Friedenfels
16.09.2018 - 14:57 Uhr

Wiedersehen nach drei Jahren

Große Freude herrschte dieser Tage im Pfarrhof Friedenfels. Nach drei Jahren besuchte Bischof Dr. Peter Remigius wieder einmal seinen Freund, den Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Siegfried Wölfel.

Für die Gastfreundschaft bedankte sich Bischof Dr. Peter Remigius (Dritter von rechts), mit einem Freundschaftsschal aus Seide bei seinem Freund, dem Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Siegfried Wölfel (Dritter von links) und Schwester Annemarie (Zweite von rechts). Die Priester (von links) Pater Martin, Pfarrer Julius und Pfarrer Joseph lobten neben der kirchenarbeit das große soziale Engagement von Bischof Dr. Peter Remigius. Bild: bsc
Für die Gastfreundschaft bedankte sich Bischof Dr. Peter Remigius (Dritter von rechts), mit einem Freundschaftsschal aus Seide bei seinem Freund, dem Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Siegfried Wölfel (Dritter von links) und Schwester Annemarie (Zweite von rechts). Die Priester (von links) Pater Martin, Pfarrer Julius und Pfarrer Joseph lobten neben der kirchenarbeit das große soziale Engagement von Bischof Dr. Peter Remigius.

Nach drei Jahren besuchte Bischof Dr. Peter Remigius wieder einmal seinen Freund, den Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Siegfried Wölfel. Mit dabei waren Pfarrer Joseph und Pater Martin sowie Pfarrer Julius von der Pfarrei St. Christoph in Neukirchen. Viel zu erzählen hatten sich dabei die fünf Geistlichen. Ein großes Thema war die kürzlich große Flut im Heimatland Indien von Pfarrer Joseph und Pater Martin. "Nach den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten waren und sind im südindischen Bundesstaat Kerala fast eine Million Menschen obdachlos. Wegen Erdrutschen und Schlammlawinen gestalteten sich die Rettungsarbeiten in einigen Gebieten sehr schwierig."

Pfarrer Joseph, der im engen Kontakt mit seinen Angehörigen und Freunden im Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens an der tropischen Malabar-Küste, steht, wusste deshalb vom Ausmaß der Zerstörung. Bei den Telefonaten und im Schriftverkehr berichteten Freunde und Bekannte immer wieder aus Indien. Die vier Priester dankten Bischof auch für sein langjähriges Engagement.

Emeritierung für Remigius

Nach 27 Jahren im Amt als Bischof erhielt Remigius im letzten Jahr die Emeritierung. Ein emeritierter Bischof ist von den diözesanen Leitungsaufgaben entbunden, behält jedoch alle Rechte, die ihm aufgrund seiner Bischofweihe zugekommen sind. Er kann deshalb weiterhin auch die Firmung und Weihe-Sakramente spenden, informierte Wölfel. Nach dem Ausscheiden aus dem Amt werden Bischöfe oft auch als Altbischof betitelt.

Lob von den Priestern bekam der 79-jährige Bischof, der mittlerweile 52 Jahre als Geistlicher tätig ist und auch 20 Jahre für Caritas Indien arbeitete, für sein breites soziales Interesse. "In Indien unterstützt nicht der Staat sondern die Kirche das soziale Umfeld. Ob Altenbetreuung, schulische Unterstützung, Krankenhaus und Witwenbetreuung: die römisch-katholische Kirche kümmert sich hier um die Ärmsten", sagt Pfarrer Wölfel.

Ohne staatliche Hilfe

Weiter erzählte der Ruhestandsgeistliche: "Im Gegensatz zu anderen Ländern fließen in Indien für derartige Vorhaben keine staatlichen Zuschüsse. Caritative und vor allem kirchliche Institutionen schultern hier derartige Projekte." Bischof Remigius habe sich lange Jahre auch beim Bau von Krankenhäusern engagiert, so Pfarrer Wölfel. Der Gesundheitszustand der armen Leute in Indien sei mitleiderregend, erläuterte der Ruhestands-Geistliche. Mangelnde Hygiene und angegriffene Gesundheit seien ernsthafte Probleme, denen die Menschen dort ausgesetzt sind. Hochwertige medizinische Versorgung in den Städten sei für die Landbevölkerung unerreichbar.

Versorgung schwierig

Das gestiegene Bewusstsein auf ein Recht auf Gesundheit und das wachsende Auftreten von Krankheiten jedoch habe die Leute dazu gedrängt, medizinische Einrichtungen zu suchen, so der Bischof. Die Krankenhäuser in den Städten würden aber keine wirkliche Abhilfe schaffen, weil der Bedarf zu groß ist.

Ärztliche Behandlung sei teuer und deshalb besonders für die Ärmsten unerschwinglich. Aus seinem langjährigen sozialen Engagement habe der Bischof auch Energie und Tatkraft schöpfen dürfen, wie er selbst betonte. Seine Aktivitäten und körperliche Gesundheit veranlassten Pfarrer Siegfried Wölfel, zur scherzhaften Aussage: "Mein Freund hatte viele junge und besonders gute Priester und brauchte sich in all den Jahren nicht viel ärgern."

Nicht fehlen durfte beim Treffen der fünf Geistlichen auch ein gemeinsames Mittagessen. Im Pfarrhof in Friedenfels hatte Schwester Annemarie deshalb ein besonderes Mahl zubereitet. Bischof Peter Remigius freute sich, dazu eine Halbe Bier der hiesigen Schlossbrauerei genießen zu können. "Ein gutes Getränk für ein ausgezeichnetes Mittagessen", meinte der Bischof und dankte seinem Freund, Pfarrer Wölfel, für die Einladung.

 
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