02.02.2020 - 10:45 Uhr
Frankenreuth bei WaidhausOberpfalz

Von Flaute nichts mehr zu spüren

Nach dem Motto "je voller, desto toller“ liefert der Schützenverein innerhalb einer Woche einen zweiten Faschingsball der Superlative ab.

Vollends begeistert verfolgt die riesige Besucherschar den glanzvollen Auftritt der Pleysteiner Prinzengarde inmitten eines enorm erfolgreichen Damenballs.
von Josef ForsterProfil

Berauschend ging am Freitagabend der Damenball der „Enzian“-Schützen über die Bühne. Ein zum Bersten gefülltes Schützenhaus zeugte eindrucksvoll von der Feierwut der unglaublich vielen Besucher. Das hielt bis in die Morgenstunden an.

Kaum jemand aus Reihen der Organisatoren wollte sich noch an die Flauten des Damenballs in früheren Jahren erinnern. Dabei stand die stets am „Naschn Pfinsta“ etablierte Faschingsveranstaltung einst mehr als auf der Kippe. Mit Gästezahlen unter 100 Personen ließ sich das Ereignis nicht am Leben halten.

Tosender Applaus begleitet die energiegeladene Premiere der Pleysteiner Prinzengarde auf engstem Raum beim Damenball der "Enzian"-Schützen.

Noch unter Schützenmeister Jakob Kals gaben die Organisatoren ihrem zweiten Ball dennoch eine zweite Chance. Einig war sich das gesamte Gremium, vom angestammten Termin wegzugehen. Den massiven Besucherschwund führten die Macher überwiegend auf die zunehmende Beliebtheit des Faschingstreibens am Unsinnigen Donnerstag in der Nachbargemeinde Moosbach zurück. Bei der Suche nach einem neuen Termin achteten die Vorbereiter deshalb penibel darauf, ein erneutes Zusammentreffen mit anderen Ereignissen im Grenzgebiet zu vermeiden. Darüber hinaus sollte es künftig immer ein Freitag sein.

Gesagt, getan – und schon beim ersten Versuch verdoppelte sich die Besucherzahl im Vergleich zu 2018. Was aber nun am Freitagabend ablief, übertraf alle Erwartungen des Schützenmeisteramts: Alles hatte sich in Schale geworfen, kam beizeiten und blieb enorm lange. Die eindringliche Aufforderung an alle männlichen Besucher, sich gleichfalls maskieren zu müssen, um eingelassen werden, geriet zum sprichwörtlichen i-Tüpferl.

Vorgesorgt hatte überdies zweiter Schützenmeister Karlheinz Hagner. Um sich nicht erneut der Gefahr auszusetzen, plötzlich unverhofft im Mittelpunkt zu stehen, kontrollierte der Jugendwart die Deckendekoration auf ihre Haltbarkeit. Dadurch konnte er sich ganz auf die Moderation konzentrieren.

Um dem Charakter des Damenballs gerecht zu werden schlüpfen die jungen Herren in großer Zahl in weibliche Gewänder.

Dankesworte an die starken Abordnungen aus der Waidhauser Vereinswelt fehlten dabei ebenso wenig, wie an die Gruppen der Schützenvereine aus dem Grenzgau Vohenstrauß. Ein Freischnaps war jedem Gast außerdem sicher. Riesig freute sich Hagner über die Kostümierung aller Ballbesucher. Überaus bunt und kreativ wuselte es im ganzen Saal.

Starker Andrang auf dem Tanzparkett zeugte von der ausgelassenen Fröhlichkeit der Gäste. Nicht minder machten die Zuschauer an den Tischen mit, obwohl hier alles dicht an dicht saß. Die Musikauswahl des Trios „d‘ Hogga“ gefiel allerorten. Auch die Kapelle verschloss sich den organisatorischen Neuerungen nicht und machte nach den Tiefschlägen trotzdem weiter mit.

In der Stunde vor Mitternacht rückte die Pleysteiner Prinzengarde in den Mittelpunkt. Mit fetzigen Tänzen verwandelte sie den Saal in ein Tollhaus. Hagner lobte vor einer Zugabe von ganzem Herzen: „Das war eine der besten Shows, die ihr hier bei uns jemals abgeliefert habt.“

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