14.08.2018 - 14:19 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Dem Papst ganz nah

Die Ministranten-Wallfahrt nach Rom war etwas ganz Besonderes, berichten die Mitgereisten nach ihrer Rückkehr. Betreuerin Lucia Meißner schildert die Erfahrungen und Eindrücke.

Die Fuchsmühler Ministranten (rechts der mitgereiste Betreuer aus Fuchsmühl: Siegfried Trießl) vor dem Petersdom.
von Werner RoblProfil

(wro) Alle vier Jahre lädt der internationale Ministrantenbund „Coetus Internationalis Ministrantium“ die in den Pfarreien tätigen Ministranten (ab 13 Jahren) zu einer Rom-Wallfahrt ein. Unter dem aktuellen Leitgedanken „Suche Frieden und jage ihm nach“ machten sich Jugendliche aus allen Nationen auf die weite Reise, deren Zweck ein großes und weltumspannendes Glaubenszeichen sein sollte. Viele der jungen Rom-Wallfahrer stammten dabei aus deutschen Diözesen.

Inzwischen sind alle wohlbehalten zurückgekehrt. Unbestritten war die Wallfahrt ein unvergessliches Erlebnis, nicht zuletzt auch wegen der Papstaudienz. Mit vielen Eindrücken kehrten die 300 Minis aus dem Landkreis Tirschenreuth, darunter sechs Ministranten und ihr Begleiter Siegfried Trißl aus Fuchsmühl, heim. Möglich gemacht wurde die Fahrt der Fuchsmühler Abordnung auch durch einen Zuschuss des Frauen- und Müttervereins, der einen Teil seines Adventsbasarerlöses dafür bereit gestellt hatte. Verantwortungsvoll begleitet wurden die Mädchen und Buben aus dem Dekanat von der Referentin bei der Jugendstelle in Tirschenreuth, Lucia Meißner. Zurückblickend erinnert die Sozialpädagogin an die erlebnisreichen Tage in der Vatikanstadt:

„Dass man rund 16 Stunden in den sechs Reisebussen verharren musste, erforderte sehr viel Geduld“, erzählt die Referentin. Meißner lässt anklingen, dass man nach der rund 1160 Kilometer langen Fahrt über die Alpen dann doch froh war in Rom beziehungsweise in der Unterkunft „gelandet“ zu sein. Die Sehenswürdigkeiten, die vielen Eindrücke und nicht zuletzt auch das Aufeinandertreffen mit Tausenden gut aufgelegten Ministranten seien schon etwas Besonderes gewesen.

Die Temperaturen waren nahezu unerträglich, klagt Lucia Meißner an anderer Stelle. „Nur gut, dass es dort viele Trinkwasserbrunnen gibt, an denen wir während unserer Exkursion bei über 40 Grad Celsius die Getränkebehälter regelmäßig nachtanken konnten“, fährt die Begleiterin erleichtert fort. Mit Blick auf die Höhepunkte fügt die aus Mühlhof (bei Wiesau) stammende Referentin hinzu, dass zum Rahmenprogramm auch ein Gottesdienst mit Bischof Rudolf Voderholzer und eine abschließende Messe mit dem Regensburger Weihbischof Josef Graf gehörten. Man habe die Jugendlichen gut in der Menge ausmachen können: „Auf dem Kopf trug man schwarze Hüte. Zum Wiedererkennen hatte man Pins, Armbänder und je nach Diözese unterschiedlich farbige Schlauchtücher, die mit anderen auch getauscht wurden.“ Ausgestattet war man mit einem Pilgerbuch, das als Gebets- und Gesangsgrundlage diente.

All das, neue Freundschaften und vieles mehr waren gute Gründe, Rom, den Vatikan und die Menschen dort zu erleben, fasst Lucia Meißner auch im Namen ihrer mitgereisten Pilger zusammen und betont: Einen Blick auf den Papst werfen zu dürfen, zudem auch die Begegnungen mit anderen Ministranten und Gläubigen seien die Strapazen allemal wert gewesen.

Eine schöne Reise geht zu Ende. Markenzeichen der jugendlichen Pilger - hier aus Fuchsmühl, Wiesau, Friedenfels und Pechbrunn - waren ihre schwarzen Hüte, die sie bekommen hatten und vor Freude in die Luft warfen .
In der Lateranbasilika warten die Fuchsmühler Ministranten auf den Beginn des Gottedienstes.

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