09.07.2019 - 15:50 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Granit trifft Basalt

Rund 22 600 Euro soll die Leader-Maßnahme "Granit trifft auf Basalt" kosten, die einen markanten Punkt am Herzogöder Ortseingang zu einem Blickfang werden lässt. Den entsprechenden Auftrag erteilte jetzt der Marktrat.

Auf die Tatsache, dass bei Herzogöd Granit auf Basalt trifft, wird am Wanderparkplatz bereits auf einer Tafel hingewiesen. Jetzt soll – unweit davon – eine Art Denkmal errichtet werden.
von Werner RoblProfil
Neben der Wallfahrtskirche erscheinen in der Denkmalliste, die in der Juni-Sitzung vorgestellt wurde, auch noch das Schloss und Beispiele aus Güttern und Herzogöd.

Unweit von Herzogöd findet man eine geologische Besonderheit: Granit wechselt mit Basaltvorkommen. Um darauf hinzuweisen, ist im Norden des Dorfes eine Art Denkmal geplant, bei dem die unterschiedlichen Gesteinsarten die Hauptrolle spielen. Aufgrund der Leistungsbeschreibung, die die Herzogöder Architektin Maria-Magdalena Stöckert als Grundlage erstellte, hatte sich die Gemeinde an Firmen aus Wiesau, Pullenreuth-Neuweiher, Thiersheim und Friedenfels gewandt. Bürgermeister Wolfgang Braun ließ verlauten, dass für die Gestaltung zwischenzeitlich drei Kostenangebote abgegeben wurden. Für die geförderte Leader-Maßnahme habe man bereits entsprechende Mittel im Haushalt eingeplant, bat er um das Votum, das einstimmig für das günstigste Angebot aus Pullenreuth-Neuweiher in Höhe von 22 627 Euro erging.

Das derzeitige Dauerthema „Sanierung der Carl-Ulrich-Straße“ beschäftigt auch weiterhin die Markträte. Diesmal drehte sich alles um eine Fläche, die ein öffentlicher Gehweg werden soll. Das Areal sei in Privatbesitz, merkte Bürgermeister Wolfgang Braun an. Eine Bezuschussung durch Mittel der Städtebauförderung sei aber möglich, wenn der Streifen zu einem öffentlichen Gehweg umgewidmet werde. Die Angelegenheit sei bereits mit den Eigentümern und Nutzungsberechtigten besprochen, deren Einverständnisse lägen auch schriftlich vor. Die Umwidmung, die von den Gemeinderäten einstimmig befürwortet wurde, soll zeitnah veröffentlicht werden, sagte Braun.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat landesweit eine Nachqualifizierung aller Bau- und Bodendenkmäler durchgeführt. Darin eingebunden war auch der Markt Fuchsmühl, dessen Schloss und die Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ zu den markantesten Wahrzeichen im Ort zählen. Als „tempiettoartig mit Pfeilern aus Granit“ wird in der Auflistung das Kriegerdenkmal am Jugendheim bezeichnet. Zudem seien – so Braun – auch kleinere, erhaltenswerte Beispiele aus Güttern und Herzogöd in die Denkmalliste eingearbeitet worden. Einen genauen Überblick über die aktuelle Denkmalschutzliste für Bau- und Bodendenkmäler im Bereich der Marktgemeinde gebe die Internetseite (www.denkmal.bayern.de oder www.blfd.bayern.de), empfahl Braun.

Bereits im Dezember 2018 hatte FW-Markträtin Anna Koller die Aufstellung zweier Hundetoiletten im Gemeindegebiet angeregt. Das Gremium zeigte sich für diesen Vorschlag offen und setzte sich mit zwei Varianten auseinander. Vereinbart wurde schließlich, eine Kunststoffvariante für den Bereich Kugler-/Augsburger Weg und eine teurere aus Alu an der Mehrzweckhalle anzubieten.

Seitdem sind mehr als sechs Monate vergangen, auf das Ergebnis wartet Anna Koller immer noch. „Ich möchte heute nachfragen, was daraus geworden ist“, hakte sie in der jüngsten Sitzung nach. Sie sei auch persönlich als Landwirtin an einer baldigen Lösung interessiert, da sie auf ihren Wiesen und Feldern immer wieder Hundekothaufen vorfinde. „Hundetoiletten haben momentan keine Priorität“, erwiderte Bürgermeister Wolfgang Braun und machte deutlich, dass der Bauhof derzeit aus zeitlichen Gründen noch keine Gelegenheit gefunden habe, sich der Sache anzunehmen. „Gerne können Sie den Bauhof aber unterstützen und beim Aufstellen Hand anlegen“, stellte er der Markträtin anheim, selber aktiv zu werden. „Das mache ich auch nicht“, erwiderte Anna Koller enttäuscht über die energische und in ihren Augen unbefriedigende Antwort.

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