Fuchsmühl
17.07.2018 - 15:16 Uhr

Gesegnet und gestärkt aufs Rad

Seit fünf Jahren gibt es die Sternwallfahrt auf zwei Rädern. Inzwischen ist die überregionale Veranstaltung nicht mehr aus dem Kalender der Steinwaldgemeinde wegzudenken. Dazu spielt die Orgel einen Schlager, den jeder mitsingen kann.

Schirmherr der Fahrradwallfahrt war der erfolgreiche Wintersportler Gerd Schönfelder, der auch einen Teil der Fürbitten mitgestalten durfte. wro
Schirmherr der Fahrradwallfahrt war der erfolgreiche Wintersportler Gerd Schönfelder, der auch einen Teil der Fürbitten mitgestalten durfte.

(wro) Die Fahrt hinauf zur Kirche war ursprünglich eine Idee des Veranstaltungsausschusses, der den Gedanken eines "bewegten" Gläubigentreffs im Festjahr "325 Jahre Wallfahrt" zusammen mit der Marktgemeinde in die Tat umsetzte. Aus damals noch bescheidenen Anfängen entstand - später unterstützt auch durch die Steinwald-Allianz als Partner - eine überregionale Wallfahrt mit Fahrrädern. Mit Gerd Schönfelder wurde ein prominenter Schirmherr hinzugewonnen.

Gemeinsam gingen die Radler zum Beten und Ausruhen hinüber in die Kirche, angeführt von Pfarrer Joseph, Manfred Strigl und den Ministranten. Während des bunten Einmarsches, der auch von den Wallfahrern aus Premenreuth und den Kolpingfamilien aus dem Landkreis begleitet wurde, spielte die Orgel ein für das Instrument ungewöhnliches Lied: "Ja, mir san mit'm Radl da."

"Alle Jahre habe ich etwas dabei", erinnerte Festprediger Manfred Strigl an die Fahrradglocke, mit der er an gleicher Stelle vor zwölf Monaten lautstark gebimmelt hatte. "Heuer ist es etwas Besonderes", nahm er die Spannung auf und deutete auf sich: "Nämlich ich selber!" Der Johannisthaler, der stets zu einem Spaß aufgelegt ist und gute Laune auch in die Messe einfließen lässt, fügte hinzu: "Schön, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben." Humorvoll begrüßte er die Teilnehmer aus weiten Teilen des Landkreises und aus dem nahen Oberfranken. Mit dabei waren auch einige Besucher aus Tschechien, die sich im Rahmen eines von der "Steinwald-Allianz" geförderten Jugendprojektes zusammen mit einer Dolmetscherin auf den Weg gemacht haben. Sie wurden in Fuchsmühl auch verköstigt.

Schirmherr Gerd Schönfelder, assistiert von Elvira Kastl, stellte die teilnehmenden Orte vor, die auf der Landkreiskarte markiert wurden. Mit dem von Elvira Kastl und Monika Kainz getexteten Wallfahrtslied stimmte der Singkreis "Cantiamo" unter der Leitung von Werner Fritsch auf den Vormittag mit anschließender Fahrzeugsegnung ein. Der beeindruckende Gottesdienst mit den beiden Pfarrern endete, wie er begonnen hatte: humorvoll und mit vielen Gedanken zum mit nach Hause nehmen. "Wir wollen Sie wieder haben", bat Pfarrer Joseph den Gast schon jetzt um eine Zusage für die siebte Auflage der Veranstaltung. "Kommen auch Sie wieder", wandte sich der Fuchsmühler Seelsorger an die Fahrrad- und "normalen" Wallfahrer. Als Erinnerung hatte man blaue Schlüsselanhänger vorbereitet, die an die rund 400 Gottesdienstbesucher verteilt wurden. Der Festplatz gegenüber war auch der Ort der Segnung. "Wir segnen die Fahrräder, vor allem die Menschen, die damit unterwegs sind", verwies Strigl auf den Anlass des Treffens unter freiem Himmel. Dabei durfte die Brotzeit nicht fehlen, damit die Heimfahrt - gesegnet und gestärkt - einfacher vonstattenging.


Ein imposantes Bild bei strahlendem Sonnenschein. Die Fahrrad-Sternwallfahrt nach Fuchsmühl findet seit 2013 statt. wro
Ein imposantes Bild bei strahlendem Sonnenschein. Die Fahrrad-Sternwallfahrt nach Fuchsmühl findet seit 2013 statt.
Mit fröhlichen Liedern umrahmte der Singkreis „Cantiamo“ unter der Leitung von Werner Fritsch den Fahrradgottesdienst in der voll besetzten Wallfahrtskirche. wro
Mit fröhlichen Liedern umrahmte der Singkreis „Cantiamo“ unter der Leitung von Werner Fritsch den Fahrradgottesdienst in der voll besetzten Wallfahrtskirche.
Wie alle Jahre beendete Pfarrer Manfred Strigl auch heuer wieder den Gottesdienst mit einem Witz - diesmal zum Thema: Medizin für erkrankte Klosterschwestern. Bild: wro wro
Wie alle Jahre beendete Pfarrer Manfred Strigl auch heuer wieder den Gottesdienst mit einem Witz - diesmal zum Thema: Medizin für erkrankte Klosterschwestern. Bild: wro
Schirmherr der Veranstaltung war Gerd Schönfelder, der zusammen mit Elvira Kastl die teilnehmenden Orte vorstellte. wro
Schirmherr der Veranstaltung war Gerd Schönfelder, der zusammen mit Elvira Kastl die teilnehmenden Orte vorstellte.
„Wir segnen die Menschen, die auf ihren Rädern zu uns gekommen sind“, betonte Pfarrer Manfred Strigl (rechts). Links: Pfarrer Joseph. wro
„Wir segnen die Menschen, die auf ihren Rädern zu uns gekommen sind“, betonte Pfarrer Manfred Strigl (rechts). Links: Pfarrer Joseph.
Zusätzliche Stühle wurden vom gegenüberliegenden Jugendheimsaal herangeschafft. Binnen kurzer Zeit war die Wallfahrtskirche bis auf den allerletzten Platz besetzt. wro
Zusätzliche Stühle wurden vom gegenüberliegenden Jugendheimsaal herangeschafft. Binnen kurzer Zeit war die Wallfahrtskirche bis auf den allerletzten Platz besetzt.
Der Sonntag war zugleich auch Anlass für die Kreiswallfahrt der Kolpingfamilien. Der Bittgang nach Fuchsmühl wurde von der Falkenberger Kreisvorsitzenden Martina Mark (vorne rechts) angeführt. wro
Der Sonntag war zugleich auch Anlass für die Kreiswallfahrt der Kolpingfamilien. Der Bittgang nach Fuchsmühl wurde von der Falkenberger Kreisvorsitzenden Martina Mark (vorne rechts) angeführt.
Pfarrer Manfred Strigl braucht für seine Predigt keinen Text, daher auch keinen Ambo. Sein „Rednerpult“ ist die Altartreppe. wro
Pfarrer Manfred Strigl braucht für seine Predigt keinen Text, daher auch keinen Ambo. Sein „Rednerpult“ ist die Altartreppe.
Mehr als 300 Fahrräder und deren Besitzer warteten am späten Sonntagvormittag geduldig darauf, gesegnet zu werden. wro
Mehr als 300 Fahrräder und deren Besitzer warteten am späten Sonntagvormittag geduldig darauf, gesegnet zu werden.
 
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