Friedersreuth bei Pressath
09.08.2018 - 10:34 Uhr

Funkenflug beim Feuerwehrball

Es war eine klassische Oberpfälzer „Love Story“: Beim Feuerwehrball hat es 1966 gefunkt, gut zwei Jahre später gaben sich Christa Neukam und Willi Steiner das Jawort.

Im Kreis von Familie und Freunden feierten Christa und Willi Steiner aus Friedersreuth (vorn Mitte) Goldene Hochzeit. bjp
Im Kreis von Familie und Freunden feierten Christa und Willi Steiner aus Friedersreuth (vorn Mitte) Goldene Hochzeit.

(bjp) Bei der Goldhochzeitsfeier in ihrem Friedersreuther Haus blickten das Jubelpaar und ihre zahlreichen Gäste auf 50 glückliche gemeinsame Ehejahre zurück.Dass sich die beiden Goldhochzeiter überhaupt finden konnten, war quasi eine „Kriegsfolge“: Christa Steiners Mutter, eine Friedersreutherin, hatte vor dem Krieg gemeinsam mit ihrem Mann, einem aus Preißach stammenden Brauereiangestellten, in München Wurzeln geschlagen und eine Stelle bei der Verwaltung der Landeshauptstadt gefunden. Doch ihre beiden Brüder waren im Krieg gefallen, und so mussten sie, ihr Mann und ihre 1946 geborene Tochter Christa 1952 nach Friedersreuth ziehen, um den elterlichen Hof zu übernehmen.

Eine weitere Weiche in Christa Neukams Leben stellte das Schicksal am 3. Juli 1966: Beim Feuerwehrfest in Krummennaab lernte sie den zwei Jahre älteren Maurer Willi Steiner aus Kriegshut bei Altenparkstein kennen. Am 3. August 1968 gelobte sich das Paar am Altar der Friedersreuther Kapelle vor Pfarrer Heribert Schmidt Treue. 1979 übernahmen die Eheleute den Hof, doch blieb Willi Steiner daneben dem Maurerberuf treu. Seit 2007 tragen Sohn Siegfried und Schwiegertochter Cornelia die Verantwortung für den landwirtschaftlichen Familienbetrieb, Tochter Christine gründete in Krummennaab ihre eigene Familie.

Auch im Ruhestand kennen Willi und Christa Steiner keine Langeweile: Dafür sorgen schon die drei Enkel. Auch in Haus und Garten, auf dem Feld und bei der kleinen Menagerie aus Hühnern, Enten und Katzen gibt es immer etwas zu „werkeln“. Besonders genießt Willi Steiner ausgedehnte Spaziergänge, „die gern zwei Stunden lang sein dürfen“, und den sonntäglichen Frühschoppenbesuch, und Christa Steiner freut sich auch nach 25 Jahren noch immer auf die Turnstunden in der Pressather BRK-Gymnastikgruppe. Im Namen der Stadt wünschten Bürgermeister Werner Walberer und Seniorenbeauftragter Albert Butscher dem Paar viele weitere glückliche Jahre.

 
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