26.02.2020 - 10:46 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Kein Wendehammer im Gewerbegebiet

Im Gewerbegebiet will man auf die geplanten Wendemöglichkeiten am Auslauf der Stichstraßen verzichten. Darüber einigte sich der Marktrat in seiner Februarsitzung.

Der ursprünglich geplante Wendehammer in der Oberen Gewerbestraße wurde wieder fallen gelassen. Darauf einigten sich die Gemeinderäte in der letzten Marktratssitzung.
von Werner RoblProfil
Aus Kostengründen wurde der geplante Wendehammer in der Unteren Gewerbestraße aus dem Plan wieder herausgenommen. Die Markträte waren einstimmig dafür.

Ursprünglich war geplant, in der künftigen Oberen und Unteren Gewerbestraße je einen Wendehammer zu bauen. „Um die Kosten zu reduzieren, werden wir aber darauf verzichten“, ließ Bürgermeister Wolfgang Braun in der Februarsitzung anklingen. Die Planänderung habe man mit dem Landratsamt bereits abgestimmt. Zwingend vorgeschrieben seien die Wendemöglichkeiten sowieso nicht. Die Stichstraßen seien entsprechend breit und auch nur sehr kurz. Entscheidend sei auch die geringe Anzahl der erschlossenen Grundstücke. „Dies ist in unserem Gewerbegebiet der Fall“, stellte Braun den Antrag zur Diskussion. Alle Markträte stimmten für den Verzicht auf Wendehammer. „Wir waren damals schon dagegen “, äußerte sich Freie-Wähler-Marktrat Anton April zur Vorgeschichte der Straßenplanung.

Mit einem neuen Projekt, das die Steinwald-Allianz an Land gezogen hat, wird dieser Verbund von 17 Kommunen jetzt zur Förderstelle. Braun sprach in der Marktratssitzung von einer bereitgestellten Summe von insgesamt 100 000 Euro. Das neue Förderprogramm im Freistaat wurde vom Amt für Ländliche Entwicklung zugesagt, um damit kleine Maßnahmen unterstützen zu können. Mit diesem vom Bürgermeister als „Regionalbudget“ bezeichneten Geld soll eine engagierte und eigenverantwortliche ländliche Entwicklung gestärkt werden.

Als geförderte Beispiele nannte Braun Maßnahmen zur touristischen Weiterentwicklung, die Vermarktung regionaler Produkte oder auch die Förderung einer biologischen Vielfalt. Auch die Gestaltung von Wanderwegen, die Anlage von artenreichen Blühflächen um ein Vereinsgelände herum oder die Umsetzung eines Marketingpaketes für einen örtlichen Dorfladen könne damit bezuschusst werden.

Antragsberechtigt sei jede natürliche und juristische Person im Gebiet der Steinwald-Allianz, legte Braun die Grundzüge dar. Die maximale Fördersumme betrage 10 000 Euro, der Fördersatz 80 Prozent. „Das Gesamtvorhaben darf aber nicht mehr als 20 000 Euro kosten“, erläuterte der Bürgermeister. Laut Informationen der Steinwald-Allianz müsse der Antrag bis zum 15. März gestellt und bis zum 1. Oktober 2020 abgerechnet werden. Auch nach der Frist seien noch Anträge möglich, falls noch Mittel frei wären.

„Die Gemeinde sollte sich die Sache nicht entgehen lassen“, kommentierte SPD-Marktrat Rainer Bleistein die in seinen Augen interessante Fördermöglichkeit. „Kann auch der Markt Fuchsmühl einen entsprechenden Zuschussantrag stellen?“ Bürgermeister Braun verneinte dies. „Aber die Gemeinde ist doch eine juristische Person“, bohrte Bleistein nach. Dem konnte Braun nicht widersprechen: „Dann bitte ich um Vorschläge, welche Projekte wir anstoßen können.“ Schließlich einigte man sich auf eine von der SPD-Fraktion vorgeschlagenen Web-Cam, um einen Teil Fuchsmühls – gefördert von der Steinwald-Allianz - im Internet vorzustellen.

Bleistein war aber noch nicht am Ende seiner Fragen angelangt. „Vor einigen Wochen fand ein Treffen der am interkommunalen Gewerbegebiet beteiligten Bürgermeister und Interessierten in der Ziegler-Logistik-Halle in Wiesau statt. Warum war niemand aus Fuchsmühl anwesend?“ Nach Bleisteins Ansicht wäre eine Teilnahme schon sinnvoll gewesen: „Andere Bürgermeister waren doch auch dort“, deutete der Marktrat sein Interesse an Informationen zum Gewerbegebiet an. „Die Frage ist durchaus berechtigt“, mahnte auch CSU-Marktrat Wolfgang Dutz, die Sache nicht einfach abzuhaken.

„Mir lag keine schriftliche Einladung vor“, erklärte Wolfgang Braun. „Man sollte die Tatsache nicht überbewerten“, drängte er darauf, daraus „kein Theater“ zu machen: „Ich glaube kaum, dass bei dem Treffen bedeutende Dinge besprochen wurden.“

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