02.08.2018 - 16:01 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Fuchsmühl trauert um Inge Schärl

Die langjährige Spielleiterin der Laienspielgruppe, Inge Schärl, ist tot. Die Fuchsmühlerin, die am 28. Oktober 1939 zur Welt kam, verstarb am Montag im Alter von 78 Jahren im Bayreuther Klinikum.

Inge Schärl, wie man sie kannte. Die bekannte und beliebte Fuchsmühlerin verstarb im Alter von 78 Jahren. Sie hat das kulturelle Schaffen und das Vereinsleben im Ort maßgeblich mitgeprägt.
von Werner RoblProfil

Die langjährige Spielleiterin der Laienspielgruppe Fuchsmühl, Inge Schärl, ist tot. Die Fuchsmühlerin, die am 28. Oktober 1939 zur Welt kam, verstarb am Montag im Alter von 78 Jahren im Bayreuther Klinikum. Nicht nur die Familie, auch ihre Heimatgemeinde und deren Südtiroler Partnerkommune Sankt Leonhard betrauern den Abschied von ihrer gemeinsamen Weggefährtin. Trauer herrscht auch bei der Schützengesellschaft "Andreas Hofer", in der Schärl von 1959 an Mitglied und lange Zeit als Schatzmeisterin und Schriftführerin tätig war.

Mit Bestürzung reagierte die Laienspielgruppe auf den Tod ihres beliebten Ehrenmitglieds. Seit 1965 begeisterte sie in vielen Rollen das Theaterpublikum. Die engagierte Fuchsmühlerin, die auch in einer filmischen Nacherzählung der Holzschlacht mitwirkte, übernahm vor rund 28 Jahren die Spielleitung. Regieerfolge erzielte sie nicht nur mit den regelmäßig aufgeführten Volksstücken, sondern auch mit der dramatischen Fassung der alle 10 Jahre stattfindenden Holzschlacht-Gedenkspiele am Hackelstein. Meilensteine ihres von Herzblut geprägten Bühnenschaffens waren zudem die wiederaufgeführte "Fuchsmühler Passion", auch die Inszenierung des eigens von einem Autor verfassten und danach uraufgeführten Festspiels anlässlich der urkundlichen Ersterwähnung Fuchsmühls. Lange Jahre führte Schärl auch Regie bei den begleitenden Hirtenspielen zur Waldweihnacht an der Steinwald-Felsenbühne. 2011 legte sie die Textbücher auf persönlichen Wunsch zur Seite und verabschiedete sich mit dem "Wunder des Heiligen Florian" endgültig vom Publikum.

Schärl wurde für ihre Leistungen bei "Andreas Hofer" und auch für ihre Bühnentätigkeit bereits 2012 mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Ihre Arbeit würdigend hob Landrat Wolfgang Lippert damals hervor: "Inge Schärl ist in der Regiearbeit völlig aufgegangen. Begeisterte Zuschauer waren Zeichen für den beispiellosen Einsatz", fügte er seiner Laudatio hinzu. Mit Blick auf Schärls Engagement bei den Schützen ergänzte er: "Ohne sie wäre die Vereinsarbeit im Schützenverein schwer vorstellbar."

Der Sterberosenkranz findet am Freitag, 3. August, um 14 Uhr in der Wallfahrtskirche statt. Das Requiem beginnt um 14.30 Uhr, danach folgt die Beerdigung.

Inge Schärl kam am 28. Oktober 1939 zur Welt. Die Fuchsmühlerin verstarb vor wenigen Tagen in Klinikum Bayreuth.

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