supernasen würden Mikroschuppen und deren Zersetzungsprozesse auch noch Tage später wittern. Selbst die Unterscheidung von alten und neuen Spuren sei für die Vierbeiner ein Kinderspiel. Bedarf ist vorhanden: Nicht nur in Deutschland sind die hiesigen Hundestaffeln des DRV gefragt. Die Staffel Bayerischer Jura wird zwar zirka zwei Mal wöchentlich von der Polizei alarmiert, doch selbst im Ausland sind die Spezialisten hochangesehen. So helfen die Hundeliebhaber nicht nur bei Vermisstensuchen wie bei der Gasexplosion in Hessen Anfang August und vielen weiteren Unglücksfällen mit Vermissten in Deutschland.

Selbst bei Naturkatastrophen wie zum Beispiel in Haiti waren Spezialisten vom DRV als Lebensretter vor Ort. Vergütung bekommen die Ehrenamtlichen nicht. Nicht nur Kosten für das notwendige Material, sondern selbst die Anfahrt zu Übungen oder Einsätzen tragen die Helfer selbst. Höchstens die Arbeitgeber würden häufiger mal ein Auge zudrücken.

Alljährlich treffen sich die Rettungshundestaffeln Bayerischer Jura und die Teamdogs aus Thüringen in Flossenbürg zum Erfahrungsaustausch und Üben.
Beim Training zeigt sich, nicht die Hunderasse ist entscheidend: Der Charakter und die Motivation des Tieres sowie die Fachkenntnis des Trainers führen zum Erfolg.
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