06.12.2019 - 16:05 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Unfallschwerpunkt bei Immenstetten: Statt Ampel ein Kreisverkehr

Am Knotenpunkt der Staatsstraße 2238 und der Kreisstraße AS 30 bei Immenstetten kracht es regelmäßig. Eine Ampel sollte Abhilfe schaffen. Inzwischen gibt es eine Alternative: Der Kreisverkehr war jetzt Thema im Gemeinderat Freudenberg.

Eine Luftbild zeigt die derzeitige Situation der Kreuzung der Staatsstraße 2238 und der Kreisstraße AS 30.
von Alfred SchornerProfil

Wie Stefan Noll vom Staatlichen Straßenbauamt im Gemeinderat erklärte, war an diesem Unfallschwerpunkt aus Kostengründen eigentlich eine Ampelanlage geplant. Anlass für diese planerischen Überlegungen sei die hohe Verkehrsbelastung der sich hier kreuzenden Straßenäste gewesen. Eine Verkehrszählung listet laut Noll rund 15 000 Fahrzeuge in 24 Stunden auf. Dies ergebe eine Querschnittsbelastung der Äste von 9200 bis 9700 Fahrzeugen in 24 Stunden.

So sieht die neue Planungs-Variante mit einem Kreisverkehr aus, der auch das Industriegebiet Nord anbindet.

In einem Fünf-Jahres-Zeitraum hat die Polizei hier 21 Unfälle registriert - mit Schwer- und Leichtverletzten. Das führten zur Einstufung als Unfallhäufungsstelle. Aufgrund planerischer Zwänge, formaler Rahmenbedingungen und mit Beachtung sparsamer Verwendung der Haushaltsmittel erarbeitete Noll eine Lösung mit einer Ampel und Optimierung für Rechtsabbieger. Durch diese zunächst geplante Verkehrsführung befürchteten die Bürger von Immenstetten und auch der CSU-Ortsverband Aschach-Immenstetten eine zunehmende Belastung der Ortsdurchfahrt in Immenstetten. Sie forderten deshalb einen Kreisverkehr am bisherigen Kreuzungspunkt. Daraufhin erarbeitete der Bau-Experte diese neue, wenn auch teuere Alternative. Zu beachten war, dass diese Lösung durch Erfüllung zusätzlicher Planungsziele "einen Mehrwert" schafft und damit Förderfähigkeit erlangt. Wie Noll es jetzt den Räten in einer Präsentation vorstellte, soll der Kreisverkehr mit Anbindung des Industriegebietes Nord diesen Mehrwert schaffen. Diese Planung soll nun weiterverfolgt werden.

Baubeginn soll 2021 sein

In fünf Jahren 21 Unfälle

Aktuell stünden Detailplanungen, Erstellung von Grunderwerbsplänen und Kostenberechnungen an. Grundstücksverhandlungen, der Abschluss einer Kreuzungsvereinbarung zwischen Landkreis, Stadt Amberg und Freistaat sowie die Förderanträge sollen folgen. Die bauliche Umsetzung wird für 2021 angestrebt.

Nolls Anwesenheit nahmen einige Gemeinderäte zum Anlass, nach dem Sachstand Staatsstraße 2339/Teilausbaustrecke zwischen Lintach und Raigering zu fragen. Noll berichtete von fehlender Bereitschaft einiger Grundstückseigentümer, für den Straßenausbau benötigte Flächen abzutreten. Er warnte aber davor, wie von einigen Bürgern gefordert, die Teilstrecke nur mit Asphalt zu sanieren. Damit könnte der Ausbau in weite Ferne rücke. Man bleibe weiter gesprächsbereit gegenüber den Anliegern, um das dringend notwendige Projekt doch zum Abschluss zu bringen.

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