Freudenberg
05.06.2018 - 08:58 Uhr

Kein Zurück für den Bus

Das gefährliche Rangieren des großen Schulbusses auf dem Wutschdorfer Kirchplatz gehört der Vergangenheit an. Die Polizei hat jetzt Fakten geschaffen.

"Hier werden die Schulbusse halten", sagt Bürgermeister Alwin Märkl. Und zwar morgens und auch mittags. Ina Grosser
"Hier werden die Schulbusse halten", sagt Bürgermeister Alwin Märkl. Und zwar morgens und auch mittags.

(gri) Das Thema ist durch, auch wenn in den vergangenen Tagen in Freudenberg und Wutschdorf kritische Stimmen laut wurden: Die Schulbusse halten künftig nicht mehr in Wutschdorf, sondern in Freudenberg an der Hauptstraße. Die neue Regelung betrifft laut Bürgermeister Alwin Märkl (CSU) nicht nur die 50-Sitzer, sondern auch die gemeindeeigenen VW-Busse. "Wir hatten keine andere Wahl", betont Märkl. "Es gibt schlichtweg keine Alternative."

Dabei hält der Rathauschef die neue Lösung gar nicht für schlecht. Im Gegenteil. Gefährlich sei eher die Situation am Kirchplatz in Wutschdorf gewesen. Dort mussten die Busse um den Brunnen herumfahren, oft an parkenden Autos und dem Durchgangsverkehr vorbei. In der Hauptstraße stehen die Busse künftig immer an der bestehenden Haltestelle bei den Schautafeln der Vereine. Und zwar sowohl morgens als auch mittags - die Fahrtrichtung bleibt immer gleich. Märkl: "So ist gewährleistet, dass die Schulkinder die Hauptstraße nicht überqueren müssen."

Vorausgegangen waren zahlreiche Gespräche mit Gemeinderäten und Eltern, aber auch mit Fachstellen. Die Haltung der Behörden war dabei unmissverständlich. Zuständig für den Erlass der verkehrsrechtlichen Anordnung ist nicht die Gemeinde Freudenberg, sondern die Verkehrsbehörde beim Landratsamt Amberg-Sulzbach. Die bereits vorhandene Haltebucht in Freudenberg entspreche den rechtlichen Vorgaben und sei für den Schülerverkehr zulässig, heißt es in einer Stellungnahme des Amtes. Und weiter: "Die Aufstellfläche ist für die vorhandene Schülerzahl ausreichend beziehungsweise großzügig dimensioniert."

Die Polizei hat bereits vor Wochen reagiert. Mit Weisung vom 7. Mai hat die Inspektion Amberg angeordnet, das Einfahren von Omnibussen mit einem Gewicht von 7,5 Tonnen in den Kirchplatz zum Schülertransport unverzüglich zu untersagen, "da nach verschiedenen Rechtsvorschriften das Rangierung und insbesondere Rückwärtsfahren an Bushaltestellen nicht erlaubt ist". Diskutiert wurde auch über die Einführung einer Zone 30 auf der Hauptstraße. Dies ist laut Fachbehörden aber nicht möglich. Um eine solche Tempo-Begrenzung einführen zu können, müssen bei einer Staatsstraße bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, was in Freudenberg nicht der Fall sei.

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