(wro) Die Fahrt hinauf zur Kirche war ursprünglich eine Idee des Veranstaltungsausschusses, der den Gedanken eines "bewegten" Gläubigentreffs im Festjahr "325 Jahre Wallfahrt" zusammen mit der Marktgemeinde in die Tat umsetzte. Aus damals noch bescheidenen Anfängen entstand - später unterstützt auch durch die Steinwald-Allianz als Partner - eine überregionale Wallfahrt mit Fahrrädern. Mit Gerd Schönfelder wurde ein prominenter Schirmherr hinzugewonnen.
Gemeinsam gingen die Radler zum Beten und Ausruhen hinüber in die Kirche, angeführt von Pfarrer Joseph, Manfred Strigl und den Ministranten. Während des bunten Einmarsches, der auch von den Wallfahrern aus Premenreuth und den Kolpingfamilien aus dem Landkreis begleitet wurde, spielte die Orgel ein für das Instrument ungewöhnliches Lied: "Ja, mir san mit'm Radl da."
"Alle Jahre habe ich etwas dabei", erinnerte Festprediger Manfred Strigl an die Fahrradglocke, mit der er an gleicher Stelle vor zwölf Monaten lautstark gebimmelt hatte. "Heuer ist es etwas Besonderes", nahm er die Spannung auf und deutete auf sich: "Nämlich ich selber!" Der Johannisthaler, der stets zu einem Spaß aufgelegt ist und gute Laune auch in die Messe einfließen lässt, fügte hinzu: "Schön, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben." Humorvoll begrüßte er die Teilnehmer aus weiten Teilen des Landkreises und aus dem nahen Oberfranken. Mit dabei waren auch einige Besucher aus Tschechien, die sich im Rahmen eines von der "Steinwald-Allianz" geförderten Jugendprojektes zusammen mit einer Dolmetscherin auf den Weg gemacht haben. Sie wurden in Fuchsmühl auch verköstigt.
Schirmherr Gerd Schönfelder, assistiert von Elvira Kastl, stellte die teilnehmenden Orte vor, die auf der Landkreiskarte markiert wurden. Mit dem von Elvira Kastl und Monika Kainz getexteten Wallfahrtslied stimmte der Singkreis "Cantiamo" unter der Leitung von Werner Fritsch auf den Vormittag mit anschließender Fahrzeugsegnung ein. Der beeindruckende Gottesdienst mit den beiden Pfarrern endete, wie er begonnen hatte: humorvoll und mit vielen Gedanken zum mit nach Hause nehmen. "Wir wollen Sie wieder haben", bat Pfarrer Joseph den Gast schon jetzt um eine Zusage für die siebte Auflage der Veranstaltung. "Kommen auch Sie wieder", wandte sich der Fuchsmühler Seelsorger an die Fahrrad- und "normalen" Wallfahrer. Als Erinnerung hatte man blaue Schlüsselanhänger vorbereitet, die an die rund 400 Gottesdienstbesucher verteilt wurden. Der Festplatz gegenüber war auch der Ort der Segnung. "Wir segnen die Fahrräder, vor allem die Menschen, die damit unterwegs sind", verwies Strigl auf den Anlass des Treffens unter freiem Himmel. Dabei durfte die Brotzeit nicht fehlen, damit die Heimfahrt - gesegnet und gestärkt - einfacher vonstattenging.
Fuchsmühl
17.07.2018 - 15:16 Uhr
Gesegnet und gestärkt aufs Rad
von Werner Robl
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