14.09.2018 - 13:52 Uhr
FreihungOberpfalz

Grünes Licht für "Freie Bergwerksarena"

Der Marktgemeinderat Freihung will die letzte Finanzierungschance durch EU-Fördermittel nicht verpassen, Das Gremium geht nun konkret die Umgestaltung der ehemaligen Tennisanlage in eine Begegnungsstätte an.

Die ehemalige Freihunger Tennisanlage wird nach Beschluss des Marktgemeinderats in den Kommunikations- und Begegnungsplatz für Jung und Alt umgebaut und „Freie Bergwerksarena“ heißen.

Schon am Dienstag, 2. Oktober, entscheidet das LAG-Management des Landkreises über die Bereitstellung von EU-Leader-Mitteln. Einen Namen hat die Gemeinde für den neuen Kommunikations- und Begegnungsplatz bereits: Freie Bergwerksarena. Sie soll Freiraum für Jung und Alt bieten. Mit im Boot sind bei der Neugestaltung neben dem Besitzer der Anlage, der Marktgemeinde, auch der FC Freihung und der RV Eintracht Elbart. Den Gesamtaufwand gibt die Gemeinde mit 126.378 Euro an. Auf die Kommune kommen Belastungen in Höhe von 41.974 Euro zu.

Momentan befindet sich die Anlage in einem unerfreulichen Zustand. Die Tennisfelder sind verwildert, Wildwuchs macht sich breit und es sprießen bereits kleine Bäume auf dem ehemaligen Sportgelände. Wie Bürgermeister Norbert Bücherl in der Sitzung des Marktgemeinderats berichtete, beschäftige man sich schon seit zwei Jahren mit diesem Projekt.

Kurzer Blick zurück: Die Anlage hat der Tennisclub Freihung in den 1980er-Jahren im Zuge des Becker- und Graf-Booms auf dem gemeindeeigenen Grundstück errichtet und auch bis zur Vereinsauflösung im Jahr 2011 betrieben. Danach ging die Verantwortung für das gesamte Gelände mit dem ehemaligen Tennisheim an den Markt Freihung als Eigentümer zurück. Derzeit nutzt der FC Freihung und dessen Förderverein als Pächter der Anlage das Gebäude als kleinen Gastronomiebetrieb, in dem sich beispielsweise freitags die Schafkopfer der Ortschaft treffen.

Von dem Projekt verspricht sich die Gemeinde eine Erhöhung ihrer Attraktivität, hat aber auch die Integration der US-Bürger und Asylbewerber mit im Blick. Die Anlage soll auch eine Kompensation für den aufgelassenen Spielplatz werden und besonders die Jugend ansprechen. Die Umbaupläne sehen einen Mehrgenerationenspielplatz, ein Soccerfeld und später auch noch ein Beachvolleyballfeld vor. Dieses soll jedoch in Eigeninitiative entstehen.

Der Marktgemeinderat geht von einem Gesamtaufwand von 126.378 Euro aus. Vom LAG-Management des Landkreises erhofft man sich einen Zuschuss in Höhe von 62.004 Euro. FC Freihung und RV Eintracht Elbart sicherten Eigenleistungen zu, der FC Freihung darüber hinaus eine Spende bis zu 5000 Euro, so dass die Gemeindebelastung bei 41.974 Euro liegen dürfte.

Nach Genehmigung durch das LAG-Management wird die Gemeinde eine Projektgruppe unter Einbindung der Vereine, Jugendlichen und Senioren sowie mit Beteiligung des beauftragten Architekten zur Konkretisierung der Baumaßnahme bilden. Wie in der Gemeinderatssitzung zu hören war, rechnet man mit einem gewissen Spendenaufkommen. Das Gremium schloss sich den Empfehlungen des Bauausschusses an und befürwortete einstimmig einen Zuschussantrag an das LAG-Management des Landkreises.

Nicht einig war sich der Gremium hingegen, was den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße nach Konradinsgrund anbelangt. Bei der Sanierung in drei Abschnitten müsse die Straße auch etwas verbreitert werden, berichtete der Bürgermeister. Heinrich Schwirzer (CSU) brachte Bedenken vor, denn seiner Meinung nach ist der Zustand für eine Gemeindeverbindungsstraße „gar nicht so schlecht“. Dem hielt der Bürgermeister entgegen, dass die Straße für größere Fahrzeuge zu schmal sei. Reinhard Seidl (FW) machte darauf aufmerksam, dass sich die Trasse nach einer Seite hin neige. Seinem Wissen nach gibt es konkrete Probleme im Winter mit dem Milchfahrzeug. Helmut Klier (FW) befürchtet, dass die Gemeinde für den Fall, dass der Milchwagen umkippt, in Regress genommen werden könnte. Der Vollerwerbslandwirt dort sei auf die Straße angewiesen, erläuterte der Bürgermeister. Dies sei auch der Grund, dass man beim Amt für Ländliche Entwicklung den vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantrage. Der Gemeinderat votierte gegen fünf Stimmen der CSU für die Baumaßnahme.

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