Aufklärung erhielt das Gremium in der jüngsten Sitzung von der Firma Bayern-Grund, wobei Markus Hofmann die umfassenden Dienstleistungen des Unternehmens präsentierte. Angedacht ist eine mögliche Zusammenarbeit bei der Sanierung des Lehrerwohnhauses oder der Schaffung einer Arztpraxis, wie Bürgermeister Gottfried Härtl betonte. Markus Hofmann: „Als Bauherr übertragen Sie uns die Ausführung ihres kommunalen Hoch- und Tiefbauprojektes, wie zum Beispiel bei Ihrem Vorhaben Lehrerwohnhaus oder Kläranlage. Bayern-Grund bindet alle notwendigen Partner ein und koordiniert sie, schreibt die Bauleistungen aus, übernimmt die Bauleitung und die Kostenkontrolle, rechnet ab und übergibt Ihrer Kommune das fertige Objekt. Dass diese Lösung den kommunalen Haushalt nicht belastet und fördermittelkonform ist, ist selbstverständlich.“
Markus Hofmann von der Firma Bayern-Grund wusste auch, dass die umfassenden kommunalen Baumaßnahmen umfangreiche Begleitung durch die Rathäuser benötigen. „Neben den personellen Ressourcen bremsen oft haushaltspolitische Zwänge Projekte aus. Nutzen Sie deshalb unser ,Bauamt auf Zeit‘ für die Realisierung Ihrer Ideen", meinte der Repräsentant und freute sich auf eine eventuelle Zusammenarbeit.
Bei einer anschließenden internen Aussprache zur anstehenden Sanierung der Steinwaldhalle einigte sich das Gremium einstimmig und entgegen der Planungen des Bauausschusses, die mittlerweile 30 Jahre alte Heizungsanlage vorerst nicht zu erneuern. Gute Dienste leiste nämlich noch der Ölbrenner, der erst 2013 erneuert wurde, wie Bürgermeister Gottfried Härtl betonte. Ausgiebig erörtert wurden zuvor die vorliegenden Angebote. Für eine neue Ölheizung beliefen sich die Kosten auf 29.000 Euro, für eine Gasheizung auf 33.000 Euro, für eine Pelletsheizung mit Pelletslager auf 63.000 Euro und bei einer Luftwärmepumpe in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage waren es 156.000 Euro. Da die Heizungsanlage zwar ins Alter gekommen sei, aber noch tadellos funktioniere, sprachen sich die Räte dafür aus, Geld für einen Anbau eines Lagerraums einzusetzen. Dieser wird nämlich schon seit Jahren gefordert und diene der Unterbringung der mittlerweile unzähligen Apparaturen und Sportgeräte der Vereine, der Schule und der Hallenbenutzer. Die Verwaltung kümmert sich bis zur nächsten Sitzung um die weiteren Planungen.
Mehrfach wurde schon bei verschiedenen Baumaßnahmen der Bebauungsplan für das Gebiet „Grundäcker“ aufgeweicht. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt und verschiedenen Behörden beschloss nun das Gremium die zweite Änderung des Bebauungsplans mit integrierter Grünordnung und setzte die Anordnung mit den eingearbeiteten Änderungen in Kraft. Keine Einwände hatten die Räte auch gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes „Sonnenenergienutzung Tongrube Einsiedel“ des Marktes Wiesau. Der Bauleitplanung des Nachbarortes wurde einstimmig zugestimmt. Im Zuge des Ausbaus der öffentlichen W-Lan-Hotspots fördert die Bayerische Staatsregierung zwei weitere Anschlüsse für den Erholungsort. Bürgermeister Gottfried Härtl bat deshalb das Gremium, bis zur nächsten Sitzung geeignete Plätze und Orte zu melden. Deutlich sprach sich dabei das Gremium bereits in der Sitzung für den Standort Schule/Tourist-Info aus.
Richtig stellen ließ Otmar Zeitler (Freie Wähler) im Protokoll zur zurückliegenden Sitzung einen „Formfehler“, wie er wörtlich sagte. Der Vermerk „Die Gemeinde Friedenfels baut eine neue Kläranlage in Form einer Pflanzenkläranlage" ist falsch und muss richtig lauten: „Die Gemeinde Friedenfels lässt ihre Abwässer in Form einer Pflanzenkläranlage klären.“ Bürgermeister Gottfried Härtl stimmte dem zu und gab den Auftrag zur Neuaufnahme ins Protokoll.
Trinkwasser: Sofort reagiert
Umfangreiche Aufklärung zum Thema „Wasserversorgung Friedenfels“ lieferten Bürgermeister Gottfried Härtl und Wasserwart Bernhard Kellner in der Sitzung des Gemeinderats. Hintergrund: Aus den Reihen des Gemeinderats waren bei der zurückliegenden Zusammenkunft Informationen zur Wassersituation in Friedenfels gewünscht worden. Anlass waren im vergangenen Jahr erstmals aufgetretene Belastungen durch coliforme Keime. Wasserwart Bernhard Kellner sagte hierzu: „Eine Gefahr für die Friedenfelser Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.“ Er fuhr fort: „Da der Gesetzgeber hierbei den Grenzwert null vorschreibt, haben wir eng mit dem Gesundheitsamt zusammengearbeitet und sofort reagiert. In Absprache mit dem Gesundheitsamt haben wir bereits 30 Minuten nach der Messung und dem Nachweis der Keime unsere Quellen vom Netz genommen. Trinkwasser wurde nur noch aus unseren Tiefbrunnen in das Leitungsnetz eingespeist." Der Tiefenbrunnen, so Kellner, fördere aufgrund seiner Tiefe bestes Trinkwasser. Die Restversorgung für die Friedenfelser Bevölkerung erfolgte über die Steinwaldgruppe. Zur Situation der eigenen Quellen meinte der Wasserwart: „Angesichts der letztjährigen anhaltenden Trockenheit merkten auch wir bei den Quellen, die in einer Tiefe von drei bis fünf Metern sprudeln, einen deutlichen Rückgang. Ausreichend Niederschlag und viel Schnee wären in diesem Winter deshalb von Vorteil. Regen- und Schmelzwasser braucht jedoch sehr lange, bis es ins Grundwasserreservoir sickert. Ans Netz gehen die eigenen Quellen im Steinwald jedoch erst wieder, wenn der beschlossene Einbau einer mit UV-Licht arbeitenden Desinfektionsanlage erfolgt ist und die Messungen einen einwandfreien Zustand des Trinkwassers ergeben“, so der Wasserwart. (bsc)













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