29.03.2019 - 16:45 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Klimawandel beunruhigt Förster

Der Klimawandel stellt die Förster vor neue Herausforderungen. Forstbetriebsleiter Stefan Bösl sorgt sich: "Im Revier Flossenbürg sind letztes Jahr 50 000 Pflanzen verdurstet." Das lässt Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger aufhorchen.

Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (links) pflanzt eine junge Weiß-Tanne. Forst-Referendarin Anna Meindl (von links), Bürgermeister Thomas Meiler, Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und sein Stellvertreter Ingo Greim beaufsichtigen ihn.
von Stefan NeidlProfil

Stefan Bösl erklärt: "Die Klimaerwärmung stellt einheimische Bäume vor große Probleme. Die Kiefer ist vielleicht irgendwann ganz weg." Das Ziel sei, für eine bunte Mischung in den Wäldern zu sorgen. Deshalb werden Tannen und Douglasien verstärkt gepflanzt. Diese kämen besser mit warmen Temperaturen klar. Auch der Anteil an Laubbäumen soll erhöht werden.

Bewirtschaftung, Tourismus, Naturschutz: "Der Aufgabenumfang der bayerischen Staatsforsten ist vielseitig", betont Bösl. Auf einer Fläche von 16 000 Hektar verteilt auf die Gemeinden Flossenbürg, Plößberg, Neuenhammer, Pleystein, Waidhaus, Schönsee, Pullenried-Schwarzach und Tännisberg-Wildeppenried sorgt die Behörde in Flossenbürg für ein Gleichgewicht im Wald.

Oft gäbe es Nachfragen aus der Bevölkerung wegen Totholz in den Wäldern. Dies werde bewusst von den Staatsforsten liegen gelassen. "Die Menschen sehen es im Wald liegen und denken sich ,So eine Schlamperei'. Dabei verstehen sie nicht, dass es ein wichtiger Lebensraum für Insekten, Reptilien, Vögel und Säugetiere ist." Es kam auch schon vor, dass Bürger Totholz aus dem Wald selbst entfernt haben."

Oetzinger kennt das Problem mit dem Totholz und dem Ärger in der Bevölkerung noch aus seiner Zeit als Bürgermeister von Mantel. Ein Grund Maßnahmen besser in die Öffentlichkeit zu kommunizieren: "Der Freistaat Bayern braucht sich mit seiner Umweltpolitik nicht zu verstecken." Oft kämen Forderungen nach mehr Naturschutz aus den Städten. "Da schreien dann Leute, die meinen der Englische Garten sei schon ein Wald. Wie es in einem echten aussieht, wissen die aber nicht."

Auf einer Rundfahrt durch das Revier wurden Oetzinger Probleme und Maßnahmen im Wald gezeigt. Im Waldgebiet "Pechlohe" durften Oetzinger, Bürgermeister Thomas Meiler und Forst-Referendarin Anna Meindl drei junge Weiß-Tannen pflanzen.

Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (links) pflanzt eine junge Weiß-Tanne. Forst-Referendarin Anna Meindl (von links), Bürgermeister Thomas Meiler, Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und sein Stellvertreter Ingo Greim beaufsichtigen ihn.
Oetzinger (links), Meiler (2.v.r.) und Meindl (rechts) pflanzen drei junge Weiß-Tannen. Forstbetriebsleiter Stefan Bösl schaut ihnen über die Schulter.
Oetzinger (links) und Meiler bringen einen Verbißschutz auf der Terminalknospe der jungen Weißtannen an. Forstbetriebsleiter Stefan Bösl schaut ihnen über die Schulter.
Ein Politiker der anpackt. Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (links) hebt ein Loch zum Pflanzen der jungen Weiß-Tanne aus. Forst-Referendarin Anna Meindl (von links), Bürgermeister Thomas Meiler, Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und sein Stellvertreter Ingo Greim beaufsichtigen ihn.
Oetzinger (links) und Meiler bringen einen Verbißschutz auf der Terminalknospe der jungen Weißtannen an. Forstbetriebsleiter Stefan Bösl schaut ihnen über die Schulter.
Ein Politiker der anpackt. Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (links) hebt ein Loch zum Pflanzen der jungen Weiß-Tanne aus. Forst-Referendarin Anna Meindl (von links), Bürgermeister Thomas Meiler, Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und sein Stellvertreter Ingo Greim beaufsichtigen ihn.
Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (links) pflanzt eine junge Weiß-Tanne. Forst-Referendarin Anna Meindl (von links), Bürgermeister Thomas Meiler, Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und sein Stellvertreter Ingo Greim beaufsichtigen ihn.
Im Fachgespräch erläutert Forstbetriebsleiter Stefan Bösl (links) die Aufgaben der bayerischen Staatsforsten.

 

 

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