04.05.2020 - 13:48 Uhr
FreihungOberpfalz

Freihung: Schandfleck bald verschwunden

Der Schandfleck mit den Ruinen der ehemaligen Firma Terranova Edelputze an der Industriestraße soll bald beseitigt werden. Der Marktgemeinderat gab für die nächsten planerischen Schritte einer PV-Vertriebsfirma aus Regen grünes Licht.

Ein Schandfleck an der Freihunger Industriestraße ist das heruntergekommene Gelände der ehemaligen Firma Terranova Edelputze. Bis auf eine Halle werden alle Gebäude und Gebäudereste abgerissen, um dort Platz für eine große Photovoltaik-Anlage zu schaffen.
von uscProfil

Im kommenden Jahr will das Unternehmen mit Rodungen und anderen Aufräumungsarbeiten beginnen, lautete die Information in der letzten Tagung der alten Sitzungsperiode. In einem zweiten Bauabschnitt von 2023 bis 2026 soll das Areal für den Einbau einer großen Photovoltaik-Anlage fertig sein. Allein Gebäudeabbruch und Entsorgung kosten laut Planer etwa 1,7 Millionen Euro.

Der Marktgemeinderat hatte im Dezember 2019 den notwendigen Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungs- und Grünordnungsplan „Sondergebiet PV-Anlage – Industriestraße“ gefasst. Der Aufstellungsbeschluss war mit der Auflage ergangen, dass auf den betroffenen Grundstücken die baufälligen Gebäude abgebrochen werden und der anfallende Bauschutt ordnungsgemäß entsorgt wird. Mit dem Vorhabensträger ist ein Durchführungsvertrag abzuschließen, hatte der Marktgemeinderat festgelegt. Sämtliche Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung des Aufstellungsbeschlusses hat der Bauherr zu übernehmen. Dieser will in absehbarer Zeit das Areal kaufen.

Beratender Ingenieur Christian Costa legte dem Gemeinderat nun Details der Planung vor. Demnach ist es schwierig, das Vorhaben in einem Stück umzusetzen. Deshalb geht man in zwei Abschnitten vor. Als erster Schritt erfolgen laut Costa ab dem Frühjahr Rodungen für die Freiflächenanlagen. Im zweiten Schritt will der Bauherr nicht mehr nutzbare Gebäude und Ruinen abreißen, eines der größeren Industriegebäude aber sanieren und auf dessen Dach eine PV-Anlage installieren.

Nach Angaben von Costa rechnet die Firma PV-Vertrieb Regen mit Kosten von 1,7 Millionen Euro für Abbruch und Entsorgung. Für jedes einzelne Fragment sei eine Untersuchung notwendig. Bodenproben seien für das Vorhaben noch nicht vorgenommen worden. Die Kosten dafür seien in der genannten Summe aber schon enthalten. Nach Aussagen der Gemeinde steht schon fest, dass ein Teil des Areals mit Altlasten wie Blei und Edelputzen kontaminiert ist und nicht überbaut werden darf. Das gesamte Vorhaben ist laut Gemeinde mit einem Durchführungsvertrag zu regeln.

„Für die Gemeinde ist es wichtig, dass die hässlichen Ruinen verschwinden. Wenn man da mit dem Zug vorbeifährt, ist das kein schöner Anblick“, befand Bürgermeister Norbert Bücherl. Er sei froh, wenn das brachliegende Areal wieder genutzt werde und die eine Halle erhalten werden könne. Der Gemeinderat billigte einstimmig die Vorgehensweise in zwei Bauabschnitten.

Die Arbeiten für die erste Erweiterung des Bebauungsgebiets „An der Siedlung“ in Thansüß vergab der Gemeinderat an die Weidener Hoch- und Tiefbaufirma Scharnagl, die mit 615 989 Euro das günstigste Angebot unterbreitet hatte. Die Arbeiten sind bis Ende des Jahres auszuführen, informierte Verwaltungsleiter Max Heindl. Da die Telekom kein Interesse an der Verlegung eines Glasfasernetzes in Thansüß hat, werde wohl die Firma Jobst DSL die Versorgung übernehmen, hieß es in der Sitzung. Es könne sein, dass diese Firma die Kosten für die Verlegung der Lehrrohre übernimmt, sagte Heindl.

Formsache war die Zustimmung zu einem Antrag auf Bau eines Einfamilienhauses im Ölhofweg 3 in Großschönbrunn und zur Widmung des neu errichteten kombinierten Geh- und Radweges entlang der Gemeindeverbindungsstraße in Freihungsand.

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