30.01.2019 - 16:12 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Jugendtreff schon fast fertig

Was will die Jugend? Erneut haben sich die Gemeinderäte mit den Ergebnissen des Jugend-Workshops beschäftigt. Doch nicht alles lässt sich umsetzen.

Jugendpflegerin Theresia Kunz legte den Schlussbericht der „Zukunftswerkstatt“ vor, die im Oktober 2018 in Fuchsmühl stattgefunden hatte. Zudem im Bild (von rechts) Geschäftsleiter Ernst Tippmann und Bürgermeister Wolfgang Braun.
von Werner RoblProfil
Umgestaltet werden soll das Umfeld des Waldbadeweihers bei Güttern. Das Gelände war eines der Kernthemen beim Jugend-Workshop.

Rund 30 Jugendliche hatten sich für die "Zukunftswerkstatt" angemeldet, zog Bürgermeister Wolfgang Braun noch einmal Bilanz zum Abend im Oktober in der Mehrzweckhalle. Aktuell eingeladen, um in der Januar-Gemeinderatssitzung ein abschließendes Fazit zu ziehen, war die kommunale Jugendpflegerin am Landratsamt Tirschenreuth, Theresia Kunz. Als „euphorisch“ bezeichnete sie die Mitarbeit der 11- bis 18-Jährigen, die sich bereits vor der Veranstaltung Gedanken gemacht hatten, um diese einzubringen. „Die Jugend hatte ein Gespür dafür, wie man sich mit der Gemeinde identifizieren kann“, stellte die Referentin heraus.

Gewünscht wurde unter anderem die Verlegung eines ungünstig aufgestellten Bushäuschens. Freies W-LAN stand auch auf der Wunschliste. „Ebenso wurden auch eine Skateranlage, ein Kino und eine Eisdiele angeregt“, sagte Kunz. „Die Vorschläge waren durchwegs lebensnah.“ Von manch einem bemängelt wurde die Wasserqualität im Waldbadeweiher, dessen Umfeld – die entsprechenden Förderzusagen vorausgesetzt – zeitnah aufgewertet werden soll. Alle Vorschläge würden ernst genommen. Welche davon umgesetzt werden können, blieb – bis auf den Jugendtreff, der im Entstehen ist - jedoch noch offen. Dazu sagte Bürgermeister Braun: „Die Maßnahmen wurden bereits getroffen.“ Zwischenzeitlich habe man im Rathaus zwei Räume umgestaltet. „Sie stehen in wenigen Tagen zur Verfügung“, versprach das Gemeindeoberhaupt. Danach werde man den Treff vorstellen und eine Betreuung auf die Beine stellen.

„Eine Eisdiele können wir leider nicht generieren,“ bedauerte Wolfgang Braun. Als einen „Detailansatz“ bezeichnete er den bestehenden Dorfladen, den man möglicherweise dafür ins Auge fassen könnte. Zum Thema „Wasser-Eintrübung“ am Badeweiher bei Güttern bezog Braun ebenso Position. Dies sei so gewollt, betonte er mit Blick auf die Algenbildung, der man damit entgegenwirken möchte. „Unser Ziel muss es sein, die Themen ernst zu nehmen beziehungsweise sie auch abzuarbeiten, fasste Braun zusammen. „Die Haushaltslage lässt das zu.“ Das Thema „Skateranlage“ sei kurzfristig aber nicht umsetzbar.

„Erfüllen Sie die Vorschläge mit Leben“, mahnte Theresia Kunz. „Es muss sich etwas tun, das ist wichtig.“ Begeistert zeigte sich die Jugendpflegerin auch von der Fuchsmühler Jugend: „Fuchsmühl besitzt ein wahnsinniges Potential.“ Beweis dafür war auch der vom Tannenloher Jugendmedienzentrum T1 erstellte Filmbericht, in dem die Teilnehmer noch einmal zu Wort kamen. „Wenn ich König von Fuchsmühl wäre“, lautete dazu das Motto, bei dem jeder – als Regent verkleidet – seine Wünsche und Vorschläge, vor allem aber seine Ideen offen aussprechen durfte. Dabei wurde auch deutlich, dass das eine oder andere Fuchsmühler Anwesen sanierungsbedürftig sei.

„Kompliment an Fuchsmühl, dass Sie sich auf das Wagnis „Zukunftswerkstatt“, das auch vom Amt für Ländliche Entwicklung und weiteren Betreuern unterstützt wurde, spontan eingelassen haben“, lobte die Jugendpflegerin den Mut zu diesem wichtigen Schritt. „Der Ort ist ein Vorreiter und beispielgebend für weitere Veranstaltungen dieser Art.“ Ihren Abschlussbericht ergänzend sagte sie: „Was jetzt passiert, überlasse ich der Gemeinde.“ Weitere Gespräche mit den Jugendlichen seien geplant, versprach Bürgermeister Wolfgang Braun, der sich noch einmal in den Tagesordnungspunkt einklinkte. Übereinstimmend betonten auch die Fraktionen ihre volle Anerkennung.

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