10.06.2019 - 11:44 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Zusammenarbeit im Gemeinderat zeigt Früchte

„Das zeigt, dass etwas gut wird, wenn man aufeinander zugeht“, lobt ein Bürger die überparteiliche Zusammenarbeit des Gemeinderates bei der Sanierung der Birkenstraße 9. Noch vor der Sommerpause soll ein Planungsbüro beauftragt werden.

Die Sanierung des Mehrfamilienhauses in der Birkenstraße 9 kommt voran; noch vor der Sommerpause soll ein Planungsbüro beauftragt werden.
von Gabi EichlProfil

Bürgermeister Thomas Meiler hatte die Zuhörer informiert, dass der Umbau des verfallenen Mehrfamilienhauses in zeitgemäße Sozialwohnungen nun in Gang komme. Um keine Zeit zu verlieren, soll nun so schnell wie möglich ein Büro mit der Planung beauftragt werden. Mit einer Fertigstellung sei jedoch nicht vor Frühjahr 2021 zu rechnen. Der CSU-Sprecher Peter Schmidt sagte, seine Fraktion freue sich sehr, dass die Sanierung nun in Angriff genommen werde. „Das ist ein großer Gewinn für die Gemeinde.“ Immerhin würden dadurch mindestens sechs bezahlbare Wohnungen geschaffen. Ähnlich äußerte sich der SPD-Sprecher Roman Schell.

Weiter voran geht es auch mit der Sanierung der Schulsportanlage. Nach der Vergabe der Gewerke in der Mai-Sitzung schob der Gemeinderat jetzt noch zwei weitere Aufträge nach, mit denen teilweise nicht gerechnet worden war, die den Kostenrahmen den Worten Bürgermeister Meilers zufolge jedoch nicht sprengen. Eine Kanalbefahrung hat gezeigt, dass etwa von der Mitte des Sportplatzes an die vorhandenen Drainage-Leitungen dicht sind. Die Kosten für die Grabarbeiten und die Verlegung in Höhe von nicht ganz 21.000 Euro sind bereits in der Gesamtkostenberechnung von etwa 400.000 Euro enthalten. Nicht enthalten ist der Einbau einer Zisterne für knapp 14.000 Euro, durch den jedoch die Beregnungsanlage günstiger wird.

Die Zisterne, ein gebrauchter 80-Kubikmeter-Tank, der unter die nicht mehr benutzte Kugelstoßanlage eingebaut wird, dient als Wasserreservoir der automatischen Beregnungsanlage. Die Anlage braucht etwa 60 Kubikmeter Wasser zur Bewässerung des gesamten Sportplatzes; holte sich die Anlage diese Wassermenge allein aus dem Rohrleitungsnetz, fiele der Druck so sehr, dass Anlieger rund um den Sportplatz möglicherweise nicht mehr duschen könnten, sagte Meiler. Daher die Notwendigkeit der Zisterne, die sich langsam befülle, ohne das Leitungsnetz zu belasten; überdies sei auch eine Befüllung mit Regenwasser möglich.

Der Glasfaser-Anschluss für die Schule ist in das entsprechende Förderprogramm aufgenommen; nach einer ersten Schätzung kommen laut Meiler auf die Gemeinde Kosten von etwa 12.000 Euro zu, die übrigen 80 Prozent der Herstellungskosten würden gefördert. Der Anschluss wird nun ausgeschrieben, wobei die Ausschreibung nur eine Formsache ist, da allein die Telekom in der Gegend diesen Ausbau anbietet.

Den vorliegenden Bauanträgen hat der Gemeinderat sein Einvernehmen erteilt. Ein Bauantrag stammt von der Gemeinde selbst; im Rahmen der Sanierung des Mehrfamilienhauses in der Flosser Straße 6 muss der geplante Schuppen aus Brandschutzgründen etwas verkleinert werden, das und die Anlage der Parkplätze hat einen Änderungsantrag notwendig gemacht.

Für den Anbau an ein Einfamilienhaus am Kapellenberg wird eine geringfügige Überschreitung der Bebauungsgrenzen genehmigt.

Zugestimmt hat der Gemeinderat auch der unbefristeten Verlängerung zum Weiterbetrieb einer Weiheranlage.

Die Satzung des noch zu gründenden Vereins „Naturparkland Oberpfälzer Wald“, eine Fortentwicklung des früheren Zusammenschlusses „Elf Freunde“, hat der Gemeinderat übereinstimmend gebilligt.

Andrea Egner (SPD) sprach der Gemeindebücherei ein großes Lob aus, die Leiterinnen leisteten hervorragende Arbeit, sagte sie. Der Bürgermeister bekräftigte: „Wir haben eine tolle Bücherei für so eine kleine Gemeinde.“

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