08.09.2019 - 09:08 Uhr
Fronhof bei AltendorfOberpfalz

Flurbereinigungsverfahren Fronhof erreicht nächsten Meilenstein

Annähernd drei Jahre sind vergangen, seit das Flurneuordnungsverfahren Fronhof im Dezember 2016 durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz eingeleitet worden ist. Im Frühsommer 2020 sollen die ersten Baumaßnahmen starten.

Vorhandene Erdwege werden durch zeitgemäße Schotterwege ersetzt, um die Erreichbarkeit der Felder und Wälder mit neuzeitlichen Maschinen zu ermöglichen.

Nach zahlreichen Ortsbegehungen und Abstimmungsterminen mit Teilnehmern und Behörden erreicht das Neuordnungsverfahren nun einen weiteren Meilenstein, die sogenannte planrechtliche Behandlung im Sinne des Paragraphen 41, Flurbereinigungsgesetz.

Dieser Paragraph sagt aus: "Die Flurbereinigungsbehörde stellt im Benehmen mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft einen Plan auf über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen, insbesondere über die Einziehung, Änderung oder Neuausweisung öffentlicher Wege und Straßen sowie über die wasserwirtschaftlichen, bodenverbessernden und landschaftsgestaltenden Anlagen (Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan)".

Die örtlich gewählte Vorstandschaft unter Vorsitz von Bauoberrat Martin Stahr hat ihre Planungen, insbesondere das umfangreiche Wegenetz, größtenteils bestehend aus dem Ausbaustandard 7a - Schotterbauweise mit einer 4,5 Meter breiten befahrbaren Trasse, zuzüglich eines Wegseitengrabens und einer zulässigen Tonnage von 10.5 Tonnen Achslast mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Schwandorf, dem Wasserwirtschaftsamt Weiden sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf abgestimmt.

Noch heuer Genehmigung

Das gleiche gilt für die umfangreichen Gewässerrenaturierungen sowie die vertiefende Landschaftsplanung zur Schaffung einer zielführenden Biotopvernetzung und als Beitrag zur Verringerung der Erosionsproblematiken im Verfahrensgebiet. In den vergangenen Wochen wurden nun die notwendigen Unterlagen zur planrechtlichen Behandlung ausgearbeitet. Größere Herausforderungen begegneten der Teilnehmergemeinschaft bei der Entwässerungsthematik zu den neuen Wegtrassen, so Bauoberrat Stahr.

Da zahlreiche Trassen mit einem Wegseitengraben ausgestattet werden, um die Langlebigkeit dieser zu erhöhen, entstehen parallel hierzu neue Abflüsse im Verfahrensgebiet. Diese könnten insbesondere bei Starkregenereignissen zu Schäden führen. Daher ist der Abfluss vom Wegseitengraben bis zur sogenannten Vorflut lückenlos aufzuzeigen, müssen entsprechende Maßnahmen zur Verringerung des Abflusses ergriffen werden. Derzeit strebt die Vorstandschaft den Erhalt der Baugenehmigung für Dezember 2019 an, um dann im Frühsommer 2020 mit den ersten Baumaßnahmen beginnen zu können.

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