Viele Kirchenbesucher konnten es kaum glauben: Nach nur sieben Proben inszenierten die "Minis" um Pfarrer Joseph eine überwältigende Darstellung des Leidens Jesu vor dem Hochaltar. Der Eindruck, den die Zuschauer bei der fast halbstündigen Aufführung anstelle des Evangeliums mitnahmen, war nachhaltiger denn je. Deshalb endete der Sonntagsgottesdienst auch mit einem langen Applaus für die über 20 Lausbuben Gottes. Pfarrer Joseph würdigte die professionellen Leistungen am Ende ganz besonders. Wie bei den großen Passionsspielen legten die jugendlichen Laienakteure besonderen Wert auf das gesamte Altarbild. Dazu passte angefangen von der Kleidung der Darsteller über den extra freiwillig auferlegten Bartwuchs von Jesus-Darsteller Philip Schraml bis hin zu besonderen Lichtszenen und Raucheinsätzen einfach alles.
Vollendet wurden die Aufführungen mit perfekt imitierten Lauten wie dem Hahnenschrei von Lukas Schultes sowie dem Orgelspiel von Martina Nickl. Mucksmäuschenstill lauschten die Besucher der deutlichen Stimme von Anna Wildenauer, die mit Maximilian Heindl und den Oberministranten die Leitung des Passionsspiels inne hatte und als Sprecherin die einzelnen Szenen begleitete. Ein kalter Schauer lief vielen über den Rücken, als aus den Lautsprechern die Nagelschläge bei der Kreuzigung durch das Kirchenschiff dröhnten.
Einmal mehr zeigte Tobias Megies neben dem Mesnereinsatz sein Können. Er steuerte das Bühnenbild bei, stellte Requisiten bereit und organisierte den technischen Ablauf von der Sakristei aus. Neben Philip Schraml glänzten in weiteren Hauptrollen Petrus (Leonie Kaßeckert), Simon (Adrian Käß), Judas (Magdalena Dostler), Pilatus (Lukas Schultes) sowie Maria (Katharina Petrik). Zum gelungenen Gesamtwerk der Leidensgeschichte trugen aber auch die jüngsten Darsteller bei, die erst seit kurzem Dienst am Altar verrichten.
















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