17.05.2020 - 10:46 Uhr
FreihungOberpfalz

Klaus Siegert und Johannes Ott die Stellvertreter von Freihungs Bürgermeister Uwe König

An der Spitze der Marktgemeinde Freihung stehen drei neue Bürgermeister. Stellvertreter von Marktoberhaupt Uwe König (Freie Wähler) sind künftig Klaus Siegert (CSU) und Johannes Ott (SPD).

Ein neues Trio steht an der Spitze der Marktgemeinde Freihung (von links): Zweiter Bürgermeister Klaus Siegert, Bürgermeister Uwe König mit Ehefrau Monika, Dritter Bürgermeister Johannes Ott und Amtsrat Max Heindl.
von Siegfried BockProfil
Die neuen Markträte werden vereidigt (von links): Moritz Lobenhofer, Sebastian Weiß, Stefan Blind, Thomas Macke, Oliver Schmidt und Christian Wiesneth.

Elf Zuhörer verfolgten die konstituierende Sitzung im Gemeindezentrum. Bürgermeister Uwe König stellte nach einem Gedenken für Otto Schönberger („er hat sich um die Marktgemeinde verdient gemacht“) und einer beeindruckenden Antrittsrede die Weichen für ein ihm wichtiges parteiübergreifendes Miteinander, indem er beide Stellvertreter vorschlug.

„Alterspräsident“ Heinrich Müller nahm dem neuen Oberhaupt den Amtseid ab. Er wünschte ihm eine glückliche Hand und empfahl dem Kollegium: „Nicht alles so ernst nehmen, auch Humor zeigen, dann wird die Arbeit harmonischer.“ Auch Geschäftsleiter Max Heindl gratulierte seinem neuen Chef und erwiderte den Wunsch nach guter Zusammenarbeit. Königs erste Amtshandlung war die Vereidigung der neuen Ratsmitglieder Stefan Blind, Thomas Macke, Sebastian Weiß (alle CSU), Oliver Schmidt, Christian Wiesneth (beide FW) und Moritz Lobenhofer (SPD).

Das Plenum plädierte einmütig für zwei weitere Bürgermeister. König schlug als Zweiten Bürgermeister seinen am 29. März in der Stichwahl unterlegenen Konkurrenten Klaus Siegert (CSU) vor. Auf ihn entfielen 14 Stimmen, eine Stimme erhielt Reinhard Seidl. Ebenfalls 14 Stimmen bekam Johannes Ott (SPD) als neuer Dritter Bürgermeister; ein Stimmzettel trug den Namen Oliver Schmidt. Danach sprachen die beiden Vize die Eidesformel. Ohne Gegenstimme wurden als weitere Vertreter Erika Urban (CSU), übrigens die einzige Frau im Gremium, und Heinrich Müller (FW) benannt. Fraktionssprecher bleiben für die CSU Helmut Wurzelbacher, für die FW Reinhard Seidl und für die SPD Johannes Ott.

Hinsichtlich der Anzahl der Ausschüsse gingen die Meinungen auseinander. Einigkeit herrschte lediglich über die Erweiterung des Umwelt- und Energieausschusses um die Landwirtschaft. Nach längerer Diskussion fand der Vorschlag von Bürgermeister König, den Jugend- mit dem Familien- und Kindergartenausschuss zusammenzulegen, Zustimmung. Neue Bedeutung bekommt in dieser schwierigen Zeit laut König der Ferienausschuss, der nur im absoluten Notfall tagen soll. Diese Einrichtung wurde mit 10:5 Stimmen angenommen.

Ohne Gegenstimme billigte das Gremium den Vorschlag der Verwaltung, für die Besetzung der Ausschüsse das Hare-Niemeyer-Verfahren anzuwenden. Die CSU erhält drei Sitze, die FW zwei, die SPD einen Sitz. Oskar Götz wünschte die Verlegung des Sitzungstags auf Mittwoch, „dann hat man nach der Fraktionssitzung einen Tag dazwischen“. Dies stieß mit 3:12 Stimmen auf Ablehnung. Es bleibt wie bisher: Montag Fraktionssitzung, Dienstag Gemeinderatssitzung. Informationen sollen bis Donnerstag vorher bereit gestellt werden. Mit 13:2 wurde dies befürwortet. "Sie bringen nicht nur eine erhebliche Verjüngung, sondern sicher viel neue Energie und Ideen mit“, sagte Bürgermeister Uwe König bei der Vereidigung der sechs neuen Marktgemeinderäte Moritz Lobenhofer, Sebastian Weiß, Stefan Blind, Thomas Macke, Oliver Schmidt und Christian Wiesneth.

„Nach 28 Jahren in meinem Traumjob bin ich jetzt bei meinem richtigen Traumjob gelandet. Ich darf in der Marktgemeinde wirken, für die Menschen tätig sein und mit ihnen zusammenarbeiten, die das gleiche Ziel verfolgen, nämlich die Marktgemeinde in den nächsten sechs Jahren mit Herz vorwärts zu bringen und noch lebens- und liebenswerter zu machen“, betonte Bürgermeister Uwe König in seiner Antrittsrede.

Miteinander und Respekt würden bei ihm großgeschrieben, auf gut oberpfälzisch: „Mitn Redn mach mas as“, so König. Die parteiübergreifende Zusammenarbeit und die Meinungs- und Ortsvielfalt im Marktrat sei ihm wichtig. „Wir stehen vor großen Herausforderungen durch die neu hinzugekommenen Auswirkungen von Covid-19. Diese haben wir bisher mit viel Eigeninitiative und Einsatz bravourös gemeistert.“ Seine nächsten drei Monate seien vom Einarbeiten geprägt. Dennoch wolle er von Anfang an ein Zeichen setzen, dass die Bürger im Mittelpunkt stehen und ab Donnerstag, 28. Mai, 15.30 Uhr, mit der Bürgersprechstunde beginnen.

Zudem sei er bei der Dorferneuerung in Großschönbrunn gemeinsam mit Klaus Siegert regelmäßig vor Ort. „Wir konnten bereits die erste Verbesserung erreichen“, stellte er fest. Generell sei bei den Ausschüssen geplant, beratende Mitglieder aus der Marktgemeinde mit einzuladen, kündigte König an. Er stelle sich eine intensivere Arbeit in den Ausschüssen vor, um besser auf die Belange von Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren eingehen zu können.

Weil die Themen Bauplätze und Gewerbegebiete von zentraler Bedeutung seien, erklärte König den Grundstückserwerb zur Chefsache. Namentlich dankte der Bürgermeister den ausgeschiedenen Amtsträgern für Engagement, Ideen und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

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