Freihung
17.06.2018 - 09:46 Uhr

Milchtankstelle macht Schule

Auf dem Bauernhof von Bettina und Konrad Reil in Freihung, direkt an der Staatsstraße 2166 gelgen, gibt es jetzt eine Milchtankstelle. Dies ist für die erste und zweite Klasse der Josef-Voit-Grundschule ein Anlass, den Hof zu besuchen.

Die Freihunger Mädchen und Jungen verbringen ein paar Stunden auf dem Bauernhof der Familie Reil. Mit dabei (hinten, von links): Konrad, Tobias und Bettina Reil sowie die Lehrerinnen Ertl, Böhm und Stubenvoll rab
Die Freihunger Mädchen und Jungen verbringen ein paar Stunden auf dem Bauernhof der Familie Reil. Mit dabei (hinten, von links): Konrad, Tobias und Bettina Reil sowie die Lehrerinnen Ertl, Böhm und Stubenvoll

(rab) Dabei ließen sich die Kinder vom Futter der Kühe bis zur Bedienung der Milchtankstelle alles anschaulich erklären. Nach der Begrüßung zeigte der Landwirt der Gruppe auf der Wiese hinter dem Hof, wie wichtig das Futter für die Kühe ist. Aktuell bekommen die Tiere frisches Gras zu fressen, im Winter werde Silage gefüttert. Im Stall durften die Schüler den Kühen das frische Gras zuschieben. Einige Tiere warteten im Melkstand darauf, gemolken zu werden. Hierbei kamen zahlreiche Fragen auf, die der Sohn, Tobias Reil, Auszubildender auf dem elterlichen Hof, fach- und kindgerecht beantwortete. Eine Kanne der gemolkenen Milch fuhren die Erst- und Zweitklässler in den Kälberstall. Dort wurden die Nuckel-Eimer befüllt und von den Kindern an die Kälbchen verteilt.

Endlich ging es zur Hauptattraktion, der Milchtankstelle, die täglich aus einem großen Edelstahltank gespeist wird. Konrad Reil erläuterte den Kindern, wie der Automat bedient wird, aus dem rund um die Uhr frische Rohmilch gezapft werden kann. Anhand der dort zu lesenden Beschreibung ist dieser Vorgang für jeden Kunden kinderleicht. Dort ist auch zu lesen, wie weiter mit dem Lebensmittel umgegangen werden muss. Jedes der Kinder wollte als erstes eine Ein-Euro-Münze hineinwerfen, um dafür einen Liter Milch in die Glasflasche fließen zu lassen. Wer will, kann sich am Automaten nebenan eine nagelneue, vorgekühlte Flasche kaufen. Dort werden auch Eier angeboten.

Die Familie Reil hatte für die Kinder noch eine anstrengende, aber lohnende Arbeit vorbereitet: das Schütteln von Sahne in Gläsern, bis sie zu Butter und Buttermilch wird. Die selbst hergestellte Butter wurde anschließend bei einer kleinen Brotzeit verspeist. „Mmmh, lecker!“ war da zu hören, überall gab es strahlende Gesichter. An einem künstlichen Euter übten die Mädchen und Buben das Melken – keine leichte Aufgabe. Die Lehrerinnen Stubenvoll, Böhm und Ertl bedankten sich mit den Kinden bei der Landwirtsfamilie für die lehr- und erlebnisreichen Stunden mit einem Geschenk. Nach der Stärkung ging es noch zum Hühnerstall. Hier durften die Kinder die Eier abnehmen und in Schachteln abpacken. Die Fahrt auf einem Bulldog war der krönende Abschluss für die Schüler, bevor es zu Fuß wieder zur Schule zurückging.

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