04.05.2020 - 14:40 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Fenchel für den Schwalbenschwanz

Mit der kostenlosen Aktion "Fenchelpflanzen für den Schwalbenschwanz" tritt der Verein "Kulturlandschaft Südlicher Steinwald" an die Öffentlichkeit. Ziel ist der Erhalt einer der größten und schönsten heimischen Schmetterlingsarten.

Während sich die bunt gefärbten Schmetterlinge mittlerweile großer Beliebtheit erfreuen, haben es die Schwalbenschwanzraupen (Bild) schwer. Da die Raupen einzeln auftreten und vor allen auf Fenchelpflanzen angewiesen sind, richten sie in den Gärten keinen spürbaren Schaden an und sollten von Gartenbesitzern und Naturfreunden unbedingt geschont werden.
von Bernhard SchultesProfil

"Der Steinwald ist Heimat des selten gewordenen Schwalbenschwanzes", weiß Vorsitzender Josef Schmidt. "Um überleben zu können, ist er auf bestimmte Pflanzen angewiesen, und das ist unter anderem der Gemüsefenchel. Diesen nimmt er gerne an, um seine Eier abzulegen und sich so fortzupflanzen."

Fenchelpflanzen stehen am Freitag, 8. Mai, zwischen 14 und 18 Uhr am Dorfladen in Friedenfels, Sieglestraße 7, zur Abholung bereit. Bis zu zehn kostenlose Exemplare für den eigenen Garten können interessierte Bürger hier erhalten. Dabei sind natürlich bei der Abholung die geltenden Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus einzuhalten, informieren die Verantwortlichen und verweisen auf das Tragen von Mund-Nase-Masken.

Zum weiteren Vorgehen informiert Josef Schmidt: "Die Pflanzen sollen zur Eiablage des ,fliegenden Edelsteines' und als Futterpflanze für seine Raupen dienen. Das Gemüse sollte aber nicht geerntet werden, sondern auswachsen und zur Blüte kommen, so dass sich eventuell vorhandene Raupen auch verpuppen und schlüpfen können. Im Herbst sind die Fenchelpflanzen außerdem ein schöner Blickfang mit den großen Blütendolden und ihren Samenständen."

In den vergangenen Jahren war die Aktion ein großer Erfolg, weiß auch der Schriftführer des Vereins, Robert Mertl. "Fast 1000 Pflanzen wurden allein 2019 an 120 Teilnehmer ausgegeben." Besonders freuen sich die Verantwortlichen, dass sich der Radius und die Zahl der Teilnehmer gegenüber den Vorjahren enorm vergrößert haben. Neben Privatpersonen unterstützten auch Kindergärten und Schulen das Projekt. Sichtungen und Nachweise des Schmetterlings sammelte der Verein von Mähring über Friedenfels und Schadenreuth bis hin nach Kulmain, freut sich Robert Mertl.

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