12.09.2018 - 13:06 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Fuchsmühler am stärksten

Die Akteure in der "Arena" und ein großes einsatzfreudiges Publikum haben gleichermaßen viel Spaß. Die 2. Seilzugmeisterschaften am Montagabend von Friedenfels erweisen sich als unterhaltsames Spektakel zum Abschluss des Herbstfestes.

Friedenfels am Seil.
von Autor ROHProfil

Dicht gedrängt saßen die Zuschauer, unter ihnen allerhand Prominente wie die Bürgermeister der Nachbargemeinden, am Rand des Mittelganges, um möglichst nah am Geschehen zu sein. Der Moderator stellte sich als der beste bayerische Witzeerzähler, Lucky aus Kohlberg, vor. Fortan führte er lautstark durch den Wettkampf und machte seinem Status als Erzähler alle Ehre.

Er stellte die Schiedsrichter Karl Wittmann und Sabrina Bittner vor und bat die beteiligten Vereine, einzutreten. Jede Mannschaft marschierte aus der mit Rauch verhüllten Bar zu außergewöhnlicher Musik ein. Die Teams sind aus Krummennaab, Erbendorf, Falkenberg, Fuchsmühl, Wiesau, Friedenfels (Schloßbrauerei), Pullenreuth und aus der Gemeinde Friedenfels angetreten.

"Prosit" für jedes Team

Nach mehreren Musikstücken der Jugendblaskapelle Reuth huldigte Lucky die "Heroen" mit großem Geschrei. Letztere marschierten zurück vom Barzelt auf die harte "Piste" zu den Vorkämpfen ein. Jeweils vorab gab es noch ein "Prosit". Die Blaskapelle Reuth in großer Besetzung begleitete den Abend mit Blasmusik. Nach dem "Seilaufnehmen" übergab der Moderator dem Schiedsrichter das Wort.

Umkämpft und spannend waren die meisten Begegnungen. Nach einem kaum sichtbaren Hin und Her von wenigen Zentimetern gelangen nach kräftigen Anfeuerungsrufen der eigenen Anhänger, insbesondere aus Fuchsmühl und Falkenberg, Siege, die ihre Mannschaften bis in Finale brachten.

Fortan gab es beim Wettkampf kaum Überraschungsangriffe. Nicht überlebt haben die Mannschaften aus Friedenfels (je Vierte der Gruppen A und B), aus Erbendorf und Wiesau (je dritter Rang). Mit einem Partyfass wurden sie entschädigt. Ein zusammengewürfeltes "Promi-Team" war diesmal nicht am Start.

Schon das kleine Finale war eine spannende Sache: Falkenberg traf auf Krummennaab. Letztere stemmten sich mit allen Kräften dagegen, doch die Gegner waren etwas stärker. Die Anfeuerungen halfen nichts. Die Falkenberger Seilzieher belegten den dritten Rang.

Gutscheine für Fest

Riesengeschrei begleitete den Einmarsch der "Recken" zum Finale. Lucky lud sich noch selber ein: "Egal wer gewinnt, ich werde mitsaufen!" Der "Stimmungstest" - "wo sind die Fans von Wiesau?" - verlief sehr positiv: "Das ganze Zelt fiebert mit!" Eine steinwaldinterne Auseinandersetzung bahnte sich an.

Die Seilzieher aus Fuchsmühl rangen schließlich die ebenfalls kräftigen Männer aus Pullenreuth knapp nieder und durften sich zum Sieger küren lassen. Endloser Jubel begleitete das letzte Wort des Schiedsrichters. Ein kräftiger Schluck "Weizenbier" aus dem Siegerpott krönte das Ganze.

Brauereiinhaber Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg gratulierte und überreichte die kunstvoll ausgearbeiteten Gutscheine für ein Fest mit Zelt und Verpflegung und natürlich Bier für die Sieger. Spontan sagte Bürgermeister Wolfgang Braun zu, alle Teilnehmer am Wettbewerb einzuladen. Die Mannschaft aus Pullenreuth wurde als Vizemeister mit 100 Liter Friedenfelser Bier entschädigt. Die Falkenberger freuten sich über 50 Liter Bier. Die Krummennaaber nahmen den Sonderpreis von 20 Liter Bier mit nach Hause.

Der Moderator dankte Schiedsrichter Karl Wittmann und lobte die "Seele des Festes", Sabrina Bittner, die die Organisation für diesen Spaß bestens bewältigt hatte. Auch die Zuschauer brachten ihre Anerkennung mit viel Beifall zum Ausdruck.

Viele Prominente haben sich eingefunden.

Die Reuther Blaskapelle verwöhnt mit echter Blasmusik.

Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg (links) und Bürgermeister Wolfgang Braun (Mitte) sowie Moderator Lucky (Zweiter von rechts) gratulieren den Siegern.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp