Flossenbürg
27.03.2026 - 10:41 Uhr

Neuer "Spieß" für die dritte Batterie des Panzerartilleriebataillons 131

Die gelebte Patenschaft und ein Abschied stehen im Fokus eines Appells der dritten Batterie des Panzerartilleriebataillons 131 am Rathausplatz von Flossenbürg. Oberstabsfeldwebel Roland Hecht gebührt hier eine Hauptrolle.

Bürgermeister Thomas Meiler brachte es bereits bei seiner Begrüßung zum Appell auf den Punkt: „Die Patenschaft zwischen der dritten Batterie des Panzerartilleriebataillons 131 und der Gemeinde Flossenbürg ist weit mehr als ein Eintrag in einer Urkunde.“ Deshalb freute sich der Bürgermeister, dass der Appell zur Übergabe des Batteriefeldwebels am Donnerstag am Rathausplatz stattfinden konnte.

Den scheidenden „Spieß“, Oberstabsfeldwebel Roland Hecht, würdigte Meiler als einen „Menschen, der unsere Patenschaft über viele Jahre aktiv mitgestaltet und geprägt hat“. Mit der Feststellung, dass die Patenschaft für gegenseitigen Respekt und Achtung zwischen Bundeswehr und Zivilgesellschaft sowie für Vertrauen, Verlässlichkeit und Verbundenheit über den Dienstalltag hinaus steht, bezeichnete der Rathauschef seinen Freund als „entscheidenden Motor dieser Patenschaft“.

In seiner Laudatio erinnerte Meiler an viele zum Teil legendäre Treffen, etwa am Gaisweiher, oder Einladungen zu Übungen. Und so fasste er zusammen: „Du hast diese Patenschaft nicht einfach verwaltet, du hast sie gestaltet mit deinen Ideen, mit persönlicher Ansprache und mit der Bereitschaft, immer wieder neue Formen der Begegnung zu finden“.

Als besondere Herausforderung bezeichnete der Bürgermeister die Führungsverantwortung als „Spieß“ und wusste: „Dass dir das jederzeit gelungen ist, sieht man nicht nur an der Wertschätzung in deiner Einheit, sondern auch an der Verbundenheit, die viele Bürgerinnen und Bürger Flossenbürgs zu ihrer Patenschaft empfinden.“

Verbunden mit dem Dank wünschte Meiler einen erfüllten „Unruhestand“. Dem neuen „Spieß“, Stabsfeldwebel Jens Oppermann, galten die besten Wünsche mit dem Versprechen: „Die Gemeinde Flossenbürg wird auch künftig ein verlässlicher Partner sein.“

Für Major Fabian Baerens war der scheidende Berufssoldat „das Herz unserer Batterie oder wie wir in der Truppe manchmal sagen ‚die Mutter der Batterie‘“. Seine Aussage begründete der Batteriechef mit der Feststellung, dass ihn viele Soldatinnen und Soldaten als jemanden erlebt hätten, „der zuhört, der Erfahrungen teilt, der daraus etwas ableitet“. Außerdem hob er Hechts Menschlichkeit hervor.

Haltung, Verlässlichkeit und gelebte Gemeinschaft waren für den Major auch mit die Grundlage für die gelebte Patenschaft, dazu die „Kameradschaft als unser größtes Kaliber“. Diese habe der Oberstabsfeldwebel nicht nur eingefordert, sondern auch vorgelebt. Zusammenfassend nannte der Major den Kameraden „loyales Oberpfälzer Urgestein mit dem Herz am rechten Fleck und der Erfahrung eines kalten Kriegers“.

„Roland, zehn Jahre Spieß, das ist keine Zahl, das ist eine Zeit, in der Generationen von Soldaten durch diese Batterie gegangen sind“, sagte der Major und bezeichnete die Spießkordel als sichtbares Zeichen für Kameradschaft, Haltung und Verlässlichkeit. Diese trägt nun Stabsfeldwebel Jens Oppermann.

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