Fuchsmühl
14.03.2026 - 13:11 Uhr

Marianne Köllner feiert in Fuchsmühl 80. Geburtstag

Marianne Köllners Lebens-Mittelpunkte waren die Marienstraße in Fuchsmühl, ein Gasthof mit Metzgerei und der Ortsteil Herzogöd. Ende 2025 zog sie nach Fuchsmühl, wo sie am Donnerstag 80. Geburtstag feierte.

Marianne Köllner ist in Fuchsmühl keine Unbekannte. Sie sei, wie sie bei der Feier ihres 80. Geburtstages am Donnerstag mitteilte, Mitglied neun örtlicher Vereine: Laienspielgruppe, Obst- und Gartenbau-, sowie beim Kleintierzuchtverein. Zudem sei sie, wie Köllner weiter betont, Teile der SPD, AWO, KAB, Caritaswerk, Brigitte-Traeger-Fanclub und des Frauen- und Müttervereins Fuchsmühl, bei dem sie drei Perioden lang Dritte Vorsitzende gewesen war.

Marianne Köllner, geborene Rahn (Hausname Locherer), kam in der Fuchsmühler Marienstraße zur Welt, wo sie mit vier Geschwistern auch aufwuchs. Bereits in jungen Jahren zog sie in den Süden der Heimatgemeinde. Der inzwischen abgerissene Gasthof „Fürstenhof“ in der Alten Straße mit Metzgerei, Schauermann genannt, war fortan Lebens-Mittelpunkt der Fuchsmühlerin. Unvergessen bleibt das Feuer 1965, das einen Teil des Gebäudes in Schutt und Asche gelegt hatte.

Beliebter Treffpunkt

Der Fürstenhof des damaligen Pächter-Ehepaares, Schwester Hannelore und Schwager Helmut Gammer, war Vereinslokal, Kino und ein beliebter Treffpunkt. "16 Jahre lang habe ich dort mitgeholfen“, erinnert sich Köllner an die Zeit, als sie ein Wirts- und Schankmädel gewesen war. "Nicht selten hab' ich mich plagen müssen." Auch beim Schlachten habe sie helfen müssen. "Wenn das Bier zur Neige ging schickte man mich in den kalten alten Felsenkeller, wo die 50-Liter-Fässer standen und von mir in die Gaststube getragen werden mussten."

Die Wirtsstube war auch Kinderstube der Töchter Beate und Manuela sowie Sohn Michael. Übrigens: Michael Köllner war einmal Fußballtrainer beim 1. FC Nürnberg, TSV 1860 München und FC Ingolstadt 04. Seit Jahresbeginn arbeitet er bei Blau-Weiß Linz in Österreich. „Wenn Michael im Gasthaus störte und wir nicht wussten, wohin mit ihm, steckten wir ihn in hohe Gummistiefel, in denen er sich kaum bewegen konnte. So ändern sich halt die Zeiten, heute wäre sowas undenkbar“, ergänzt die herzliche Fuchsmühlerin gegenüber Oberpfalz-Medien.

Konzert-Erlöse für Pfarrei

Für den Frauen- und Mütterverein hatten sie und ihr verstorbener Ehemann, AWO-Ehrenvorsitzender Erich Kölner, jahrelang Brigitte-Traeger-Konzerte auf die Beine gestellt. Den Reinerlös aller Veranstaltungen beziffert Köllner auf rund 20.000 Euro, von denen stets die Pfarrei profitierte. Fast ein halbes Jahrhundert lebte Marianne im Gemeindeteil Herzogöd. Ende 2025 beschloss sie, das Haus nahe Fuchsmühl aufzugeben. „Ich hab' noch keine Minute bereut, dass ich hinunter nach Fuchsmühl gezogen bin“, kommentierte sie die Entscheidung, ihr Heimatdorf nach 47 Jahren den Rücken zu kehren.

Die Gastgeschenke, insgesamt 120 frische Küchel, hat die 80-Jährige geformt und herausgebacken. „Schauen Sie sich die Knie an“, scherzt Köllner, „die sind fürs Küchel-Ausziehen wie geschaffen.“ Verpackt war das Schmalzgebäck in Folie auf der die Zahl „80“ klebte.

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