27.01.2020 - 19:12 Uhr
Fockenfeld bei KonnersreuthOberpfalz

„Franz von Sales hat dem Evangelium ein Gesicht gegeben“

Regensburgs Weihbischof Reinhard Pappenberger predigte beim Patronatsfest in Fockenfeld – Franz von Sales der Gentleman unter den Heiligen

Standen gemeinsam beim Franz von Sales-Fest am Altar, mit dabei waren (von links) Pater John Gali, Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr, Weihbischof Reinhard Pappenberger, Pater Friedhelm Czinczoll, Dekan Dr. Thomas Vogl und Pfarrer Christian Preitschaft.
von Josef RosnerProfil

Das traditionelle Franz-von-Sales-Fest wurde am Freitag in der Hauskapelle in Fockenfeld gefeiert. Zu Gast war der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger, der einst selbst in Fockenfeld die Schulbank gedrückt und dort 1979 das Abitur gemacht hat.

"Franz von Sales war ein Kirchenlehrer, er hat dem Evangelium ein Gesicht gegeben", sagte der gebürtige Grafenwöhrer in seiner Predigt. Musikalisch wurde der Festgottesdienst von Schülern des Hauses umrahmt, die musikalische Leitung hatte Brigitte Kreuzer.

Der Hausobere, Bruder Markus Adelt, hieß dazu viele Gläubige aus der ganzen Region willkommen. Unter den Gästen waren auch Landrat Wolfgang Lippert, der Konnersreuther Bürgermeister Max Bindl sowie Ministerialbeauftragter Franz X. Huber, zuständig für die Gymnasien in der Oberpfalz. Ein weiterer Gruß galt Äbtissin Laetitia Fech sowie den Schwestern der Klöster Waldsassen und Konnersreuth.

"Machen wir uns auf den Weg"

Neben Weihbischof Pappenberger standen noch Dekan Dr. Thomas Vogl, der Konnersreuther Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr, Pfarrer Benedikt Voss (Regensburg), Pfarrer Christian Preitschaft (Gebenbach) sowie die Patres Hans Junker, Friedhelm Czinczoll, John Gali und Klaus Kniffki (St. Peter Tirschenreuth) am Altar. In seiner recht theologisch gehaltenen Predigt würdigte der Weihbischof das Wirken des heiligen Franz von Sales. Pappenberger machte darauf aufmerksam, dass jeder Mensch den Anspruch habe, heilig zu werden. "Machen wir uns deshalb auf den Weg und bleiben ganz nah bei Gott."

Franz von Sales habe zu Lebzeiten viele Ordensgemeinschaften gegründet. Pappenberger würdigte ihn als einen Heiligen, der dem Evangelium ein Gesicht gegeben habe. Franz von Sales habe sich durch seine Güte und Freundlichkeit ausgezeichnet. "Er ist der Gentleman unter den Heiligen, hat Pater Karl Schacherl einmal gesagt", so Pappenberger.

Der Weihbischof erinnerte auch an seine eigene vierjährige Zeit in Fockenfeld von 1975 bis 1979. Schon damals sei ihm der Ordenspatron ans Herz gewachsen. In der Predigt sagte Pappenberger: "Franz von Sales hat an die Gottwerdung geglaubt und danach gelebt. Wir alle sind berufen, in die Liebe Gottes hineinzuwachsen." Zum Schluss seiner Predigt erinnerte Pappenberger daran, dass im Sommer mit der Spätberufenenschule Fockenfeld Schluss sein wird. "Wir brauchen ein Wort des Trostes, aber richten wir auch den Blick auf das Kommende. Schauen wir nach vorne, Jesus geht uns voraus."

Besinnungstage hier verbracht

Pappenberger erinnerte sich auch an die Besinnungstage, die er in Fockenfeld kurz vor seiner Bischofsweihe 2007 verbracht hatte. "Ich habe mir damals hier Zuversicht und Mut geholt. Ich wünsche euch allen Trost und Mut für die Zukunft."

Enttäuscht wurden alle, die gehofft hatten, etwas über die künftige Verwendung des Hauses zu erfahren. Die Verantwortlichen gaben sich bedeckt und verwiesen auf die Provinzleitung in Wien.

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