10.04.2019 - 11:36 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Vorfreude auf große Gaudi

Seit drei Jahrzehnten schreibt die Laienspielgruppe Friedenfels mit jeder Aufführung ein Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. In all den Jahren strömten die Besucher in Scharen. Am 27. April heißt es wieder „Vorhang auf“.

Die Friedenfelser Laienspielgruppe freut sich auf ihr 30. Jubiläum. Zum Geburtstag bieten (vorne von links) Regisseurin Sandra Wittmann, Adelheid Horn, Lukas Schultes, Jutta Schlicht, Petra Würth, Petra Schwingshandl sowie (hinten von links) Gabi Lang, Jürgen Schultes, Renate Rögner, Thomas Schlosser und Martin Bischof mit der Komödie von Bernd Kietzke „Der Heiler von Friedenfels“ heitere und amüsante Theaterabende.
von Bernhard SchultesProfil

Die Vorbereitungen laufen seit Wochen auf Hochtouren. „Obwohl mittlerweile vieles Routine ist, weiß man aber nie, welche Herausforderung auf einen zukommen. Große Vorfreude herrscht jedoch immer“, weiß der Leiter der Laienspielgruppe, Karl Wittmann. Er ist nicht nur der Chef der Theatergruppe, sondern er ist auch von Anfang an dabei, spielte 17 Mal auf der Bühne und übernahm zudem jedes Jahr viele Organisationsaufgaben. In nichts nach steht ihm Ehefrau Sandra Wittmann. Im Jubiläumsjahr ist sie zum 30. Mal für die Maske zuständig. Außerdem führt sie seit 1999 Regie und ist als Souffleuse ein wichtiger Teil des Teams.

Doch auch die anderen Mitglieder der Friedenfelser Laienspielgruppe sind mittlerweile Routiniers auf der Bühne und feiern in diesem Jahr kleine Jubiläen. So steht Jutta Schlicht bereits zum 20. Mal auf der Bühne, Thomas Schlosser zum 15. Mal und Martin Bischof bringt es als engagierter Helfer auf 25 Jahre mit 18 verschiedenen Rollen. Bereichern werden die Jubiläums-Theatersaison zudem wieder zahlreiche bekannte Darsteller. Gabi Lang bestreitet ihre 16. Saison, Renate Rögner bringt es auf 13 Jahre, Jürgen Schultes (11), Petra Würth (9) und Adelheid Horn auf 6 Jahre Spielzeit. Aber auch Petra Schwingshandl überzeugte bei ihren mittlerweile vier Auftritten und hat mit ihrem zehnten Beitrag zur Kulissenmalerei und der Ausstattung der Bühne in den zurückliegenden Jahren der Laienspielgruppe ihren Stempel aufgedrückt.

Doch nicht nur ihre alljährlichen Aufführungen ließen die Theatergruppe mit ihren zahlreichen Helfern im Erholungsort nahezu unersetzbar werden. Einen Namen machten sie sich bei zahlreichen ehrenamtlichen Einsätzen sowie durch ihre stete und alljährliche Mitarbeit in den Verkaufsständen beim Weihnachtsmarkt und bei den Bürgerfesten. Die Herren des Ensembles zeigten sich zudem bei den Ortsmeisterschaften im Eisstocksport aktiv. Ihr dabei erzielter sportlicher Erfolg verleitete Bürgermeister Gottfried Härtl vor Jahren einmal zur scherzhaften Aussage: „Es sind halt Spieler und keine Schieber.“

In den Dienst der guten Sache stellen sich die Laienspieler fast jedes Jahr und spendeten mittlerweile viele Tausend Euro. „Es war uns stets eine Herzensangelegenheit“, sagen Karl Wittmann und die Darsteller. Ob Kindergarten, Kirche, Ministranten, Schule sowie die ortsansässigen Vereine wie die Feuerwehr, der Turn- und Sportverein sowie der Schützenverein Frauenreuth - sie alle erhielten bereits Spenden für ihre Vereins- und Nachwuchsarbeit. Zudem unterstützte die Laienspielgruppe finanziell die Ausstattung des landschaftskundlichen Wanderwegs im Erholungsort. Bei der alljährlich vorletzten Aufführung, einer Sondervorstellung zum Behindertentreffen, gewähren die Laienspieler den Behinderten zudem freien Eintritt und finanzieren Getränke und Brezen.

Dass es im Jubiläumsjahr ein besonderes Stück geben wird, versteht sich von selbst. 15 verschiedene Stücke hat Karl Wittmann bereits im vergangenen Jahr geprüft und gelesen. „Aufführungen mit jungen Liebespärchen mussten wir fallen lassen, weil unsere Akteure eher die Mitte des Lebens und die etwas älteren Semester abdecken“, scherzt der Leiter bei einem Gespräch mit Oberpfalz-Medien und verweist zugleich darauf, dass sich das in Zukunft aber ändern könnte. Mit Lukas Schultes hat man nämlich heuer erstmals einen 21 Jahre jungen Akteur in den Reihen, der künftig solche Lücken schließen könnte.

Karl Wittmann: „Mit der Komödie in drei Akten von Bernd Kietzke, „Der Heiler von Friedenfels“, kommt ein Theaterstück auf die Bühne, das hervorragend an die Begebenheiten und Ortsgeschehnisse angepasst werden konnte.“ Wittmann und Petra Schlosser waren sich nach dem Probelesen im Herbst sofort einig: „Das wird unsere Jubiläumsaufführung.“ Kurz zum Inhalt: Die Arztpraxis von Landarzt Dr. Zwickl befindet sich mitten in einer Brauerei-Ortschaft. Da liegt es nahe, den edlen Gerstensaft mit in die Therapien einzubringen.

Um gut proben zu können, haben die Mitglieder des Theaterensembles bereits einen Großteil der Kulissen aufgebaut. Doch wie die fertige Bühne einmal aussehen wird, ist noch ein Geheimnis. Leiter Karl Wittmann, der derzeit erkrankt ist, steuert vieles von zu Hause und kann sich auf seine Mitstreiter ganz und gar verlassen. Er freut sich auf den Start am 27. April. Neben den Proben organisieren die Darsteller zusammen mit ihren Ehepartnern sowie Helfern in den nächsten Tagen die Kulissenfertigstellung sowie die vielen Vorarbeiten von der Werbung über die Verpflegung bis hin zur Beschriftung der Bestuhlung bei den Aufführungen.

Premiere in der Steinwaldhalle ist in diesem Jahr am Samstag, 27. April, um 20 Uhr. Der weitere Spielplan sieht folgende Termine vor: Sonntag, 28. April, 19 Uhr; Samstag, 4. Mai, 14.30 Uhr, Sondervorstellung zum Behindertentreffen; Samstag, 4. Mai, 20 Uhr. Die Sondervorstellung zum Behindertennachmittag ist für alle offen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, 13. April, von 17 bis 19 Uhr in der Steinwaldhalle. Weitere Vorverkaufstage sind Sonntag, 14. April, von 10 bis 11 Uhr sowie Karfreitag, 19. April, von 14 bis 15 Uhr. Je nach Vorverkauf sind Eintrittskarten auch noch an der Nachmittags- und Abendkasse vorhanden. Sie kosten für Erwachsene sechs Euro und für Kinder vier Euro.

Die Proben zur Komödie „Der Heiler von Friedenfels“ laufen. Die Laienspielgruppe feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Im Bild eine Szene mit Martin Bischof und Petra Schwingshandl.
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