25.02.2020 - 18:14 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Hippies und Greta beim Freudenberger Fasching

Der Nieselregen am Faschingsdienstag hat den Freudenbergern keinesfalls die Faschingslaune verdorben. Ausgelassen feierten die Narren - erst beim kunterbunten Faschingszug, dann auf der Straße und in den Wirtshäusern.

Wie immer voller Freude dabei: Der Stammtisch, der in den vergangenen Jahren ob seiner Kreativität einige Preise bei der Prämierung der schönsten Gruppen absahnte.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Fröhlichkeit ist Trumpf bei den Maschkerern in Freudenberg. Sowohl bei denen, die im Zug mitmarschieren, als auch bei jenen, die am Straßenrand stehen und sehnsüchtig auf den Bonbonregen warten. Zwar waren es heuer weniger Leute als bei Schönwetter, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Im Zug vorneweg marschiert die fesche Kindergarde des Heimat- und Kulturvereins. "Freudenberg oho", rufen die Kinder den Schaulustigen zu - und auch die geizen nicht mit "Helau"-Rufen.

Hier gibt's die Bilder zum Faschingszug in Freudenberg

Das Kinderprinzenpaar, Leonie I. und Noel I., belässt es nicht beim royalen Winken, sondern bringt sehr großzügig Süßigkeiten unters Volk. "Bulldogfahrer sucht Mitfahrerin": Das scheint die Antwort der Landjugend auf den Bachelor zu sein, der sein Soulmate sucht. Die Haute Volée nimmt sich der archäologischen Funde am Schlossberg an: Schlossherr sucht Bauplatz. Das Wirtshaussterben wird ebenso thematisiert wie der Klimawandel, wobei der Vorschlag der Klimaretter nicht Fridays-for-Future-Aktivistin Greta verunglimpfen, sondern pragmatisch gegen die Erderwärmung vorgehen will: Kühlschränke auf, damit es kühler wird.

Auswärtige Garden wie die Narrhalla Haselmühl und die Kindergarde Hirschau, aber auch die Tanzgruppe Spotlight aus Neukirchen reihen sich ebenso in den Zug ein wie die Lokalmatadoren. Aus Vilseck ist eine Hippie-Truppe gekommen, um Flowerpower in Freimberch zu verströmen. Kult-Status beim Freudenberger Faschingszug genießt Moderator Andreas "Chicken" Hahn, der witzig und ein bisschen frech das Ganze kommentiert.

Die Stimmung ist nach dem Zug nicht dahin, ausgiebig wird weitergefeiert: auf der Straße, später in den Wirtshäusern, wobei heuer auch die Brauereigaststätte Märkl wieder offen war. Ein absolut sehenswerter Faschingszug war es. Zum 18. Mal gab es ihn heuer, er ist also volljährig geworden. Da kann man nur sagen: Weiter so!

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