Friedenfels
22.03.2019 - 11:24 Uhr

Letzte Ruhe bald teurer

Die Kosten zwingen dazu: Die Friedhofsgebühren müssen steigen. Doch das war nicht die einzige Entscheidung, vor der die Gemeinderäte lange diskutierten.

Nach der Fertigstellung und dem Bau der Urnen-Gemeinschaftsanlage „Licht der Sonne“ im Friedhof (im Vordergrund) wurde eine neue Friedhofs- und Bestattungssatzung erarbeitet. Zum 1. April steigen die Grabnutzungsgebühren. Bild: bsc
Nach der Fertigstellung und dem Bau der Urnen-Gemeinschaftsanlage „Licht der Sonne“ im Friedhof (im Vordergrund) wurde eine neue Friedhofs- und Bestattungssatzung erarbeitet. Zum 1. April steigen die Grabnutzungsgebühren.

Nötig wurde die neue Friedhofs- und Bestattungssatzung nach der Fertigstellung und dem Bau der Urnen-Gemeinschaftsanlage "Licht der Sonne" im Friedhof. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betrugen 35 167 Euro, wie Bürgermeister Gottfried Härtl informierte. In den Jahren 2016 bis 2018 ist zudem ein Defizit bei den Leichenhausgebühren in Höhe von 5 269 Euro und bei den Grabgebühren in Höhe von 18 616 Euro entstanden. Von der Gemeindeverwaltung war ein Vorschlag erarbeitet worden, der von den Gemeinderäten bis auf die Nutzungsgebühr der neuen Urnenanlage übernommen wurde. Otmar Zeitler (Freie Wähler) wünschte sich bei der neuen Bestattungsstätte einen günstigeren Preis. Die angesetzten 95 Euro pro Jahr konnten schließlich um 19 Euro verringert werden.

Ab 1. April

Einstimmig verabschiedete das Gremium schließlich die neue Friedhofsgebührensatzung, die mit folgenden Beträgen pro Jahr ab 1. April gilt: Für ein Kindergrab werden 15 Euro (bisher 12 Euro) verrechnet, für eine Einzelgrabstätte 38 Euro (34), für eine Doppelgrabstätte 84 Euro (77), für eine Urnengrabstätte 38 Euro (34) und für eine Urnengrabstätte in der Gemeinschaftsanlage "Licht der Sonne" 76 Euro. Des Weiteren fasste das Gremium einen Beschluss über die Änderung der Bestattungsgebühren. Für die Benutzung des Aufbewahrungsraumes werden künftig pro angefangenem Benutzungstag 15 Euro in Rechnung gestellt, für die Benutzung der Aussegnungshalle 182 Euro.

Neben zwei Bauanträgen, die einstimmig genehmigt wurden, stand in der Gemeinderatsitzung auch zur Diskussion, ob Friedenfels heuer Stabilisierungshilfen vom Freistaat Bayern beantragen soll. Wie Bürgermeister Gottfried Härtl ausführte, seien die Chancen für eine Bewilligung jedoch gering. Als Begründung zitierte er eine Auskunft der Bayerischen Staatsregierung, wonach bei Kommunen, die bereits mehr als fünf Raten Stabilisierungshilfe (2013 bis 2017) erhalten haben, eine besondere Bedarfslage neben den strukturellen und finanziellen Härten sowie der Nachweis eines stringenten Haushaltskonsolidierungskonzepts vorliegen müsse.

Auf Antrag verzichtet

Die eingehende Prüfung der Antragsunterlagen habe ergeben, dass für die Gemeinde Friedenfels im Antragsjahr 2018 im Rahmen einer bayernweiten Gesamtschau unter Einbeziehung der freien Finanzspanne, der finanziellen Bewegungsfreiheit sowie der Gesamtverschuldung und der Nettokreditneuaufnahme im Verhältnis zur ordentlichen Tilgung keine besondere Bedarfslage vorliege, so dass bereits 2018 keine Stabilisierungshilfen bewilligt werden konnten. Bis auf Karl Zeh (Grüne) war deshalb der Gemeinderat der Meinung, für 2019 keinen Antrag zu stellen.

Durch den Neubau eines Wohnhauses im Bereich Schusterbergstraße und dem nach oben verlegten Eingangsbereich ist eine Zufahrt von der Schusterbergstraße her nicht mehr gegeben. Bürgermeister Gottfried Härtl informierte das Gremium über eine Besprechung mit dem Hausbesitzer, das Anwesen mit einer neuen Adressen-/Straßenbezeichnung zu versehen. Der Eigentümer zeigte sich mit dieser Vorgehensweise einverstanden. Bürgermeister Härtl: "Aufgrund der Hanglage ist zum leichteren Auffinden des Gebäudes besonders bei Notfällen eine Namensänderung sinnvoll." Die Räte schlossen sich einstimmig an.

Wieder am Netz

Beim letzten Punkt der Tagesordnung gab Bürgermeister Gottfried Härtl bekannt, dass die eigenen Quellen der Wasserversorgung im Steinwald wieder am Netz sind. Nach dem geforderten Einbau einer UV-Anlage für keimfreies Trinkwasser in der Entsäuerungsanlage und mehreren Messungen wurde die Genehmigung für eine Entnahme erteilt.

Auf weitere Wege müssen sich die Friedenfelser Bürger bei ihren Einkäufen und Fahrten ab August Richtung Wiesau einstellen. Der Rathauschef informierte über eine Besprechung mit dem Straßenbauamt: "Die Staatsstraße wird ab diesem Zeitpunkt ab der Abzweigung Güttern/Fuchsmühl in Richtung Voitenthan weiter ausgebaut. Für drei Monate erfolge deshalb eine Umleitung über Krummennaab beziehungsweise über Poppenreuth.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.