10.05.2019 - 12:14 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Immer weniger Schulden

Bürgermeister Wolfgang Braun sieht Fuchsmühl auf einem guten Weg. Dies macht er bei der Vorstellung des Haushalts deutlich.

von Werner RoblProfil

Der Haushalt der Marktgemeinde beträgt rund 4,2 Millionen Euro. "Damit ist er um etwa 200 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen", erklärte Bürgermeister Wolfgang Braun im Marktrat. Die Summe des Verwaltungshaushaltes erhöht sich gegenüber 2018 um 105 000 Euro und beträgt 3,1 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt liegt bei 1,1 Millionen Euro, was ein Steigerung um fast 120 000 Euro bedeutet.

Als verfügbare Mittel stehen der Gemeinde im laufenden Jahr über eine Viertelmillion Euro zur Verfügung. Positiv hätten sich die von 2014 bis 2017 gewährten Stabilisierungshilfen ausgewirkt: "Wir konnten Sondertilgungen in Höhe von über 2,1 Millionen Euro leisten", rechnete der Rathauschef vor. Zudem verwies er auf die Grundstücksverkäufe "Am Sonnenhang".

Braun bilanzierte: "Dies bedeutet, dass bei der Beurteilung der dauernden Leistungsfähigkeit das beste Ergebnis der letzten Jahre erwirtschaftet wurde." Eine Kreditaufnahme sei, wie schon im Vorjahr, nicht nötig.

Die Gemeinde Fuchsmühl bleibe trotz der positiven Zahlen, aber auf einem moderaten Kurs. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf fast 1 Million Euro. Dabei schlagen vor allem die Restkosten für die sanierte Carl-Ulrich-Straße (260 000 Euro), der Parkplatz "Ortsmitte" (160 000 Euro) und der restliche Sanierungsabschnitt der Mehrzweckhalle (104 000 Euro) zu Buche. Zudem wurden rund 125 000 Euro für den Grunderwerb "Sportgelände" und "Finkenbühläcker" eingeplant.

Vorausschauend enthält die Planung die Ausgaben für die Generalsanierung "Marienstraße 36" (1,1 Millionen Euro) und für die noch in den Schubladen liegende Ortseingangsgestaltung "Süd", für die fast 600 000 Euro vorgesehen sind. Für das Kernwegenetz wurden 190 000 Euro veranschlagt.

Die finanzielle und wirtschaftliche Situation des Marktes sei gut. "Sie ist nicht so negativ, wie dies in manchen Fällen immer wieder dargestellt wird", fasste Braun das von allen Fraktionen positiv bewertete Zahlenwerk (Haushalt, Stellen-, Finanz und Investitionsplan) zusammen. Der Gemeindechef empfahl, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen, um "den Bürgern eine Zukunft zu geben". Die finanzielle Rücklage zum Ende des Jahres 2018 beträgt über 1 Million Euro. Der Schuldenstand (1,7 Millionen Euro) - hochgerechnet auf Ende 2019 - sei der niedrigste seit 1997, so Bürgermeister Wolfgang Braun. Einstimmig genehmigte der Marktrat den Haushalt.

Außerdem informierte der Bürgermeister kurz über die aktuelle Kriminalitätsstatistik der Polizeiinspektion Tirschenreuth. "Keine alarmierenden Zahlen", lautete das Fazit des Rathauschefs mit Blick auf die Gemeinde Fuchsmühl. Von den aus dem Ort bekannt gewordenen 24 kleinen Delikten, konnten 16 aufgeklärt werden. Zur Verkehrsunfallstatistik jedoch gibt es keine örtlichen Zahlen. "Anmerken sollte man aber, dass die Zahl der Wildunfälle deutlich gestiegen ist", sagte Bürgermeister Wolfgang Braun im Marktrat.

Marktrat-Splitter:

Anliegerbeiträge: „Unsere Ausbaubeitragssatzung von 2016 hat keine gesetzliche Grundlage mehr“, kommentierte Bürgermeister Wolfgang Braun die Tatsache, dass die Gemeinden keine Beiträge mehr für Straßenausbaumaßnahmen verlangen dürfen. „Wie sich das in der Praxis darstellt und mit welchen staatlichen Entschädigungen man rechnen darf, bleibt abzuwarten“, ergänzte der Rathauschef mit Blick auf das einstimmige Abstimmungsergebnis für die Aufhebung der Satzung.

Gemeindegeld für Blumen: Beantragt hatte die SPD eigentlich 5000 Euro, die aus der Gemeindekasse fließen sollten, um für mehr Blühflächen im Ort zu sorgen. „Im Haushalt sind 2500 Euro eingeplant“, empfahl Braun den Betrag zu halbieren. Damit sei man auch einverstanden, betonte SPD-Fraktionssprecher Udo Fürst. Dieser versprach, dass die Sozialdemokraten bei der Schaffung einer Blühfläche auch mithelfen werden.

Bauantrag aus Güttern: Keine Einwände folgten zum Bauantrag eines Fuchsmühlers, der im Gemeindeteil Güttern ein landwirtschaftliches Gebäude erworben hatte. Das Haus sei nicht sanierbar, daher auch nicht mehr für Wohnzwecke geeignet, hatte dieser im Vorfeld erklärt. Der Ersatzneubau wurde einstimmig genehmigt.

Strom wird teurer: „Die Stadtwerke Augsburg bleiben unser kommunaler Stromlieferant“, gab der Bürgermeister das Ergebnis der jüngsten Bündelausschreibung durch die Firma Kubus bekannt. Die Ergebnisse der Kommunalberatung wurden den Markträten vorgelegt. „Leider steigt jedoch der Bezugspreis von 2,37 Cent auf 4,74 Cent je Kilowatt", bedauerte Braun.

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