20.05.2019 - 09:50 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Kolpingsfamilie starkes Bindeglied

Als eine überaus lebendige Gemeinschaft hat sich die Kolpingsfamilie Friedenfels bei der Jahreshauptversammlung präsentiert. Die Bandbreite der Angebote ist enorm.

Kolping-Vorsitzender Reiner Gärtner (links stehend) und Präses Pfarrer Joseph (rechts stehend) gratulierten zur langjährigen Mitgliedschaft in der Kolpingsfamilie Friedenfels (hinten von links) Oskar Wittmann, Johann Gärtner und Wolfgang Mühlbauer sowie (vorne von links) Hermann Zeitler und Christine Klöble.
von Bernhard SchultesProfil

In der Zusammenkunft im Vereinslokal Gasthof „Goldener Engel“ ließ Vorsitzender Reiner Gärtner in einem Rückblick das umfangreiche Vereinsjahr 2018 Revue passieren. Dank eines gut funktionierenden Vorstandsteams war es möglich, ein breitgefächertes und buntes Angebot auf die Beine zu stellen, so Gärtner. Viele Mitglieder waren bereit, Verantwortung für die vielfältigen Aktivitäten zu übernehmen und selbst mit anzupacken, freute sich der Vorsitzende.

Mit Blick auf den zuvor stattgefundenen Gottesdienst für die verstorbenen Vereinsmitglieder und Präsides lobte Reiner Gärtner in der Jahreshauptversammlung auch die Mitwirkung bei kirchlichen Anlässen. Die Ölbergwache in der Pfarrkirche, Familienkreuzweg, Maiandachten, Hausgottesdienst und die Ewige Anbetung in der Pfarrkirche wurden in Zusammenarbeit mit dem Vorstand sowie Pfarrer Joseph, Pater Martin und Ruhestandsgeistlichem Siegfried Wölfel stets unterstützt. Mittlerweile ist auch der vor einigen Jahren eingeführte Familienkreuzweg zu einem festen Bestandteil im Vereinskalender geworden, wusste Reiner Gärtner.

Er erinnerte an den Emmausgang, den Kinderfasching, die Kolping-Bezirkswallfahrt und an das Familienkegeln. Zugepackt und mitgemacht habe man bei der Gestaltung eines Erntedankwagens, der Altkleidersammlung, dem Nikolausdienst. Ob Pfarrfest, Johannisfeuer oder Bürgerfest, auch aus dem gesellschaftlichen Leben des Erholungsortes sei die Kolpingsfamilie nicht mehr wegzudenken, hob der Vorsitzende hervor. Die Mitarbeit und Unterstützung gemeindlicher und kirchlicher Aktivitäten freute die Bürgermeister und Priester sowie den Pfarr- und Gemeinderat.

Die Kolpingsfamilie zählt mittlerweile zu den großen Vereinen in Friedenfels. Nach einer erneuten Mitgliedersteigerung gehören ihr derzeit 130 Mitglieder an. Dass sich dabei erfahrene Mitglieder und die stärkste Altersgruppe des Vereins (zwischen 41 und 50 Jahre) aktiv in die Vereinsarbeit einbringen, ließ den Vorsitzenden für die Zukunft hoffen.

Eingebunden in das Vereinsjahr waren zahlreiche Vortragsabende. Reiner Gärtner erinnerte an die Referenten und die Themen: Therapiemöglichkeiten und die Behandlung einer Arthrose, „Meine fetten Jahre sind vorbei – Wie ich meine Kindheit verdaute, um der dicke Trommler zu bleiben“ mit Reinhard Stummreiter, das umfassende Hintergrundwissen von Franz Hoffmann zu „Burg Weißenstein – damals und heute“, „Was ist los mit Europa, ist Skepsis berechtigt“ mit Friedrich Wölfl. Den Besuch von Nichtmitgliedern bei diesen Vorträgen wertete der Vorstand um Reiner Gärtner als Beweis für das gelungene breitgefächerte Programm.

Um ihre Vereinsinformationen an die Öffentlichkeit zu bringen, nutzte die Kolpingsfamilie bis jetzt die Presse sowie den Internetauftritt der Gemeindeverwaltung. Reiner Gärtner: „Dieser Internetauftritt ist jedoch in Zukunft nicht mehr möglich. Wir wollen uns aber auch weiterhin im Internet präsentieren. Alternativ ist nun die Verwendung einer vom Kolpingwerk Köln kostenlos zur Verfügung gestellten Webseite möglich. Wir sind hier aber noch am Basteln und Optimieren, die ersten Ergebnisse sind jedoch vielversprechend und sehen gut aus.“ Gärtner und dankte dabei Bernhard Schmidt für seine Unterstützung.

Der christlichen und sozialen Einstellung der Kolpingsfamilie sei ein leichter Rückgang des Vereinsvermögens geschuldet. „Das Defizit kam durch einmalige und besonders großzügige Spenden für die Renovierung der Friedenfelser Pfarrkirche sowie für die Flutopfer in Kerala zustande“, hieß es aus dem Vorstand. Hauptkassier Barbara Kaßeckert erhielt nach ihrem detaillierten Vortrag von den Mitgliedern viel Applaus. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Beifall gab es auch für Vereinsjubilare. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurde Christine Klöble mit einer Ehrennadel, einer Urkunde und einem Gutschein für einen Aufenthalt in einem Kolping-Hotel oder in einer Familienferienstätte belohnt. 40 Jahre gehören Johann Gärtner und Wolfgang Mühlbauer der Kolpingsfamilie an. Auf bereits 60 Jahre Mitgliedschaft blickten Oskar Wittmann und Hermann Zeitler zurück. Neben dem Vorstandsteam gratulierte den Jubilaren Präses Pfarrer Joseph. In seinem Schlusswort zollte der Geistliche dem Vorstand der Kolpingsfamilie einen herzlichen Dank: „Die Kolpingsfamilie ist immer da, wenn man sie braucht.“

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