23.06.2020 - 12:34 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Kopfzerbrechen über eine kleine Geste

Wie setzt man mit 900 Euro ein Zeichen für Opfer und Helfer der Coronakrise? Eine kleine Kirwa im August, je nach Lage der Dinge? Der Gemeinderat überlegt noch, was er mit dem Geld der Initiative „Unser soziales Bayern“ anfängt.

Wie sollen die Coronahelfer entschädigtwwerden? darüber diskutiert der Gemeinderat Flossenbürg.
von Gabi EichlProfil

In seiner letzten Sitzung hatte der Gemeinderat nichtöffentlich über den Zuschuss des Freistaates diskutiert, wollte dies aber nun nicht länger hinter verschlossenen Türen tun. Ein Vorschlag von damals war, Küchle zu backen und an alle Haushalte zu verteilen. Dann kamen die Bedenken: Küchle, selbstgebacken, Corona. Nicht jeder wäre am Ende erfreut über die Geste.

Daher die neue Idee: eine kleine Kirchweih anstelle der sonst üblichen, die der Krise geschuldet ausfallen muss, und dabei kostenlos Kaffee und Kuchen ausgeben. Der SPD-Sprecher Roman Schell schlägt vor, eine Flasche Bier zu verteilen. Die Gegenargumente liegen auf der Hand: Alkohol, nicht für jeden passend, und nicht jeder mag Bier.

Bürgermeister Thomas Meiler sagt, es gehe darum, die Gemeinschaft zu stärken, den Helfern zu danken, aber 900 Euro seien nun mal „nicht die Welt“. Ein Zuhörer macht den Vorschlag, mit dem Geld etwas für die Vereine anzuschaffen, davon hätten dann alle in der Gemeinde langfristig einen Nutzen. Der Tourismusausschuss wird sich noch einmal den Kopf zerbrechen darüber, wie die 900 Euro am besten angelegt sind.

Sein Einvernehmen erteilt der Gemeinderat dem Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Baugebiet Kapellenberg; für die Doppelgarage mit Flachdach wird eine Befreiung vom Bebauungsplan genehmigt.

Für den Neubau des Mehrfamilienhauses in der Birkenstraße 9 vergibt der Gemeinderat ein ganzes Bündel an Gewerken. Folgende Firmen bekommen den Zuschlag: Frank Naturstein GmbH aus Mantel (Natursteinarbeiten), Hermann Paul Putz GmbH aus Weiden (Innenputz), A+I Asphalt- und Isolierbau GmbH aus Weiden (Estrich), Sperer & Moser GmbH aus Plößberg (Bodenbeläge), Eduard Bäumler Malerbetrieb & Trockenbau aus Floß (Malerarbeiten), Fliesen Kreiter GmbH aus Weiden (Fliesenarbeiten), Urbanek Bauelemente GmbH aus Weiden (Innentüren).

Trockenbauwände statt Geländer

Bei der Sanierung der Schule hat sich den Worten Meilers zufolge ergeben, dass an den Treppenaufgängen Trockenbauwände mit verschiedenen Öffnungen in verschiedenen Farben anstelle eines durchgehenden Geländers „moderner und harmonischer“ wirkten, ein Vorschlag des Architekten. Den Auftrag bekommt die Firma Günthner Trockenbau.

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