20.01.2020 - 11:40 Uhr
FreihungOberpfalz

Gemeinderat Freihung beschließt Dorferneuerung für Großschönbrunn

Vor gut zehn Jahren ist erstmals eine Dorferneuerung für Großschönbrunn Thema gewesen. Nun liegen dem Marktgemeinderat Freihung sechs Angebote für diese 1,6-Millionen-Euro-Maßnahme vor, den Zuschlag erhält die Firma Englhard aus Amberg.

Dieser Blick auf den Dorfplatz in Großschönbrunn wird der Vergangenheit angehören, wenn mit der Dorferneuerung Großschönbrunn mit einem Aufwand von fast 1.6 Millionen Euro die Ortsmitte neu gestaltet wird.
von Autor GFRProfil

Seit 18 Jahren sei er nun Bürgermeister in Freihung, meinte Bürgermeister Norbert Bücherl bei der Sitzung. Und in dieser Zeit habe er in der Marktgemeinde schon zahlreiche Dorferneuerungen abgewickelt. Während der Planungsphase sei man bei einigen Ortsbegehungen auf die Bürger von Großschönbrunn zugegangen und hätte einige Wünsche auch in die Dorferneuerung einfließen lassen.

Dem mit der Ausschreibung beauftragten Ingenieurbüro Schönberger aus Seugast lagen nun sechs Angebote vor. Das günstigste hatte das Bauunternehmen Englhard abgegeben, erklärte Diplom-Ingenieur Reiner Schönberger. Einstimmig vergab der Marktgemeinderat die Dorferneuerung Großschönbrunn an diese Firma. Einig war sich das Gremium auch darüber, dass die Bewohner von Großschönbrunn vor Beginn der Baumaßnahmen zu Info-Veranstaltungen über die Dorferneuerung eingeladen werden.

Die Gemeindeverbindungsstraße von Freihung nach Freihungsand wird ausgebaut, der Radweg umgeleitet, die Planung endet auf Höhe des Verwaltungsgebäudes der Strobel Quarzsand. Beim Ausbau müssten Belange der Bahn berücksichtigt werden, sagte Heinrich Schwirzer, der auch betonte, dass eine Straßenbeleuchtung auf diesem wenig frequentierten Gehweg auf eine Anwohnerforderung zurückgehe. Dem Antrag der Strobel Quarzsand GmbH auf Errichtung eines Betriebsgebäudes mit einer Abwasserfilteranlage in der Gemarkung Gressenwöhr erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen. Der Bauantrag wird nun der Regierung von Oberfranken vorgelegt, die für die bergrechtliche Genehmigung zuständig ist.

Die Helfer vor Ort aus Kaltenbrunn haben bei der Marktgemeinde Freihung um einen Zuschuss für die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs im Wert von fast 30 000 Euro nachgesucht, da das derzeitige Einsatzfahrzeug wohl nicht mehr durch die nächsten TÜV-Prüfung zu bringen sei. Norbert Bücherl meinte, dass die Gemeinde wohl 1000 Euro gewähren könne. Zweiter Bürgermeister Helmut Klier plädierte für 2500 Euro, denn die Helfer vor Ort aus Kaltenbrunn seien häufig im Bereich der Marktgemeinde Freihung im Einsatz, kämen meist als Erste zu Un- oder Notfällen. "Dieser Einsatz sollte uns 2500 Euro wert sein", sagte Klier, er erhielt dafür die Unterstützung weiterer Gemeinderäte, die schließlich einstimmig einen Zuschuss in dieser Höhe genehmigten.

Ohne Gegenstimme wurde auch der Satzungsbeschluss für die Aufstellung eines Bebauungs- und Grünordnungsplans für das Baugebiet Brunnenstraße in Thansüß verabschiedet. Verwaltungsleiter Maximilian Heindl informierte den Gemeinderat über die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange, die der Gemeinderat zur Kenntnis nahm und die, soweit erforderlich, vom Planer Heinrich Schwirzer in den Bebauungsplan mit eingearbeitet werden. Das Bergamt Nordbayern hatte auf „alten Bergbau“ und das eventuelle Vorhandensein nicht risskundiger Grubenbaue hingewiesen, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf die landwirtschaftliche Nutzung angrenzenden Felder, auch werde es erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Erntezeit geben. Gegen die Errichtung von Sockel hatte sich der Bund Naturschutz Bayern ausgesprochen., jedoch wandte Heinrich Schwirzer ein, dass in angrenzenden Grundstücken bereits Sockel verbaut seien. Im Sinne einer Gleichbehandlung werde die Marktgemeinde nur empfehlen, keine Sockel zu errichten.

Der Marktgemeinderat Freihung beschloss einstimmig, die örtlichen Vereine mit 5644 Euro zu fördern.

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