Knapp 200 Gäste aus Flossenbürg und weiteren Orten hatten sich an dem Abend in der evangelischen Pankratiuskirche eingefunden. Draußen herrschte ungemütliches Wetter, drinnen bestimmten wohlige Wärme und meisterlich vorgetragene Töne das Geschehen. „Kälte und Schnee sind die Studenten aus Minnesota gewohnt“, schmunzelte Pfarrer Herbert Sörgel zum Auftakt. Der US-Staat und die Hamline-Universität sind hoch im Norden, bei den „Großen Seen“ und nahe der kanadischen Grenze zu finden.
Eine Konzert-Tour führte die Studenten nach Europa, unter anderem nach Rothenburg, nach Fürth, nach Salzburg, nach Prag und wegen der guten Kontakte aus zurückliegenden Jahren auch nach Flossenbürg. Abgestimmt war das Repertoire ganz auf Weihnachten. Sörgel stellte klar: „Diese Tage zählen noch zum Weihnachtskreis. Freuen wir uns auf besinnliche und stimmungsvolle Lieder.“
Was anschließend zu hören war, übertraf selbst hoch gesteckte Erwartungen deutlich. 32 junge Leute schufen einfühlsam und mit außergewöhnlich gut geschulten Stimmen eine Atmosphäre, die zu Herzen ging. Unter Leitung von Direktor George S.T. Chu imponierte der Chor mit einer kleinen, aber feinen Auswahl von Weihnachtsliedern. Der Bogen spannte sich von „In the Bleak Midwinter“ über „O Magnum Mysterium“ bis hin zur Ein-Wort-Komposition von Ralph Manuel „Alleluia“.
Eine irische Ballade komplettierte die Vorträge und ohne Zugabe durften die Studenten das Gotteshaus nicht verlassen. Mit „Stille Nacht“, in deutscher Sprache gesungen, setzten sie einen weiteren Glanz- und Höhepunkt. Chu blieb es vorbehalten, das Konzert endgültig zu beenden. Zu seinem Solovortrag „Somewhere over the Rainbow“ summte das hellauf begeisterte Publikum mit. Auch den Dienstag verbrachte die Gruppe noch in Flossenbürg. Sie sah sich im Ort und in der KZ-Gedenkstätte um.



















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