Flossenbürg
28.04.2022 - 14:12 Uhr

Neue Jagdsaison beginnt im Forstbetrieb Flossenbürg

Die neue Jagd-Saison für Rehwild beginnt am Sonntag, 1. Mai, teilt der Forstbetrieb Flossenbürg mit. Im gesamten bayerischen Staatswald wird nur noch bleifreie Munition verwendet. Dies dient vor allem dem Schutz der Greifvögel, die sehr empfindlich selbst auf kleinste Bleirückstände reagieren, wenn sie Wildreste fressen. „Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels gewinnt der erforderliche Waldumbau zunehmend an Bedeutung“, erklärt Forstbetriebsleiter Stefan Bösl. „Damit hierfür ausreichend und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, ist ein effektives Jagdmanagement mit an den Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen notwendig.“ Durch einen an den Wald angepassten Wildbestand können sich gepflanzte oder natürlich angesamte Bäume weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden Wald bilden. Denn die jungen Triebe der Bäume sind eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, wie zum Beispiel das Reh.

Der neue Wald entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir verstärkt den Klimawald der Zukunft. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der regulären Frühjahrs-/Herbstpflanzungen sowie des 30-Millionen-Bäume-Programms der Bayerischen Staatsregierung“, informiert Bösl weiter. Dazu werden Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt und Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Hierbei sind im Staatswald des Forstbetriebs mit einer Fläche von rund 16.000 Hektar zwischen Bärnau/Landkreis Tirschenreuth im Norden und Schönsee/ Landkreis Schwandorf im Süden insbesondere Buchen und Tannen sowie Douglasien, Esskastanien, Eichen und Erlen vorgesehen.

 
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