22.01.2019 - 10:00 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Die Kraft der Freundschaft

Die "Theaterfüxe" feiern erfolgreich Premiere. Ihr Stück erzählt von den Folgen der Geldgier, aber auch von der noch stärkeren Freundschaft.

von Werner RoblProfil

Vor und hinter der Bühne ist man schon sehr gespannt. Eigentlich beginnt alles ganz harmlos, stellen die zahlreichen Besucher fest, die der Einladung zur Premiere am Sonntagnachmittag gefolgt sind. Der Andrang im Jugendheim ist erneut groß. Hinter der Bühne ist eigentlich alles wie immer. Einige plagt das Lampenfieber; und ein gewisses Knistern ist auch zu spüren. Regisseurin Marina Beer jedoch nimmt die Sache gelassen. Schließlich kann die Fuchsmühlerin erneut auch auf „alte Hasen“ zurückgreifen, die nicht zum ersten Mal auf den "Brettern" stehen. Dazu zählen - zum Beispiel - Maximilian April, Tamia Burger, Leonie Fiedler. Gereift ist zweifellos auch der Rest der "Theaterfüxe", die nach den Sommerferien damit begonnen haben, „Annelieschen und Johannes“ einzustudieren.

Das Stück von Ulrich G. Engelmann erzählt von einem Freundespaar, das im Wald und in trauter Nachbarschaft sprechender Tiere lebt. Da ist zum Beispiel das Geschwisterpaar Harry und Hirsch, dann auch ein überaus gefräßiger Dachs, der immer Hunger hat. Auch zwei grazile Mäuse, die sich Tussi und Queenie nennen und eigentlich ganz lieb sind, wohnen hier. Die größten Ohren besitzt Hase Löffel. Und wer genau aufpasst, der kann auch einen stacheligen Igel, eine schneeweiße Eule, bunte Zwerge und viele andere mehr auf der Bühne entdecken, auf der sich diesmal 18 Nachwuchsdarsteller den Platz teilen müssen.

„In dem Stück ist allerhand drin“, verspricht Vorsitzender Alexander Derwart wenige Minuten, bevor sich der Vorhang hebt. Er soll recht behalten. Rund 80 Minuten lang wird von Freundschaften und Sympathie, aber auch von Geldgier, Intrigen und Lügen erzählt. Am Ende aber siegt – wie schon so oft – wieder einmal das Gute, das in der Figur „Aquellas“ verkörpert wird. Die Wald- und Wasserfee ist sozusagen „Deus ex machina“ in einem zunächst ausweglos und verfahren scheinenden Wald-Märchen, in dem zwei Dinge deutlich wurden: Geld regiert zwar die Welt, Ehrlichkeit und Freundschaft aber sind nachhaltiger und viel wertvoller.

Spielleiterin Marina Beer hat ihre „Füxe“ gut eingestimmt. Stimmig ist auch das Bühnenbild, das Thomas Beer, Michael Bäumler, Andreas Robl, Alexander Derwart und Bernhard Gleißner in der LSG-Theaterwerkstätte gezimmert haben. Erneut ein Garant für den Erfolg sind auch die Maske, zudem auch die bunten Kostüme, um die sich Marina Beer, Mirijam Drews und Pamela Lang kümmern. Texthänger beheben Christina Dostler und Stefanie Müller – rechts und links am Bühnenrand stehend - gemeinsam. Als ein erfahrener Meister am Mischpult betätigt sich wieder einmal Bühnentechniker Alexander Schön, der auch den einen oder anderen Sound- und überraschenden Lichteffekt auf seinem Rechner gespeichert hat. Zu erwähnen ist freilich auch das fleißige Team, das sich um das leibliche Wohl seiner kleinen und großen Gäste sorgt. Fleißig gebacken wurde daheim.

Wer „Annelieschen und Johannes“ am kommenden Sonntag, 27. Januar, sehen möchte, ist herzlich eingeladen. Die Eintrittskarten zum Preis von vier Euro gibt es jedoch nur an der Nachmittagskasse. Der Bühnenvorhang hebt sich um 15 Uhr im Jugendheim bei der Wallfahrtskirche.

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