02.11.2018 - 10:01 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Gas geben auf der Datenautobahn

Welche Möglichkeiten bietet der DSL-Ausbau im Markt Fuchsmühl? Aufschluss gibt eine Bitratenanalyse. Die Ergebnisse sind Thema in der Gemeinderatssitzung.

Die Ergebnisse der Bitratenanalyse stellt Sebastian Krysa von der Breitbandberatung Bayern im Marktrat vor.
von Werner RoblProfil

Die Bitratenanalyse biete die Möglichkeit, den Breitbandausbau messbar darzustellen, informierte Projektleiter Sebastian Krysa im Rathaus. „In Fuchsmühl besteht kein Handlungsbedarf“, stellte er zufrieden mit Blick auf das Ergebnis fest. „Die Gemeinde ist sehr gut versorgt.“ Der Ausbau im inneren Ortskern werde jedoch nicht gefördert, erinnerte Bürgermeister Wolfgang Braun.

Bis vor Kurzem noch mussten die Fuchsmühler mit zahlreichen Baustellen leben. Inzwischen sind die rot-weißen Absperrungen aus dem Ortsbild verschwunden. Das Datenübertragungsziel (mindestens 30 Megabit) sei zu 100 Prozent erreicht. Noch schnelleres Internet sei in den kommenden Jahren durchaus möglich, prognostizierte Krysa mit Verweis auf den technischen Fortschritt. „Ein weiterer Handlungsbedarf ist nicht mehr gegeben“, fasste Bürgermeister Braun die Ausbaumaßnahme zusammen. Zudem stellte er fest: „Im Ort gibt es keine 'weißen Flecken'.“ Ein nachträglicher Anschluss sei gebührenpflichtig, betonte Wolfgang Braun an anderer Stelle und wusste, dass es in einigen Haushalten noch keinen DSL-Anschluss gibt. Die nachträglichen Kosten – rund 900 bis 1000 Euro – müssten Antragsteller aus eigener Tasche bezahlen und seien nicht förderfähig, stellte Braun mit Nachdruck klar.

Bei Problemen müssten die Bürger selbst aktiv werden, empfahl Sebastian Krysa. Ein Augenmerk sollte der Internetnutzer auch auf vorhandene Hardware, Tarif und den Vertragspartner legen, ergänzte der Gast aus Neumarkt. Ansprechpartner sei nicht die Gemeindeverwaltung.

"Die Zukunftswerkstatt war ein voller Erfolg“, bilanzierten Bürgermeister Wolfgang Braun und Stellvertreterin Andrea Hecht nach dem Jugendworkshop vor einigen Tagen. „Wir waren die Ersten im Landkreis“, fügte die zweite Bürgermeisterin hinzu. Darauf könne man stolz sein. „Die vorgeschlagenen Verbesserungen und Neuerungen werden wir prüfen“, versprach Wolfgang Braun. Wie die Ideen der Arbeitskreise verwirklicht werden und wie das, was den Jugendlichen „auf den Nägeln brennt“, umgesetzt wird, ließ der Bürgermeister offen.

Rund 30 Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren hatten an dem Workshop teilgenommen. „Die Mädchen und Buben waren hochmotiviert“, resümierte Bürgermeister Braun. „Sie haben sich mit Fuchsmühl identifiziert.“ Viele Jugendliche seien gut vorbereitet und mit zahlreichen Ideen in den Abend eingestiegen. „Ich war erstaunt über die Resonanz." Braun drängte darauf, dass das Erarbeitete verfolgt, nach Möglichkeit auch umgesetzt wird. Als erstes Ziel nannte er die Wiedereröffnung des Jugendtreffs. Ein Treffen mit jungen Fuchsmühlern solle zeitnah ins Auge gefasst werden. Inwieweit der Vorschlag „Eisdiele“ verwirklicht werden könne, ließ er offen. „Wir können kein Eiscafé bauen, aber wir haben ja unseren Dorfladen.“

Sebastian Krysa (stehend) bescheinigt dem Markt Fuchsmühl einen sehr guten Versorgungsgrad mit schnellem Internet.

Die „Zukunftswerkstatt“ mit rund 30 jugendlichen Teilnehmern war ein großer Erfolg. Die Ergebnisse wird man prüfen, nach Möglichkeit auch umsetzen, so Bürgermeister Wolfgang Braun.

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