15.07.2020 - 10:28 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Heimatpfleger Reinhard Dähne verstorben

Denkmäler waren ihm zeitlebens wichtig. Das führte dazu, dass er selbst Denkmäler in vielen Herzen hat: Der leidenschaftliche Heimatpfleger Reinhard Dähne ist im Alter von 77 Jahren verstorben.

So kannte man Reinhard Dähne (links). Das Bild zeigt ihn beim 90. Geburtstag seiner Mutter Annemarie Markgraf 2012.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Reinhard Dähne war nicht nur Heimatpfleger, sondern auch Heimatliebhaber. Das sieht man an seinem Wohnhaus, dem einstigen Gasthaus zum Roten Ochsen in Freudenberg. Mit der mustergültigen Sanierung hat der Studienrat der Gemeinde ein bauhistorisches Schmuckstück erhalten. Dähne konnte Geschichte zum Leben erwecken. Das wissen nicht nur die Schüler des Amberger Max-Reger-Gymnasiums, sondern auch die Leser der Eisengau-Bände. Dort hat er etliche heimatkundliche Beiträge veröffentlicht - über die Geschichte der Brauerei Märkl, des Leopolddenkmals in Wutschdorf oder der Dorfkapellen von Geiselhof und Schleißdorf etwa.

Dähne gab sein Wissen gerne weiter. Unter anderem als Kulturführer der AOVE. Im September 2005 hat Dähne in der Brauereigaststätte Märkl den Heimat- und Kulturverein mit aus der Taufe gehoben. 2012 würdigte die Gemeinde Freudenberg Dähnes Wirken mit einer öffentlichen Ehrung. Vieles zeichnete ihn aus, eines aber besonders: Dass er als Heimatpfleger nicht der Heimat-Tümelei anhing, sondern weltoffen war und der Gesellschaft bisweilen auch den Spiegel vorhielt. Dähne war einer der wenigen Protestanten in Freudenberg und Wutschdorf, am Freitag, 17. Juli, wird er um 15 Uhr auf dem katholischen Friedhof in Wutschdorf beerdigt. Um den Verstorbenen trauern seine zwei Söhne, seine Tochter und seine Schwester.

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