Friedenfels
04.07.2018 - 10:43 Uhr

Kein Tag ohne die Malteser

„Ich war mir meiner Aufgabe bewusst. Dass es aber mittlerweile wöchentlich bis zu 20 Stunden ehrenamtlichen Engagements und Einsatzes erfordert, ist schon gewaltig“, sagt Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg.

Eine enge und freundschaftliche Zusammenarbeit verbindet seit langer Zeit die neue Diözesanleiterin im Bistum Regensburg, Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg (Mitte), mit dem Dienststellenleiter des Malteser-Hilfsdienstes in Weiden,  Dieter Landgraf (rechts), und der  künftigen Leiterin des stationären Hospizzentrums Sankt Felix, Susanne Wagner (links). bsc
Eine enge und freundschaftliche Zusammenarbeit verbindet seit langer Zeit die neue Diözesanleiterin im Bistum Regensburg, Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg (Mitte), mit dem Dienststellenleiter des Malteser-Hilfsdienstes in Weiden, Dieter Landgraf (rechts), und der künftigen Leiterin des stationären Hospizzentrums Sankt Felix, Susanne Wagner (links).

(bsc) Nach acht Jahren Dienst als Diözesanoberin ist Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg seit einem Vierteljahr Diözesanleiterin des Malteser-Hilfsdienstes im Bistum Regensburg. Doch wie bei vielen anderen Aufgaben zuvor, die von Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg angepackt wurden, sieht sie sich in ihrer Entscheidung für das neue Amt bestätigt. Nach rund drei Monaten, wo kein Tag verging, ohne irgendeine Aufgabe für die Malteser erledigt zu haben, steckt sie noch immer voller Ideen und Tatendrang.

Unter dem Motto „neue Besen kehren gut“, wie die Diözesanleiterin verschmitzt lächelnd im Gespräch mit Oberpfalz-Medien betont, möchte sie mit ihren Mitarbeitern und Helfern den eingeschlagenen Weg ihres Vorgängers fortsetzen und weiter ausbauen. Besonders am Herzen liegt ihr dabei die nördliche Oberpfalz. „Die Malteser in die Breite bringen, ist eines meiner Ziele. In und um Regensburg sowie entlang der Donau sind wir nämlich schon gut vertreten.“ Eine gute und hervorragende Arbeit werde beim Malteser-Hilfsdienst in Weiden verrichtet. Beim Gespräch in der Dienststelle spürte man das freundschaftliche Verhältnis und den gemeinsamen Willen, die Malteser weiter voranzubringen, zwischen Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg, Dienststellenleiter Dieter Landgraf und Susanne Wagner, der künftigen Leiterin des stationären Hospizzentrums Sankt Felix. Als "absoluten Meilenstein" bezeichnet deshalb die neue Diözesanleiterin, das künftige Hospizzentrum Sankt Felix in Neustadt, das aus einem ambulanten sowie einem stationären Hospizdienst bestehen wird. Ganz wichtig ist Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg und Susanne Wagner eine gute Kooperation mit bereits bestehenden Verbänden und Einrichtungen. Dieter Landgraf hebt in diesem Zusammenhang die bereits vorhandene Zusammenarbeit sowie die bestehenden Kooperationsverträge mit den Einrichtungen in Waldsassen und Mitterteich hervor. Die weitere künftige Ausrichtung und das mittlerweile vielfältige Angebot des Malteser-Hilfsdienstes wird Dienststellenleiter Dieter Landgraf und Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg umfangreich beschäftigen und fordern. Ein Augenmerk will die neue Diözesanleiterin auf einen guten Zusammenhalt in der Diözese und den einzelnen Ortsgliederungen legen. Dazu gehört auch eine ihrer Hauptaufgaben, die Leitung und Führung der ehrenamtlichen 1400 Mitarbeiter. Angesprochen auf ihr langjähriges großes Engagement im katholischen Marienwallfahrtsort Lourdes sagt die Diözesanleiterin: „Für die Malteser ist Lourdes nichts Fremdes. Es ist ein ganz wichtiger Ort für uns. Den Verein Deutsche Hospitalité Notre Dame de Lourdes mit Sitz in Friedenfels habe ich bereits vor Jahren als ergänzenden Verein zu den aus Deutschland begleiteten Krankenpilgerzügen gegründet. Durch ihn konnten wir deutschsprachige Helfer einsetzen, die die ankommenden Malteser-Züge empfangen haben. Dies war eine sehr große Hilfe, da es zuvor keine oder nur sehr wenige deutschsprachige Helfer in Lourdes gab.“ Nun schließe sich der Kreis, meint die Diözesanleiterin weiter. "Und ich kann mich verstärkt um die Ausbildung neuer Helfer kümmern. Dass dies aber nur ein kleiner Teil ihrer Aufgaben und Ideen ist, versteht sich von selbst.

Zu den bestehenden Diensten und Beschäftigungsfeldern baut die neue Diözesanleiterin verstärkt auf die Jugend. Sie möchte sie künftig noch mehr für die Arbeit der Malteser begeistern und damit weiteren aktiven Dienst an den Menschen verrichten. Vorstellen kann sich Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg, das man einen „mobilen Einkaufswagen“ anbietet und integriert, wobei junge Leute mit älteren Personen in den Supermarkt fahren und einkaufen. Auch eine regelmäßige Begleitung der älteren Menschen zum Friedhof zur Grabpflege wäre durchaus möglich. Oft reiche es aber schon, älteren Menschen mit einem Besuch eine kleine Freude zu bereiten. „Es liegt mir am Herzen, dass die alten Leute nicht alleine sind“, so die Diözesanleiterin. „Ein schöner Dienst ist hier der Malteser-Ruf, ein telefonischer Begleitdienst. Ein wöchentliches Telefongespräch oder der Anruf in regelmäßigen Abständen wird von älteren Leuten gern angenommen.“ Der bereits vorhandene Dienst in der Demenzbegleitung freut Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg. „Das ist ein ganz wichtiger Dienst mit zunehmender Nachfrage, wir werden hier künftig noch mehr gut ausgebildetes Personal brauchen.“

Weiter ausgebaut werden könnte auch die Schulbegleitung, die bereits erfolgreich in Regensburg läuft. „Dies und die vorher genannten sind alles ehrenamtliche Dienste, die keine Krankenkasse und Versicherung trägt. Sie verursachen keinen großen Aufwand, bringen jedoch für viele Menschen eine enorme Erleichterung und Befreiung“, so Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg. „Eine offene Anlaufstelle für Menschen in Not“ ist ihr künftiges oberstes Ziel. "Kleine Gefälligkeiten bewirken oft Großes.“ Anfragen zu möglichen neuen Diensten sind bei der Dienststelle des Malteser-Hilfsdienstes in Weiden, Telefon 0961/33773, oder beim Verein Deutsche Hospitalité Notre Dame de Lourdes, Telefon 09683/9144, möglich. „Die Menschen sollen keine Scheu haben und uns anrufen. Wir prüfen auf jeden Fall eine mögliche Umsetzung oder Unterstützung.“


Im ehemaligen Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn befindet sich die Geschäfts- und Dienststelle des Malteser-Hilfsdienstes Weiden. In den schmucken Räumlichkeiten werden die vielfältigsten Dienste der Malteser koordiniert. Wenn es nach den Ideen der neuen Diözesanleiterin   geht, können es bald noch einige mehr sein. bsc
Im ehemaligen Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn befindet sich die Geschäfts- und Dienststelle des Malteser-Hilfsdienstes Weiden. In den schmucken Räumlichkeiten werden die vielfältigsten Dienste der Malteser koordiniert. Wenn es nach den Ideen der neuen Diözesanleiterin geht, können es bald noch einige mehr sein.
 
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