01.01.2020 - 14:35 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Nächtliches Feuerspektakel

Die Hoffnung auf Schnee erfüllte sich zwar nicht. Doch dies schadete der beliebten Veranstaltung in der frostig klaren Winternacht nicht. Der Arbeitskreis Tourismus landete auf dem Schusterberg bei Friedenfels einen weiteren Volltreffer.

von Bernhard SchultesProfil

Ausverkauft hieß es bereits nach einer Stunde. Tourist-Info-Leiterin Melanie Höfer: "400 Portionen Brotzeit - warme Debreziner und Wiener in einer Semmel - waren weg." An den Verkaufsständen des Arbeitskreises Tourismus standen die Besucher Schlange. "Macht nichts", war deshalb öfters zu hören. Die Gäste und Besucher zeigten Verständnis und gingen einen Stand weiter und gönnten sich als Ersatz einen weiteren warmen Tee, alkoholfreien Punsch, einen Glühwein oder ein kleines Bier.

Frostig und kalt: Mehr Besucher

Eine kleine Brotzeit und die Getränke am lodernden und weithin sichtbaren Bergfeuer zu genießen, mit Freunden ein nettes Gespräch zu führen, oder nur den klaren Himmel mit seiner Mondsichel zu betrachten - dies gefiel vielen Besuchern der mittlerweile achten Freiluftveranstaltung dieser Art. Auch viele Kinder, die mit ihren Eltern zur Kriegerkapelle gewandert waren, genossen das nächtliche Feuerspektakel. Dass das frostige aber klare Winterwetter für mehr Besucher als im letzten Jahr sorgen würde, war Bürgermeister Gottfried Härtl, Tourist-Info-Leiterin Melanie Höfer und ihren Helfern bereist am Schwimmbad klar.

Fast 200 Fackeln verkauften sie für die gemeinsame Fackelwanderung hinauf auf dem Schusterberg. Parkplätze rund um das Bad waren wie sooft im heißen Sommer, Mangelware. Meist durften die Kinder die Fackeln tragen und wären, wenn sie nicht von den Verantwortlichen des Arbeitskreises Tourismus, die den Fackelzug anführten, gebremst worden wären, den Weg über die Wiese und durch den finsteren Wald alleine hochgelaufen. So jedoch ergab sich für die bereits über 300 wartenden Besucher, die eigenständig oder in Gruppen andere Wege zum Schusterberg nutzten, ein imposantes Schauspiel. Gespenstisch tauchten auf einen Schlag die ersten Lichter an der Waldgrenze und der einstigen Skibergstation "Hoschn" auf. Dies war das Zeichen für Erwin Bächer mit seinen Helfern, den aus vielen Baumstämmen aufgeschichteten Holzstoß im angrenzenden Feld der Kriegerkapelle zu entzünden.

Gelände hell erleuchtet

Im Nu war das große Gelände um die Kriegerkapelle mit seinen uralten Linden erleuchtet und das große Feuer sorgte mit den zuvor aufgestellten Feuerstellen für mollige Wärme. Fast kein Durchkommen gab es auch am Eingang der Kriegerkapelle. Urlauber und Einheimische verweilten kurz zu einem Gebet vor dem Altarraum. Die Kriegerkapelle wurde extra zu der Veranstaltung geöffnet. Die diffuse Beleuchtung der Gebetsstätte trug mit zu einer heimeligen Atmosphäre auch ohne Schnee bei. Für den Rückweg hatten sich viele Besucher Taschenlampen mitgebracht. Viele Gäste dankten dabei vor ihren Abmarsch den Verantwortlichen des Arbeitskreises Tourismus für die Abhaltung des Bergfeuers. Diesen Dank griff auch Tourist-Info-Leiterin Melanie Höfer auf und lobte ihre vielen Helfer und Helferinnen für die breite Unterstützung. Ein herzliches Vergelt's Gott galt auch Freiherr Eberhard von Gemmingen Hornberg und Erwin Bächer, die das Holz für das Bergfeuer bereitgestellt hatten. Erwin Bächer hatte zudem einen Teil seiner Ackerfläche zur Verfügung gestellt um darauf, in sicheren Abstand zu den Besuchern, das Bergfeuer abbrennen zu können. Ein letzter Dank der Tourist-Info-Leiterin Melanie Höfer galt Zita und Oskar Schuster, die neben der Mitarbeit in den Verkaufsständen die Bereitschaft des Roten Kreuzes sicher gestellt hatten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.