09.09.2019 - 10:31 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gemeinderat Freudenberg zeigt Herz für Tiere

Grundsätzlich ist der Gemeinderat Freudenberg mit dem Vorschlag des Bürgermeisters einverstanden, die Kooperation mit dem Tierschutzverein Amberg fortzuführen. Sei es doch Pflichtaufgabe der Gemeinde, Fundtiere unterzubringen.

Felix und Edi sind zwei ehemalige Fundtiere, die nach einem Aufenthalt im Tierheim Amberg ein Zuhause in Aschach gefunden haben.
von Alfred SchornerProfil

Eine Alternative vor Ort gibt es nicht. Eine rege Diskussion löste jedoch die finanzielle Beteiligung an der notwendigen Erweiterung des Tierheims und Sanierung des dortigen Hundetrakts mit Gesamtkosten von rund 2,3 Millionen Euro aus. Die Unterhaltskosten für die Anlage sind gesondert durch die Kommunen zu entrichten. Das Gremium zeigte sich bewusst, dass mit einem Pro-Kopf-Beitrag je Einwohner in Höhe von rund 15 Euro zu rechnen ist. Dies rief die Räte auf den Plan, vertraglich ein Mitspracherecht bezüglich der Investitionskosten zu einzufordern.

Bürgermeister Alwin Märkl informierte, dass bei der Bürgermeister-Dienstbesprechung vorgeschlagen worden sei, den Bau des Tierheims federführend von den drei größten Gemeinden, also Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Kümmersbruck, vorantreiben zu lassen. Diese sollten auch die Kosten der Finanzierung zunächst übernehmen und dann auf die verbleibenden Gemeinden umlegen. Ergänzend führte er aus, dass ein seit kurzer Zeit vorliegendes staatliches Förderprogramm für den Bau und die Sanierung von Tierheimen berücksichtigt werden müsste. Des Weiteren sollte der Tierschutzverein die Gemeinde laufend über das Auffinden von Tieren informieren und hierzu in regelmäßigen Abständen eine Statistik vorlegen.

Die Gemeinde Freudenberg erhebt für Tätigkeiten im eigenen Wirkungskreis, die sie in Ausübung von Amtshandlungen vornimmt, Gebühren, die sich nach dem kommunalen Kostenverzeichnis bemessen. Die Verwaltung hat die bestehende Kostensatzung sowie das kommunale Kostenverzeichnis aus dem Jahr 2002 überarbeitet und ergänzt. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf zu. Die Satzung tritt am 1. November 2019 in Kraft.

Kämmerer Richard Zweck hatte bei seinen Recherchen herausgefunden, dass in der Vergangenheit bei gemeinsamer Betrachtung der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung bei Investitionen die geforderte Härteschwelle von 3100 Euro pro Einwohner überschritten worden sei, was eine Förderung ermöglicht. Im Bereich der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung stehen laut Zweck große Investitionen an. Der Gemeinderat genehmigte diese Maßnahmen und die dafür notwendigen Haushaltsmittel.

Einige Kommunen im Landkreis wollen ihre Wanderwege optimieren, aufwerten oder neu ausschildern. Auch in Freudenberg hat es diese Überlegungen bereits gegeben, weshalb Vorgespräche mit beteiligten Institutionen geführt worden sind. Der Gemeinderat beschloss daher, sich an diesem interkommunalen Projekt zu beteiligen. Dabei wird ein professionelles Wanderwegenetz konzipiert.

Peter Göbl (CSU) erläuterte den von seiner Fraktion eingebrachten Antrag auf Übergabe einiger gemeindeeigener Gewässer aus dem Freudenberger Ökoflächenkataster an den Landesbund für Vogelschutz zur optimalen Betreuung. Das Gremium stimmte dem Vorhaben zu und ermächtigte den Bürgermeister, Kontakt mit dem Landesbund aufzunehmen.

Für die Kommunalwahlen am 15. März nächsten Jahres bestellte der Gemeinderat auf Vorschlag von Bürgermeister Märkl den Chef der Hauptverwaltung, Christian Kätzlmeier, zum Wahlleiter und Kämmerer Richard Zweck zu seinem Stellvertreter.

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