Es war bewundernswert, mit welch geistiger Frische Elisabeth Wittmann, die Steffelbäuerin, 90. Geburtstag feierte. „Mit 90 Jahren muss man schon noch stehen können“, meinte sie selbstbewusst, als ihr Schwiegertochter Angela am Jubeltag einen Stuhl anbietet.
Seit fast 63 Jahren ist die ruhige, ausgeglichene und gelassene Frau die Bäuerin am Steffelbauernhof in Frankenrieth. Im Januar 1958 hat sie in der Klosterkapelle in Pleystein ihren Mann Josef Wittmann geheiratet, so musste das Adelbauernmädl (geborene Stahl) nur einen Steinwurf von ihrem Geburtshaus auf die andere Straßenseite des Dorfes wechseln. „Bei der Hochzeit war es ganz schön kalt“, erinnert sie sich. Leider ist ihr Ehemann Josef vor 19 Jahren verstorben.
Geboren und aufgewachsen ist sie als Viertes von insgesamt sechs Mädchen und zwei Buben in ihrem Heimatdorf. Sie ging in Lennesrieth unter anderem bei Lehrer Silvester Schwertsik zur Schule und besuchte auch die Hauswirtschaftsschule in Weiden. Mit ihrem Ehemann betrieb sie die Landwirtschaft.
Coronabedingt stellten am runden Geburtstag viele Freunde und auch Dorfbewohner ihre Geschenke vor die Haustür, schickten der beliebten Frau über den Gartenzaun ihre Glückwünsche und trällerten aus der Ferne ein Geburtstagslied.
Die Kinder Georg, Elisabeth, Hildegard und Gabriele gratulierten ebenso wie die insgesamt elf Enkel und selbstverständlich die beiden Urenkel Fabian und Konstantin. Das „Geburtstagskind“ ist ein zentraler Anlaufpunkt für die ganze Großfamilie. Mit einer unglaublichen Fitness strickt sie die beliebten „Frankenriether Wollsocken“. Rätselhefte, Romane und die Tageszeitung gehören zu ihren tägliche Lektüren.
Mit entsprechendem Abstand gratulierten auch Bürgermeister Josef Beimler sowie für den Katholischen Frauenbund Martina Bodensteiner aus Lennesrieth. Pfarrer Norbert Götz und Pfarrgemeinderats-Sprecherin Birgit Bergmann (Haselranken) wünschten Gottes Segen.













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